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Schnecke – Schmieriger Kriecher

Stand: 01.02.2016


Schnecke auf Blume (c) dpa



Herausfinden, wie die Schnecke kriecht?! Das ist doch eine sehr gemütliche Aufgabe: Schließlich kommt dieses Tier bekanntlich nur im Schneckentempo voran – also gaaanz langsam.

Die "Forschungsstation" ist eine einfache Glasscheibe. Damit sich die "Forschungsschnecke", eine große Nacktschnecke, dort auch wohl fühlt, wird die Glasscheibe mit Wasser bespritzt. Schnecken mögen es feucht. Schon bald streckt die Schnecke die Fühler aus – und macht sich noch schneller auf und davon ... Von wegen Schneckentempo!

Weinbergschnecken kommen angeblich in einer Minute nur sieben Zentimeter voran, aber diese Schnecke ist offensichtlich eine echte Rennschnecke ...

Mehrere Schnecken mit Häuschen (c) dpa



Schützender Schleim

Zwei Schnecken (c) dpa
Von oben betrachtet ist nicht zu erkennen, wie sie so schnell vorankommt. Lautlos – und scheinbar mühelos – gleitet die Schnecke über die Glasscheibe.

Nur die Schleimspur, die sie hinter sich her zieht, sieht man deutlich. Dieser Schleim ist so eine Art "Straßenbelag", den die Schnecke aufträgt, um ihren empfindlichen Körper vor Verletzungen zu schützen. Er kommt aus einer Drüse, die kurz hinter ihren Lippen liegt.

Durch das Schleimbett ist die Schnecke perfekt geschützt: Sie kann sogar über eine messerscharfe Rasierklinge kriechen ohne sich zu verletzen.

Pure Muskelkraft

Klick die Lupe und schau, wie die Schnecke kriecht.
Wie die Schnecke vorankommt, versteht man, wenn man sie von unten betrachtet: Der Schneckenkörper sieht auf dieser Seite fast aus wie gestreift. Immer wieder sind dunkle Schatten zu sehen, die den kleinen Körper von hinten nach vorne durchlaufen.

Diese Wellen sind die Muskeln der Schnecke. Um vorwärts zu kommen, spannt sie die Muskeln an und lässt dann wieder los.

Wenn diese Muskelwelle einmal von hinten nach vorne durch den gesamten Köper der Schnecke gelaufen ist, dann hat sich die Schnecke ein klitzekleines Stückchen nach vorne bewegt. Eine unvorstellbare Anstrengung: Eine Schnecke hat ja keine Knochen – sie bewegt sich also allein durch Muskelkraft!

Nacktschnecke frisst Salat (c) dpa




Langsamer, schleimiger, gefräßiger

radioMikro-Reporterin Michaela Bold hat Wettkämpfe auf der Schneckenfarm beobachtet - mal hören, was da so los war? Dann klick den kleinen Startknopf!

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Wie fressen Schnecken?

Schnecken besitzen, wie die anderen Weichtiere auch, eine sogenannte Raspelzunge. Man sagt auch Radula dazu. Eine solche Radula ist mit Tausenden kleiner Zähnchen besetzt. Mit dieser Zunge raspelt die Schnecke ihre Nahrung zu einem Brei.

Schnecken können sehr unterschiedlich aussehen und auch an sehr unterschiedlichen Plätzen leben. Es gibt sie im Wasser genauso wie an Land und einige wohnen sogar unterirdisch wie die Maulwürfe. Die verschiedenen Schnecken fressen natürlich auch verschiedene Dinge und die Raspelzunge, die Radula, ist dementsprechend sehr unterschiedlich. Es gibt zum Beispiel giftige Schnecken mit Giftzähnen auf der Zunge, die leben aber alle tief im Meer und fangen Fisch. Und es gibt Schnecken, die gerne Fleisch fressen und deren Zunge deswegen besonders scharfe Zähne besitzt.

Schon gewusst?
Ein wahres Schockmonster ist die Walisische Geisterschnecke - nicht für Gärtner, aber für Regenwürmer: Sie lebt unter der Erde, ist fahlweiß und hat dolchartig gebogene, scharfe Fangzähne im Maul. Der Regenwurm wird gepackt und am Stück verschlungen.
Die Schnecken, die wir im Garten finden, fressen im Allgemeinen alles, was ihnen in die Quere kommt. Heruntergefallene Äpfel, Blätter und Blumen, Zucchini und natürlich am liebsten Salat. Sie kriechen auf ein Blatt hinauf, suchen sich eine besonders leckere Stelle und raspeln den Salat mit der Zunge klein. Gleichzeitig wird die Zunge dabei zu einem kleinen Fließband, das die Nahrung direkt in den Mund hineinschiebt. Praktisch. Und sehr wirkungsvoll.

Wie kommt die Schnecke zu ihrem Haus?

Einige Schnecken bewohnen Häuser - und wie sie dazu kommen, beantwortet dir hier radioMikro-Reporterin Annabelle Zametzer!

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Eine Schnecke als Haustier

Wie sich dieser Kriecher als Haustier macht, verrät dir radioMikro-Reporterin Katja Görg - mit Klick auf den Startknopf!

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Orangefarbene Nacktschnecke (c) dpa





Veronika Baum und Börni Schulz


 
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