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Schrott - Wer macht ihn flott?

Stand: 03.09.2009


Schrottautos (c) dpa
Alte Autos oder Fahrräder, rostige Bettgestelle, kaputte Waschmaschinen, das alles ist Schrott. Eben Zeug aus Metall, das nutzlos geworden ist. In den Müll kommt Schrott aber nicht. Schrott kann man nämlich prima wiederverwerten. Er ist richtig Geld wert! Wenn man weiß, wie man ihn sortiert.

Materialmix entwirren

Ein Schrottauto ist zum Beispiel ein Kuddelmuddel aus lauter unterschiedlichen Materialien: Blech, Gummireifen, Spiegelglas, Plastikblinklichter, Stoffbezüge, Glasscheiben, Teppichboden und und und.

Spezialgebiet Schrott

Eine Firma, die sich auf das Zerlegen von alten Sachen spezialisiert hat, nennen wir meistens einfach Schrottplatz. Sie heißt aber richtig "Recycling-Betrieb". Der englische Ausdruck "recycling" bedeutet auf Deutsch "wiederverwerten". Und zu einem Recycling-Betrieb kann man zum Beispiel sein altes Auto bringen.

Reifen auf einem Schrottplatz (c) dpa
Abschrauben - Ausbauen

Vielleicht sind an einem alten Auto noch Sachen so gut, dass man sie einfach so weitergebrauchen kann. Manchmal sind zum Beispiel die Reifen noch in Ordnung, die Blinker, das Lenkrad oder die Seitenspiegel. Das alles wird im Recycling-Betrieb erst mal abgeschraubt und ausgebaut. Wie in einem Laden kann man dort solche gebrauchten Auto-Teile kaufen. Natürlich viel billiger als neu beim Autohändler.

Flüssiges muss raus

In einem Auto stecken allerhand Flüssigkeiten, die so giftig sind, dass sie auf keinen Fall ins Grundwasser kommen dürfen: Motoröl, Benzin und Kühlerflüssigkeit. Die werden einzeln abgesaugt und entsorgt, bevor das Auto in die Schrottpresse kommt.

Willi an einem Haufen mit geschreddertem Schrott (c) BR
Die drückt große Schrotteile wie zum Beispiel Autos zu einem festen Würfel zusammen. So nehmen sie viel weniger Platz weg, wenn sie gelagert oder transportiert werden müssen.

Schrott in Fetzen

Von einer riesigen, kräftigen Maschine wird der Schrott dann in faustgroße Stücke, zerfetzt - "schreddern" nennt man das. So kann er noch besser sortiert werden: Auf einem langen Förderband laufen die Schrottfetzen zuerst über Luft-Düsen, leichte Teile, die nicht aus Metall sind, werden da weg gepustet. Dann läuft das Förderband an einem Magneten vorbei, der alles Metall mit Eisen drin festhält. Nur das Metall ohne Eisen bleibt am Ende auf dem Förderband übrig. Aluminium oder Kupfer sind solche Metalle.

Schon gewusst?
Wasser kocht bei 100 Grad.
Eisen kocht bei 2.700 Grad und schmilzt bei 1.600 Grad.
Körpertemperatur vom Menschen: 36-37 Grad.
Stahlsuppe kochen

Der große Haufen mit magnetischem Eisen-Schrott wird an Stahlwerke weiter verkauft. Schrott-Kontrolleure schauen im Stahlwerk genau, ob nicht noch zu viel Plastikfetzen zwischen den Eisen-Schrottfetzen sind. Das würde den Stahl verderben. Für guten Stahl braucht man Eisen und einige andere Metalle. Alles wird zusammen bei Temperatur um 1.600 Grad geschmolzen. Wie bei einer guten Suppe müssen auch die Zutaten für die Stahlsuppe genau auf einander abgestimmt sein.

Schmelzofen im Stahlwerk (c) dpa
Schrott wird Stahl

Der flüssige Stahl - die Stahlschmelze - kann in Stangenform gegossen oder zu dickem Draht gezogen werden.

Dieser Stahl ist dann wieder kostbarer Rohstoff für Sachen wie: Kochtöpfe, Messer, Gabeln, Löffel, Scheren und vieles andere.


Anja Mösing

 
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