|
|
Ostern - Woher kommt der Osterhase?
In der Zeit um Ostern gibt es Hasen und Eier an allen Ecken und Enden. Hasen und Eier sind das Zeichen der Fruchtbarkeit, das passt gut zum Frühjahr. Der Winterschlaf der Tiere ist vorbei, neue Blumen blühen und Tiere bekommen bald Babys. Genauso wie der Hase, denn er bekommt bis zu 20 Hasenkinder im Jahr.
Schon vor vielen Jahrhunderten war es zu Ostern Brauch in der Kirche Speisen und auch Eier weihen zu lassen. Irgendwann fing man dann an, diese Eier zu verstecken und sie von Kindern suchen zu lassen. Anfangs erzählte man noch, dass es der Fuchs, der Esel oder der Kuckuck sei, welcher die kleinen Geschenke bringe. Aber irgendwann setzte sich der Hase durch. Seitdem ist er es, der die Eier und die Geschenke bringt (zumindest wird das den Kindern so erzählt).
Oster-Schoko-Hasen
Die meisten Schokoladenhasen werden in großen Fabriken hergestellt, aber es gibt ein paar wenige kleine Bäcker und Konditoren, die die Osterhasen aus Schokolade von Hand machen, jeden einzeln. Radio-Mikro-Reporterin Geli Schmaus war in der Bäckerei Mittelbach in Berching. Dort stehen vor Ostern jeden Tag Frauen in der Konditorstube, die Hasen machen. Und das geht so:
Zuerst braucht man natürlich Schokolade, weiße, schwarze oder braune wie diese hier.
Die Schokolade hier im Schälchen wird benutzt, um den Hasen Augen oder Rucksäcke oder weiße Eier auf den Rücken zu malen.
Mit einem ganz einfachen Pinsel!
Die Augen und anderen Verzierungen werden in diese Formen hinein gemalt.
Man muss sie zu Beginn aber erst mal sehr, sehr sorgfältig mit Watte ausreiben, damit kein Fett in der Form ist und die Hasen am Schluss nicht kleben bleiben. Und man keine Fingerabdrücke sieht!
Die Vorder- und Rückseite wird durch die Metallklammern zusammen gehalten, denn es sollte kein Tropfen Schokolade heraus laufen.
Außerdem bekommt der Hase sonst eine "Naht", und die soll man ja nicht sehen.
Lecker schmecker: In diesem Wärmebad, in dem etwa 30 Kilogramm Schokolade vor sich hin schmelzen, wird die Füllschokolade warm gehalten.
Je nach Farbe will es die Schokoladenmasse unterschiedlich warm haben. Diese Vollmilchschokolade muss genau 32 Grad warm sein, sonst sieht sie am Schluss nicht braun sondern grau und streifig aus.
Weiße Schokolade muss ca. 26 oder 27 Grad warm sein, Milchschokolade 30-32 Grad und die dunkle Schokolade braucht 34 Grad.
Die geklammerte Form wird nun kopfüber in den warmen Strahl Schokolade gehalten und bis zum Rand voll gefüllt. Danach leert die Bäckerin die Schokolade wieder aus und die erste "Haut" trocknet ca. 15 Minuten.
Dann wird die Prozedur wiederholt, damit die Hasenhaut schön dick wird und nicht gleich zerbricht. Die Hasen werden dann auf das Gitter zum Abtropfen gestellt.
Nun ist der Hase voll: die weiß und schwarz gemalten Augen waren schon drin, bevor die warme Schokolade hinein gefüllt wurde, das sieht man jetzt besonders gut.
Jetzt wartet man ca. 15 Minuten bis sich die Schokolade von der Form ein bisschen ablöst.
Dann werden die Klammern abgezogen und der Hase wird vorsichtig heraus gelöst.
Was der Hase noch nicht hat, ist ein Boden. Also streicht man flüssige warme Schokolade auf ein Backpapier und setzt den Hasen einfach mitten rein.
Auch das trocknet wieder einige Minuten und dann wird der Hase vorsichtig herunter geknickt.
Nur den Boden bleibt an ihm kleben.
Nun noch ganz vorsichtig, möglichst ohne ihn anzufassen, mit einem Messer die Spuren der beiden Formen abkratzen ...
... und dann: Guten Appetit!
Geli Schmaus und Kristina Dumas
|
 |
|
|