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Sprachen - Wie viele gibt es?

Stand: 15.04.2014


Kinder (c) Getty Images
Auf der Welt werden zwischen 2.500 und 3.500 verschiedene Sprachen gesprochen.

Genau weiß man das allerdings nicht, denn die Sprachforscher kennen längst nicht alle. In der Südsee zum Beispiel gibt es auf den vielen kleinen und abgelegenen Inseln Sprachen, von denen wir nur sehr wenig wissen.



Schon gewusst?
Um die Sprachen der Erde besser erforschen zu können, teilen die Wissenschaftler alle Sprachen in Familien ein, in so genannte Sprachfamilien. In einer solchen Sprachfamilie werden alle Sprachen zusammengefasst, die irgendwann in der Vergangenheit einen gemeinsamen Ursprung haben. Deswegen haben die Sprachen einer Familie Gemeinsamkeiten. So wie der Enkel dem Großvater gleicht - möglicherweise hat er vom Opa die Nase geerbt - so ähneln sich Sprachen.


Familien-Beweise

Die meisten europäischen Sprachen gehören zur indogermanischen Sprachfamilie. Einige aber fallen aus der Rolle. Dazu gehören zum Beispiel das Ungarische und das Finnische. Obwohl die Ungarn und die Finnen rund 3.000 Kilometer voneinander entfernt leben, sind ihre Sprachen doch miteinander verwandt. Das ist der Beweis dafür, dass Ungarn und Finnen irgendwann in der Vergangenheit einmal zusammengehört haben.

Latein oder Japanisch - Familiensache!

Die meisten der etwa 33 europäischen Sprachen gehören zur indogermanischen Sprachfamilie: Tschechisch, Russisch und Griechisch genauso wie Englisch, Französisch und Deutsch. Auch Latein gehört dazu. Und deswegen fällt es uns viel leichter, Englisch zu lernen oder Italienisch als zum Beispiel Japanisch. Denn Japanisch gehört zu einer ganz anderen Familie, funktioniert nach ganz anderen Regeln und hat eine komplett andere Schrift.

Einwanderer in die deutsche Sprache

Sprachen sind etwas Lebendiges. Sie verändern sich ständig. Auch die deutsche Sprache war nicht immer so wie heute: Das Deutsch zum Beispiel, das im Mittelalter gesprochen wurde, würden wir heute kaum noch verstehen. Dass die Sprachen sich laufend verändern, liegt an den Menschen, die sie sprechen. Je nach Mode wollen sie Wörter plötzlich anders aussprechen, finden manche Wörter nicht mehr wohlklingend und je mehr die Menschen in der Welt herum kommen, desto mehr übernehmen sie auch Wörter aus anderen Sprachen. Wie das ging, dass Wörter Stück für Stück ins Deutsche eingewandert sind, verrät dir radioMikro-Reporter Joachim Thiel. Klick dafür den kleinen Startknopf!

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Deutsch, Englisch – Denglisch?

Do you speak English? Blöde Frage – seit Englisch Weltsprache ist, kommt man daran kaum mehr vorbei. Man braucht es in der Arbeit, spricht es im Urlaub und lernt es in der Schule. Aber wenn englische Wörter sich ins Deutsche einschleichen, finden das viele Leute gar nicht mehr gut. "Downloaden", "Emails checken" und einfach mal "auf Facebook chillen"? Das ist doch kein richtiges Deutsch mehr. "Denglisch" nennen die Leute diese Mischung aus beiden Sprachen und rümpfen dabei ein bisschen die Nase.

Bei dem ganzen Sprachen-Mischmasch befürchten sie nämlich, dass alte deutsche Wörter verloren gehen und junge Menschen irgendwann kein richtiges Deutsch mehr können. Und wenn man ganz ehrlich ist: zu viele englische Wörter in einem deutschen Satz klingen ja auch nicht mehr gut.
Manche englischen Wörter haben aber im Lauf der Zeit eine eigene Bedeutung bei uns bekommen. Ein "Shop" ist eben irgendwie doch was anderes als ein "Laden". Und wenn man einige englische Wörter doch zu ersetzen versucht, dann klingt das ganz schön komisch: Wer würde statt "Skateboard" schon "Rollbrett" sagen?

