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Haut – Das Superorgan

Stand: 17.06.2014


Unsere Haut ist etwas ganz Besonderes: Sie wiegt mehr als jedes andere Organ unseres Körpers, sie wächst mit uns mit, sie kann Haare wachsen lassen, sie kühlt und wärmt uns und sie kann sogar fühlen.

Frau mit grüner Gesichtsmaske (c) Getty Images Augen (c) Getty Images Schrubben in der Badewanne (c) Getty Images
 
Beim Menschen ist die Haut circa acht Millimeter dick – zumindest an den dicksten Stellen. Am Augenlid aber ist unsere Haut gerade mal so dick, wie ein gutes Blatt Schreibpapier. Für alle Hautstellen aber gilt: Die Haut ist ein Super-Organ!

Wasserdicht und variabel in der Größe

Größe:
Bis zu zwei Quadratmeter groß ist die Haut bei einem Erwachsenen. Das ist ungefähr so groß wie auch seine Matratze ist. Die Haut wiegt drei bis fünf Kilo. So schwer ist kein anderes Organ unseres Körpers.
Sie ist wasserdicht und sie hält unseren ganzen Körper zusammen, gibt uns Form.

Sie reicht von oben bis unten, von rechts nach links und ganz um uns herum. Sie ist wie ein eng anliegender aber unglaublich bequemer, dünner Tauchanzug.


Bezeichnungen:
"Corium" heißt die Lederhaut auf Latein, "Epidermis" die Oberhaut und "Subcutis" die Unterhaut. Die Lederhaut ist es, die der Haut ihre Festigkeit und uns die Form gibt.
Sehen können wir nur die Oberhaut. Das ist die oberste von drei Schichten.

Die unterste heißt Unterhaut aber die mittlere Schicht heißt nicht Mittelhaut, sondern Lederhaut.

In der Oberhaut entstehen neue Hautzellen und die alten fallen einfach ab.

Hautschuppen:
Zehn Milliarden Hautschuppen fallen jeden Tag von uns ab.
Die abgelegte Haut einer Schlange nennt man "Schlangenhemd".
Die sind so klein, dass wir sie kaum sehen können.

Weil ständig die alten Hautzellen von selbst abfallen, kann unsere Haut mitwachsen wenn wir größer werden.

Sonst müssten wir uns häuten wie die Schlangen.


Falten:
Mehr Falten kriegt übrigens, wer viel in der Sonne ist: Deshalb ist es ganz wichtig, sich immer gut einzucremen, auch wenn gerade Winter ist und die Sonne vielleicht gar nicht so stark scheint. Und: Pickel nicht ausdrücken! Denn jede Entzündung ist nicht nur schlecht für die Haut, sondern kann auch Falten verursachen.
Mit den Falten beim Menschen ist es ein bisschen wie beim Obst: Wenn das Obst alt wird, wird es runzlig, schrumplig und trocken. Mit unserer Haut ist das ganz ähnlich, nur dass sich die Alterung hier in allen drei Hautschichten abspielt: Sie werden mit der Zeit dünner. Die Oberhaut kann sich nicht mehr so gut erneuern und wird immer dünner und rauer. In der Lederhaut fallen Fasern zusammen und machen die Haut deshalb faltig. Und in der Unterhaut verschwindet immer mehr Fett und deshalb werden die Falten sichtbar.

Leberfleck (c) colourbox.com Muttermal (c) colourbox.com Mädchen mit Leberfleck (c) colourbox.com
 


Farbig, behaart und einfühlsam

Melanin:
In der Oberhaut wird das Melanin gespeichert, ein brauner Farbstoff. "Weiße" Menschen sind weiß, weil in ihren Zellen nur wenige Körnchen Melanin gespeichert werden können.
In der Oberhaut entsteht auch die Hautfarbe.

Die kann ja tiefschwarz sein, oder ganz blass Rosa oder irgendwas dazwischen.





Sommerbräune
In unserer unteren Hautschicht gibt es bestimmte Zellen, die, wenn die Sonne auf unsere Haut scheint, Melanosomen bilden. Das sind kleine braune Kügelchen, die in die äußere Hautschicht abgegeben werden, um die darunter liegenden Hautschichten vor der Sonne schützen. Sie sind eine Art schlummernde Farbstoff, der erst bei Sonne in die oberen Hautschichten wandert.


Die schöne Urlaubsbräune entsteht als Schutz der Haut gegen die Sonne. Sie sorgt dafür, dass die Sonnenstrahlen nicht zu tief in unsere Haut eindringen können.



Ob man braun, rötlich oder gelblich wird, hängt davon ab, was für ein Hauttyp man ist. Also wie viel braunen Farbstoff man hat.



