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Papier – In China erfunden

Stand: 23.11.2015


Papier, Papier, Papier (c) Stockbyte/Collage: BR
Schreibpapier, Geschenkpapier, Packpapier, Klopapier, Zeitungspapier, Druckerpapier, Malpapier – für fast alles gibt es spezielles Papier.

Gar nicht auszudenken, was wir heutzutage ganz ohne Papier machen würden! Und trotzdem ging es irgendwann auch mal ohne Papier ...

Schreiben ohne Papier

Unsere Vorfahren waren da rund um die Welt sehr einfallsreich. Sie haben ihre Schriftzeichen in weiche Wachs- und Tontäfelchen gedrückt oder in Stein gemeißelt. In Asien haben sie dünne Bambusstreifen aneinandergewebt, oder gleich Stoff genommen und darauf mit Tusche geschrieben. Besonders beliebt war über Jahrtausende Papyrus: Platt geklopfte Stängel der Papyruspflanze wurden kreuzweise übereinandergelegt und dann nochmals zusammengeklopft. Richtiges Papier war das allerdings noch nicht.

Papier - Geboren in China

Schon gewusst?
Pergament ist kein Papier, sondern ganz dünnes Leder. Es ist aus Tierhaut gemacht und war lange beliebter als Papier.
Richtiges Papier wurde um das Jahr 100 herum in China erfunden. Obwohl es eine tolle Erfindung war, entschuldigten sich die Schreiber zuerst sogar beim Empfänger, wenn sie Briefe auf Papier schrieben. "Entschuldige bitte, dass ich nicht auf Seide schreibe!"

Großes Geheimnis

Bis ins 7. Jahrhundert haben die Chinesen das Verfahren zur Papierherstellung streng geheim gehalten. Dann kamen die Araber, haben Teile Chinas erobert und das Geheimnis vom Papiermachen gleich mit. Bis in Europa das erste Blättchen Papier geschöpft wurde, sind nochmals 500 Jahre vergangen.

Papiermachen – Der Fasertrick

So wird Papier aus Holz gemacht: Klick die Lupe!
Am Papierprinzip hat sich bis heute nichts geändert: Man nimmt Pflanzen und zerstampft und zermörsert sie zusammen mit Wasser so lange, bis nur noch ein Brei aus den Fasern der Pflanzen übrig ist. Damit sich dieser Faserbrei zu einem schönen Blatt verfilzt, schöpft man mit einem feinen Sieb eine dünne Schicht heraus, rüttelt den Brei ein bisschen – dabei verhakeln sich die winzig kleinen Fasern miteinander – und dann lässt man ihn auf saugfähigen Unterlagen trocknen. Damit es ein schön glattes Blatt wird, presst man es und glättet es ganz am Schluss nochmals.

Alles vollautomatisch

Schon gewusst?
Das beste Papier wird aus Lumpen gemacht: Hadernpapier. Es kann Jahrhunderte alt werden, ohne zu zerbröseln. Statt nur Pflanzenfasern nimmt man dazu noch zerfaserte Lumpen.
Die ersten Papiermaschinen arbeiteten im 19. Jahrhundert.

Bis dahin war das Papier für jede Buchseite, für jede Zeitung, jeden Brief, jede Notiz handgeschöpft. Blatt für Blatt.

Auf alle Menschen der Welt umgerechnet verbraucht heute jeder Mensch 250 Kilo Papier im Jahr. Früher waren es nur wenige Gramm.

Wie gut, dass man heutzutage Papier wiederverwerten - also "recyceln" kann! - Wie das geht? Klick den Pfeil!


Anja Mösing und Pia Dangelmayer

 
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