Was klingt besser?

Basketball (c) dpa
Basketball oder Korbball?
Hund mit Pullover (c) dpa
Pullover oder Überzieher?
Skateboarder (c) dpa
Skateboard oder Rollbrett?
 

Angefangen hat das mit dem "Denglisch" nach dem Zweiten Weltkrieg – also vor fast 70 Jahren. Damals kamen viele Neuheiten aus Amerika zu uns und mit ihnen ihre Namen, zum Beispiel Sportarten wie Baseball oder Basketball. Wer amerikanische Musik hörte und amerikanische Produkte kannte, der war auf der Höhe der Zeit.

Bis heute hat sich daran wenig geändert – kein Wunder, wenn sich da auch in unsere Muttersprache das ein oder andere englische Wort einschleicht. Im Lauf der Zeit passt es sich immer mehr an unsere Sprechweise an und irgendwann denkt niemand mehr daran, dass zum Beispiel der gute alte Pullover ursprünglich vom Englischen "pull over", also "überziehen" abstammt.

Englisch ist einfach irgendwie "in". Deswegen kommen wahnsinnig viele "coole" Wörter, die man auf dem Schulhof brauchen kann, heute aus dem Englischen. Zum Beispiel "chillig": Das kommt von "abkühlen" auf Englisch und bedeutet irgendwie auch "entspannt" und "cool". Deine Eltern würden dieses Wort vermutlich nicht benutzen. Jugendsprache nennt man eben auch die Sprache, die eigentlich nur junge Leute verwenden. Allerdings gibt es in der Spezialsprache nicht nur englische Worte. Was gerade "angesagt" ist, verändert sich über die Jahre. Vor mehr als 100 Jahren war sogar mal Latein "in" und auch manche Tiere sind Vorbilder für Jugendwörter gewesen. Lass dich von radioMikro-Reporterin Silke Schmidt-Thrö in heutige und vergangene Moden der Jugendsprache einführen!



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Es ist ja übrigens auch so, dass nicht nur wir uns Wörter aus anderen Sprachen leihen. Auch deutsche Schnipsel sind in anderen Sprachen sehr wohl zu finden. So sagen Amerikaner, Italiener und Lateinamerikaner zum Kindergarten zum Beispiel genau das: "Kindergarten".



Wie Sprachen klingen

Allerdings sprechen Amerikaner, Italiener und Lateinamerikaner "Kindergarten" in ihrer jeweiligen Sprache immer ein bisschen anders aus. Denn jede Sprache hat ihren eigenen typischen Klang – das hat den Vorteil, dass man eine Sprache beim Hören oft mühelos erkennen kann, selbst wenn man sie gar nicht spricht.

Andererseits hat man den Nachteil, dass man den Klang der eigenen Sprache nur schwer los wird: Wenn wir Deutschen zum Beispiel Englisch sprechen, hört man oft heraus, woher wir ursprünglich stammen. Der deutsche Klang bleibt irgendwie ein bisschen drin, auch wenn wir englische Wörter sagen.

Der Klang von Sprachen unterscheidet sich in vielen Dingen: Es gibt schnelle und langsame Sprachen, höhere und tiefere, Sprachen bei denen man eher eintönig spricht und solche, die fast ein bisschen gesungen klingen. Außerdem hat jede Sprache typische Laute, die viele andere nicht benutzen: Im Englischen zum Beispiel das weit hinten gerollte R. Im Türkischen hören wir besonders viele Üs und Ös. Und Französisch hat viele As und Us und überhaupt viele weiche Laute.

Sprachwissenschaftler gehen davon aus, dass genau dieses Weiche ein Grund ist, warum sooo viele Menschen gerne Französisch hören.


Du willst auch Fremdsprachen lernen? Hier kannst du reinhören, wie verschiedene Sprachen klingen. Klick dich durch unsere Mini-Sprachkurse!



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Börni Schulz, Kerstin Öchsner und Silke Schmidt-Thrö

 
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