Länger braun
Angeblich bleibt man länger braun, wenn man die Haut oft mit fettiger und feuchter Creme einschmiert. Außerdem sollte man viel Mineralwasser trinken, viel Obst und Gemüse, und vor allem Karotten essen! Die enthalten nämlich auch einen Farbstoff, der, wenn man genug isst, die Haut leicht bräunlich färben kann.



Wenn die Sonne nicht mehr auf unsere Haut scheint, dann werden in der Haut auch keine kleinen, braunen Kügelchen mehr gebildet. Und unsere braune, äußere Hautschicht stirbt langsam ab. Die Haut erneuert sich nämlich ungefähr alle 4 Wochen. Dann sterben auch die schönen braunen Hautzellen ab. Sie werden zu Hautschüppchen, die wir nach und nach verlieren.



Behaarung:
Rund fünf Millionen Härchen lässt die Haut beim Menschen wachsen. Am Kopf gedeihen sie besonders gut. Haare bestehen aus Horn, genauso wie Elefantenstoßzähne.
Aus der Oberhaut scheinen auch die Haare herauszuwachsen, ihre Wurzeln aber, die stecken mittendrin in der Lederhaut.






Schweiß:
Drei Millionen Schweißdrüsen sitzen in der Unterhaut. Mit dem Schweiß verschafft uns die Haut Abkühlung im Sommer. Zusammen mit dem Schweiß werden auch Dreckstoffe abtransportiert.
Die Unterhaut beim Menschen besteht hauptsächlich aus Fett, ein Energiespeicher und eine dicke Schutzschicht für alles, was darunter liegt.

Auch die Schweißdrüsen sind in der untersten Haut-Etage.



Sinnesorgan:
Die Haut ist auch ein Sinnesorgan. Nervenendungen gibt es für den Tastsinn, den Schmerzsinn, den Kälte und den Wärmesinn. Die Haut meldet die Reize mit Signalen ans Gehirn.
Unsere Haut kann noch etwas ganz Besonderes: In ihr sind nämlich winzige kleine Fühler. Die bemerken nicht nur jeden Klaps auf die Schulter sondern auch die Schritte einer Ameise oder, das der Wind kalt ist und die Herdplatte heiß ...




Muttermal und Leberfleck

Was ist was? Was ist das eigentlich genau? Und was machen diese Flecken und Hubbel auf unserer Haut? radioMikro-Reporterin Charlotte Semle verrät dir mehr!

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Sommersprossen

Pippi Langstrumpf (c) picture-alliance
Pippi Langstrumpf sähe ohne sie wahrscheinlich nur halb so frech und lustig aus
Vor allem Blonde und Rothaarige mit heller Haut haben häufig Sommersprossen. Und oft ist es auch so, dass dann sie die ganze Familie hat. Schlimm ist das überhaupt nicht, denn die Pünktchen sind völlig harmlos.

Wenn die Sonne im Sommer viel scheint, kommt es einem so vor, als würden die Sommersprossen auf einmal aus dem Nichts auf der Haut sprießen. Doch das stimmt so nicht. Wer im Sommer Sommersprossen hat, hat sie auch im Winter – nur sind sie dann fast unsichtbar, weil sie sich im Winter nicht von der Hautfarbe abheben.

Sommersprosse - Winterflocke
Auch noch spannend: Jede Sommersprosse ist – wie jede Schneeflocke – einzigartig auf der Welt.

Doch warum sieht man sie im Sommer?

Bekommt unsere Haut viel Sonne ab, wird in unserem Körper ein Farbstoff freigesetzt: Melanin heißt dieser Farbstoff. Er fügt sich wie eine Art Sonnenbrille über unsere Hautzellen – unsere Haut sieht dadurch braun aus. So schützt der Körper die Haut vor zu viel Sonne. Bei Menschen mit Sommersprossen gibt es eine Besonderheit: Ihr Körper verteilt diesen schützenden Farbstoff nicht gleichmäßig auf der Haut. Er sammelt sich an bestimmten Punkten. Dadurch entstehen ungleich verteilte kleine gelbliche oder bräunliche Inseln auf der Haut: die Sommersprossen.

Tatsächlich hat man Sommersprossen nicht vom ersten Tag an. Sie entstehen bei vielen irgendwann in den ersten Lebensjahren. Besonders zahlreich sind sie an den Stellen, die viel Sonne abbekommen: also im Gesicht, an den Unterarmen sowie an den Schultern. Und wer im Sommer gerne Sandalen oder Flipflops trägt, findet Sommersprossen auch schnell am Knöchel.


Ursel Böhm, Pia Dangelmayer, Mischa Drautz, Karen Zoller


 
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