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Salz - Das weiße Gold

Stand: 15.09.2014


Salz © dpa
"Ist die Suppe versalzen, ist der Koch verliebt" – heißt es. Weil er oder sie in Gedanken eben nur beim Liebsten ist ... Wenn das Essen versalzen ist, fällt uns das natürlich auf. Aber sonst? Heute ist Salz leicht zu bekommen und so billig, dass wir vergessen haben, dass noch bis vor etwa einhundert Jahren eines der begehrtesten Güter der Menschen war. Salz galt als Geschenk der Götter und um seinen Besitz wurde viel gestritten und gekämpft.

Salz – Würze des Lebens

Salz ist für uns lebensnotwendig. Schließlich sind wir vor Ur-Ur-Urzeiten als Einzeller im weiten Ozean geschwommen. Und das Meer ist ja bekanntermaßen salzig. Deshalb sind wir Menschen vom Salz abhängig. Wer kein Salz isst, wird richtig krank. Weil wir Salz so dringend zum Leben brauchen, sind wir auch ein bisschen süchtig nach Salz. Ohne Salz schmeckt unser Essen einfach fad ...

Getragen vom Toten Meer © dpa
Im Toten Meer ist soviel Salz, dass man das Gefühl hat zu schweben.
Als die Menschen sesshaft wurden, erkannten sie, wie wichtig für sie und ihre Tiere Salz war. Wer an der Meeresküste wohnte hatte es leicht. Dort gibt es Salz in Hülle und Fülle. Schon die alten Römer versuchten mit Salzgärten den begehrten Stoff aus dem Meerwasser zu gewinnen. Dafür legten sie flache Becken mit Meerwasser an: Die Kraft der Sonne saugt das Wasser langsam auf und in den ausgetrockneten Becken bleibt das Salz zurück.

Aber auch im Landesinneren haben die Menschen ihre Siedlungen ganz gezielt in der Nähe von Salzlagerstätten gegründet. Das vermutlich erste Salzbergwerk nahm schon vor etwa 3000 Jahren bei Hallstatt, in den österreichischen Alpen, seinen Betrieb auf. Um an Salz zu kommen, musste man tief in die Erde graben. Damals wussten die Menschen noch nicht, dass es fast überall in der Erde Salz gibt. Mühsam wurde das Salz über weite Handelswege durch ganz Europa transportiert. Salz war so kostbar, dass die Römer ihren Soldaten als Lohn eine Ration Salz auszahlten.

Salz – als Kühlschrank-Ersatz?

Wie das geht, steht hier - klick auf den roten Pfeil!

Salz – das "weiße Gold"

Salz war so wertvoll wie Gold. Und mancher Adelige hat sich im Mittelalter mit dem Salzhandel tatsächlich eine goldene Nase verdient. Herzöge, Fürsten und Könige wurden sehr reich, indem sie einfach Geld verlangten, wenn ein mit Salz beladenes Schiff in ihrem Hafen anlegen oder ein mit Salz beladener Wagen ihre Straße passieren wollte.

Ohne Salz gäbe es auch München nicht! Vor fast neunhundert Jahren führte nämlich eine wichtige Salzstraße ein paar Kilometer an München vorbei. Dort war eine Brücke über die Isar. Wer die Brücke passieren wollte, musste Zoll, also eine bestimmte Menge Geld, zahlen. Heinrich der Löwe zerstörte nun einfach diese Brücke und baute bei der kleinen Siedlung München seine eigene Brücke und leitete die Salzstraße durch München. Jetzt kassierte er das Geld und schon bald entwickelte sich die kleine Siedlung zu einer bedeutenden Salzhandelsstadt.

Wie ist das mit dem Salz?

Wie viel davon ist noch gesund für uns und ab welcher Menge ist es ungesund? Und wie ist das bei Tieren? Das hat radioMikro-Reporter Börni Schulz herausgefunden - klick den Startknopf!

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Salzherstellung heute:
In der Saline Bad Reichenhall wird seit vielen Jahren Salz hergestellt und zwar aus der sogenannten Sole. Sole ist nichts anderes als ein Gemisch aus Wasser und Salz. Die Sole kommt tief aus der Erde. Mit großen Pumpen wird sie über 100 Meter nach oben befördert. Das geschieht im Bergwerk im benachbarten Berchtesgaden sowie in einem Stollen in Bad Reichenhall.

Wie aus der Sole Salz wird erfährst du hier.
Heute werden weltweit fast zweihundert Millionen Tonnen Kochsalz pro Jahr produziert. Allerdings wird das meiste davon nicht gegessen, sondern in der chemischen Industrie zum Beispiel für die Herstellung von Waschmittel verwendet. Aus dem wertvollen "weißen Gold" ist ein Billigprodukt geworden, das im Winter sogar auf unseren Straßen landet...


Veronika Baum und Susanne Michael

 
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