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Könige in Bayern

Stand: 19.01.2016


König Max I. Josef – Wie Bayern ein Königreich wurde

Max I. Josef (c) BR
Der erste bayerische König war König Max I. Josef. Er war ein behäbiger und gutmütiger Mensch und sah gar nicht aus wie ein König. Manche Zeitgenossen sagten sogar, er sehe eher aus wie "ein Bauer" oder einer seiner "Untertanen". Max I. Josef wirkte nicht so stolz und arrogant, wie man sich einen König vorstellte. In der Königsrolle fühlte er sich gar nicht so wohl. An Markttagen mischte er sich gerne unerkannt unter das Volk, wie ein ganz gewöhnlicher Bürger, und hielt ein Schwätzchen.

Dass er jemals König werden würde, hätte der junge Max Joseph von Wittelsbach nie gedacht. Geboren wird er vor genau 250 Jahren in Mannheim. Als junger Mann ist er Offizier und lebt ein recht lockeres Soldatenleben. Tagsüber übt er an der Waffe und abends sitzt er im Wirtshaus.

Finde heraus, wie Max dann doch noch der erste Bayerische König wurde und wie er mit seinem Berater, Graf Montgelas, Bayern verändert hat!

König Ludwig I. - Prächtige Bauten und eine schöne Frau

Ludwig I. (c) BR
Ludwig der Erste war 39 Jahre alt, als er König von Bayern wurde. Das war 1825. Er hatte sich gut vorbereitet auf seine neue Aufgabe als König. Das musste er auch, denn sein Vater hatte ihm ein Land übergeben, das total pleite war. Bayern hatte Schulden über Schulden.

Ludwig hat eisern gespart. Schließlich hat er es dann geschafft und Bayern war schuldenfrei. Jetzt konnte Ludwig der Erste sich seinen großen Traum erfüllen. Er wollte schöne und große Schlösser, Denkmäler und Plätze bauen.

Schau nach, welche tollen Bauwerke und welches Fest wir Ludwig I. zu verdanken haben! Am Ende musste allerdings abdanken. Was das heißt? Klick auf den roten Pfeil!

König Max II. - Ein Wissenschaftler auf dem Thron

Max II. (c) BR
Max der Zweite ist König geworden, als sein Vater, Ludwig der Erste, abgedankt hat. Bayern sollte modern werden. Also erlaubte Max zum Beispiel, dass alle Erwachsenen wählen durften. Das war vorher nämlich nicht erlaubt. König Max hat einen Verein gegen die Armut in Bayern gegründet. Denn nach schlechten Ernten gab es immer viele Menschen in Bayern, die arm wurden und verhungern mussten.

Max der Zweite interessierte sich sehr für Wissenschaften, Poesie und Literatur. Am liebsten wäre er selbst Professor geworden. Weil er aber König sein musste, hat er andere tolle Professoren an die Universität in München geholt und sich von Wissenschaftlern aus ganz Europa beraten lassen, wie man bessere Ernten bekommen kann. In München hat er ein Haus für besonders begabte Studenten bauen lassen. Dieses Gebäude gibt es heute noch. Es heißt Maximilianeum und dort trifft sich heute auch der Bayerische Landtag. Max hat, wie sein Vater Ludwig, eine große Straße bauen lassen, die nach ihm benannt wurde. Sie heißt Maximilianstraße und gehört heute noch zu den schicksten Straßen, die München überhaupt hat.


König Ludwig II. - Der Märchenkönig

Ludwig II. (c) BR
"Der Märchenkönig" wird Ludwig II. auch genannt. Vielleicht, weil er gern in einer Märchenwelt leben wollte und versucht hat, sie zu schaffen - in seinen Schlössern, in Kunst und Musik.

Am 25. August 1845 wurde Ludwig II. geboren. Seine Eltern waren Maximilian, Kronprinz von Bayern, der spätere König Max II. und seine Frau, Marie Friederike von Preußen. König Ludwig I. war sein Großvater. Als Kronprinz wurde er von seinem Vater streng erzogen, aber er interessierte sich wenig für Naturwissenschaft und Politik, sondern mehr für das Theater, für romantische Romane und für Musik. Besonders die Werke des Komponisten Richard Wagner gefielen ihm.


Wenn du auf den roten Pfeil klickst, erfährst du die ganze romantische Geschichte des Märchenkönigs.

Ludwig III. - Der "Millibauer"

König Ludwig III. (c) BR
Ludwig der Dritte wollte eigentlich gar nicht König sein. Die Zeiten, in denen ein König genug Geld hatte und schöne Schlösser bauen konnte, waren längst vorbei. Es gab viele Probleme in Bayern, das Volk hatte Hunger, viele waren krank und der erste Weltkrieg stand vor der Tür. Ludwig fuhr lieber mit seinem Auto durchs Land oder ging auf die Jagd, anstatt in der Münchner Residenz zu regieren. Eigentlich wollte er mit seiner Frau Marie Therese und seinen acht Kindern auf seinem Landgut Leutstetten bei Starnberg leben und dort Bauer sein, denn er hatte Landwirtschaft an der Universität studiert und wollte ganz Bayern zu einem ertragreichen Land der Bauern machen. Darum nennt man ihn auch den "Millibauern". Sechs Jahre lang, also von 1913 bis zum 8. November 1918, war er Bayerns König. 1914 mussten die bayerischen Soldaten gegen Frankreich kämpfen. Das war der Beginn des ersten Weltkriegs. 18 Millionen Deutsche, darunter auch viele Bayern, sind in den vier Kriegsjahren gestorben.

Deutschland verlor den Krieg und musste darum viel Geld und Gebiete an die Siegerländer abgeben. Das Volk wollte seinen König loswerden, weil er es in den Krieg geführt hatte. Außerdem wollten die Minister und das Parlament selbst regieren. Darum trafen sich Arbeiter und Bauern am 7. November 1918 auf der Theresienwiese, dort, wo heute das Oktoberfest ist. Kurt Eisner, der wichtigste Mann in der ersten Münchner Sozialdemokratischen Partei, erklärte dort die Monarchie der Wittelsbacher, also der bayerischen Könige, für beendet: "Es lebe der Frieden! Nieder mit der Dynastie!" Das ist eigentlich nichts anderes als eine Revolution. König Ludwig der Dritte ist dann am 8. November 1918 ins Auto gestiegen und nach Schloss Wildenwart bei Rosenheim geflohen. Von da an hatte Bayern nie wieder einen König.

Ein König für Deutschland?

Was würdest du dazu sagen, wenn wir in Deutschland wieder einen König hätten wie zum Beispiel in Schweden oder den Niederlanden? radioMikro-Reporter Mischa Drautz hat sich umgehört.

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Nicole König, Sandra Limoncini, Bernhard Schulz, Astrid Bischof

 
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