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Augen, Nase, Mund, Ohren - Geschickt angeordnet

Stand: 14.04.2016


Monster AG (c) dpa
Manche Monster müssen auch mit einem Auge auskommen - sowie Mike aus der Monster-AG.
Hast du schon mal ein Monster gesehen? Vielleicht hatte es vier Augen, um gleichzeitig in alle vier Himmelsrichtungen zu gucken, zwei Nasen, um mit und gegen den Wind die Fährte seines Opfers aufzunehmen, acht oder mehr Ohren, um auch das leiseste Geräusch zu hören und zwei riesige Mäuler, um zwei Leute auf einmal zu fressen ... Hiiilfeee!

Bei uns Menschen ist das ja immer gleich: Wir haben zwei Augen, zwei Ohren, zwei Nasenlöcher und einen Mund. Aber ein zweiter Mund könnte ganz schön praktisch sein: Während der eine Mund Spaghetti isst, könnte der andere genüsslich einen Schokopudding verdrücken. Man könnte auch problemlos beim Essen reden – ohne dass es gleich heißt: "Man spricht nicht mit vollem Mund!" Andererseits müssten sich die beiden Münder auch immer einig sein, wer jetzt reden darf. Bestimmt wollen beide quasseln – das wäre sicher ganz schön anstrengend!

Mund (c) Image Source
Warum wir nur einen Mund haben, ist schwer zu erklären. Die Natur folgt ja beim Bau des Menschen uralten Bauplänen. Diese Baupläne sind im Großen und Ganzen seit Jahrmillionen immer gleich. Und in diesem Bauplan ist es einfach nicht vorgesehen, dass der Mensch zwei Münder hat! Es hätte einfach keinen Sinn ...

Sehen, wo vorn und hinten ist

Aber es gibt eine Erklärung, warum wir Augen, Ohren und Nasenlöcher jeweils in zweifacher Ausführung besitzen. Nur mit zwei Augen können wir sehen, wie weit ein Gegenstand von uns entfernt ist, also "räumlich sehen". Das kann man ganz leicht ausprobieren: Kneift man abwechselnd ein Auge zu, dann springt ein Gegenstand, der vor uns steht, ganz leicht hin und her. Jedes Auge sieht den Gegenstand ja aus einem leicht anderen Blickwinkel. Aus diesen unterschiedlichen Bildern errechnet das Gehirn nun ein einziges – räumliches beziehungsweise "dreidimensionales" – Bild.

Hören, woher das Geräusch kommt

Zwei Ohren haben wir, damit wir orten können, woher ein Geräusch kommt. Also nicht nur, dass ein Auto kommt, sondern auch aus welcher Richtung sich das Auto nähert. Kommt es von links, hört das linke Ohr das Brummen einen winzigen Bruchteil einer Sekunde eher als das rechte Ohr.

Besser atmen und popeln

Kanzler (c) dpa
Auch ein Kanzler muss mal popeln - und freut sich dann über seine zwei Nasenlöcher.
Aber warum haben wir zwei Nasenlöcher? Das ist doch unnötig! Später laufen die beiden Kanäle doch wieder zusammen. Schließlich haben wir nur eine Luftröhre. Stimmt. Aber erstaunlicher Weise wechseln sich die beiden Nasenlöcher beim Atmen ab: Auch das kann man ausprobieren. Zuerst das linke Nasenloch zuhalten und bei geschlossenem Mund durch das rechte ein- und ausatmen. Dann das rechte zudrücken und durch die linke Nasenöffnung atmen. Na? Gemerkt? Durch das eine Nasenloch fließt die Luft leichter als durch das andere. Ein paar Stunden später ist es genau umgekehrt.

Eine Erklärung für diesen "Kanalwechsel" haben die Forscher noch nicht gefunden. Eine Idee ist, dass die Nasenlöcher ja schwer arbeiten: Schließlich reinigen sie die Atemluft und wehren gleichzeitig Krankheitserreger ab. Da tut es gut, wenn man sich immer mal wieder ausruhen kann – und der andere Nasenkanal arbeitet. Aber das ist nur eine Vermutung. Ich denke, die Natur weiß schon, warum sie uns mit zwei Nasenlöchern ausgestattet hat: Sonst würde man ja beim Popeln ersticken!


Veronika Baum


 
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