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Glas - Von durchsichtig bis kugelsicher

Stand: 24.02.2013


Glasproduktion in Jena (c) dpa
























Willi beim Fensterputzen (c) BR
Durchsichtig ist Glas nur, wenn man es putzt - das weiß auch Willi ...
Fünf Freunde

Egal ob in der Brille, im Fenster, oder im Auto, immer bestehen Glasscheiben aus diesen fünf Zutaten:

1. Quarzsand ist die Haupt-Zutat.
2. Dolomitpulver macht das Glas stabil.
3. Kalkpulver macht das Glas noch stabiler.
4. Sulfatpulver sorgt dafür, dass sich keine Bläschen im Glas bilden.
5. Sodapulver senkt den Schmelzpunkt vom ganzen Gemisch.

Willi an der Schmelzwanne der Glasfabrik (c) BR
Ohne Schutzkleidung ist es neben dem Schmelzofen zu heiß.
Ab in den Schmelzofen

Im Schmelzofen der Glasfabrik werden alle Glaszutaten zusammen auf 1.600 Grad erhitzt, bis sie schmelzen. Glasschmelze wird dieses noch flüssige Glas genannt.

Der Zinn-Trick

Damit kein riesengroßer Glasklumpen daraus wird, gleitet das heiße, flüssige Glas in eine 250 Meter lange und sechs Meter breite Wanne. Diese Riesenwanne ist mit flüssigem Zinn gefüllt. Weil Glas leichter ist als Zinn, schwimmt das flüssige Glas wie ein Fettfilm oben auf dem Zinn und kühlt dabei ganz langsam ab.

Warum ist Glas durchsichtig?

Eigentlich ist Glas nur eine Mischung aus Sand, bestimmten Salzen und Kalk. Das sind alles undurchsichtige und feste Stoffe. Wie kann Glas also durchsichtig sein? Klick auf den Pfeil!

Schon gewusst?
Vor 2.000 bis 2.500 Jahren haben die Ägypter die Glasherstellung entdeckt. Wahrscheinlich zufällig, beim Feuermachen im Wüstensand – im Quarzsand.
Spiegelglattes Glas

In der Fabrik entsteht ein langes, breites und vor allem vollkommen glattes Glasband. Es wird über großen Rollen weiter transportiert und am Ende von einem Automaten in große Glasscheiben zerschnitten.


Sandwich aus Glas und Plastik: Panzerglas

Bei Juwelieren, Banken und auch bei den Autos von Politikern oder Pop-Stars sind die Fensterscheiben häufig aus Panzerglas. Das ist nicht einfach eine wahnsinnig dicke Glasscheibe: Panzerglas besteht aus vielen Schichten, von super reißfester Folie und normalen Glasscheiben. Immer im Wechsel liegen Folie und Glas übereinander. Dann werden die Schichten im Ofen zusammengebacken. Das gebackene Folien-Glas-Sandwich ist dann so fest, dass es nicht einmal von einer Pistolenkugel durchschossen werden kann.

Wie wird Glas geformt?

Das geschmolzene Glas zu formen ist eine große Kunst. Wie es geht? Klick den roten Pfeil

Krach und Schepper

Sobald Glas kalt und fest geworden ist, wird es brüchig und leicht zerbrechlich. Warum? Klick den roten Pfeil!

Bruchfestes Glas

Man kann Glas auf verschiedene Arten abkühlen – sehr langsam oder auch besonders schnell. Fachleute nennen das Tempern. Durch das Tempern wird Glas bruchfester. Solches Glas verwendet man zum Beispiel für Glasmöbel, große Glastüren und auch Autoscheiben. Durch das Tempern ändern sich beim Glas aber auch andere Eigenschaften: Es lässt sich nicht mehr schneiden oder schleifen. Und wenn es doch kaputtgeht, zerfällt es in allerkleinste Krümel.

Deswegen bestehen die Frontscheiben von Autos meist aus Verbundglas: Mindestens zwei Schichten Glas sind mit einer Kunststofffolie oder einem bestimmten Harz verbunden. Eine besondere Art des Verbundglases ist das Verbund-Sicherheitsglas, besser bekannt als Panzerglas.

Schon gewusst?
Wenn sich Film-Bösewichte Flaschen über den Kopf hauen, tun sie sich dabei nicht wirklich weh. Die Flaschen sind nämlich nicht aus Glas, sondern meist aus Zucker. Und brechen deswegen noch leichter als Glas.


Willi testet Panzerglas (c) BR
Mit drei Schüssen hat Willi diese Panzerscheibe getroffen.
Härte von Willi getestet

In einem speziellen Amt - dem Beschuss-Amt - lassen die Glashersteller ihr Panzerglas testen. Auch Willi durfte ausprobieren, wie fest eine Panzerglasscheibe wirklich ist. Er hat drauf geschossen und mit einem großen Hammer draufgeschlagen - der Scheibe ist nichts passiert. Er hätte dreimal so kräftig draufschlagen müssen und wenigstens vierzig Mal - und in der Zeit hat schon jemand die Schläge gehört und längst die Polizei geholt ...

Nicht ERfunden - GEfunden!

Glas fasziniert die Menschen schon seit etwa 7.000 Jahren. So lange ist Glas nämlich schon bekannt. Und die Menschen haben es nicht etwa erfunden, sondern einfach gefunden. Denn Glas gibt es auch in der Natur, dort, wo es Quarzsand gibt oder Quarzgestein. Und davon gibt es überall auf der Welt richtig viel, in Flüssen zum Beispiel. Wenn bei großer Hitze dieser Sand schmilzt, wenn ein Blitz einschlägt oder ein Vulkan ausbricht zum Beispiel, dann entsteht an der Stelle Glas. Die Menschen haben also nur gelernt, das der Natur nachzumachen!


Anja Mösing, Börni Schulz und Simone Wichert


 
  Skywalk - riesige Aussichtsplattform aus Glas und Stahl
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