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Glühwürmchen - Fliegende Lampen

Stand: 15.07.2015


Glühwürmchen (c) colourbox




Anfang Juni kann man sie in der Dämmerung an Waldrändern, Büschen und in hohem Gras sehen: Glühwürmchen, kleine leuchtende Pünktchen, die vor einem in der Luft herumtanzen. Die allermeisten kann man um den 24. Juni herum beobachten. Das ist der Johannistag und deswegen nennt man die häufigste Glühwürmchen-Art, die es bei uns gibt, auch Johanniswürmchen.

Warum leuchten Glühwürmchen?

Es gibt gut 2.000 Glühwürmchen-Arten weltweit. Alle hat radioMikro-Reporter Johannes Keller noch nicht gesehen, trotzdem kennt er sich gut mit den leuchtenden Tierchen aus.

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Kleine gelbgrüne Pünktchen, die in der Luft tanzen

Ein Glühwürmchen-Männchen (c) dpa
Eine Zeichnung von einem Glühwürmchen-Mann ...
In Wirklichkeit sind es natürlich nicht bloß Pünktchen, sondern Käfer bei der Paarung. Vögel pfeifen ihre Lieder und Glühwürmchen, die leuchten und finden sich auf diese Weise. Und je nach Glühwürmchen-Art kann das Leuchten ganz verschieden sein: Ein helles Licht, ein Blinken, ein Punktmuster. So finden sie sicher den richtigen Partner.

Die Weibchen krabbeln (manche Arten können auch fliegen) dafür an warmen Sommerabenden auf hohe Grashalme und leuchten von dort. Die Männchen fliegen nicht sehr hoch über dem Boden und suchen nach ihnen.

Wenn die Männchen das Licht von einem Weibchen entdeckt haben, schweben sie einen Augenblick über ihm und lassen sich dann fallen.

Haben sie sich gefunden, schalten sie ihr Licht aus und paaren sich im Dunklen.

Ein Glühwürmchen-Weibchen (c) dpa
... und eine von einer Glühwürmchen-Frau.
Das gelbgrüne Licht können sie übrigens ganz selbstständig herstellen. Völlig ohne Strom! Und warm werden sie auch nicht. Deswegen ist auch der Name Glühwürmchen nicht ganz passend. Sie sind nämlich weder Würmer, noch werden sie heiß. Man könnte ein Glühwürmchen in die Hand nehmen und würde keine Wärme spüren.

Unter ihrem Hinterteil haben sie eine Art Leuchtorgan: eine ganz dünne Chitinhaut. Unter der Haut können sie zwei chemische Stoffe miteinander reagieren lassen, so dass sich Licht bildet.

Glühen ist für ein Glühwürmchen nicht schwieriger, als für uns mit den Augen zu klimpern.

Wissenschaftler wissen zwar, wie es funktioniert, aber nachmachen können sie es nicht. Sonst hätte man unsere stromfressenden Glühbirnen schon lange abgeschafft.

Leuchten können übrigens schon die Eier und auch die Larven der Glühwürmchen. Warum? Damit sie nicht gefressen werden! Tatsächlich hat man festgestellt: ein Tier frisst nicht gerne ein anderes, das leuchtet. Denn das sieht gefährlich aus. Das kennt man ja auch von Wespen und Hornissen.

Gefräßige Larven

Über 2.000 Arten
Über 2.000 Arten von solchen Leuchtkäfern gibt es auf der ganzen Welt.

In den Tropen leuchten manche sogar so hell, dass man bei ihrem Licht nachts Zeitung lesen kann.
Die Glühwürmchen-Larven sind ganz gefräßige Räuber. Sie müssen sich einen Energievorrat anfressen, um sich später verpuppen und zu einem Leuchtkäferchen werden zu können. Denn die erwachsenen Glühwürmchen fressen nicht mehr, sie zehren dann von diesem Vorrat. Und der muss reichen, um gut zwei Wochen zu glühen, sich zu paaren und Eier ablegen zu können.

Die Glühwürmchen-Larven in Deutschland fressen übrigens nur Schnecken.

Johannes Keller, Anja Mösing und Simone Wichert

 
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