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Cowboy und Indianer - Im Wilden Westen

Stand: 02.08.2013


Wilder Westen – War der wirklich wild?

Cowboy-Stadt (c) dpa
Wilde Cowboys schießen ständig - oder?
Endlose Steppe, ein paar Büffel, ab und zu mal ein Kaktus und zwischendrin jede Menge Indianer und Cowboys, die sich ständig gegenseitig verprügeln!

So sieht es im Wilden Westen aus – zumindest im Film! Und der echte Wilde Westen, war der ganz anders? War der vielleicht gar nicht wild?

Und wie war das mit den Cowboys und Indianern?

Wo war der "Wilde Westen"?

Wer vom "Wilden Westen" spricht, meint damit eine bestimmte Zeit und ein ganz bestimmtes Gebiet in den USA: Der Mittlere Westen im 18. und 19. Jahrhundert. Vom großen Fluss Mississippi im Osten bis zu den Rocky Mountains im Westen zieht sich die steppenartige Landschaft, deshalb nennt man sie auch "The Great Plains" (die große Ebene).

Für die Siedler, die den Kontinent in Richtung Westen durchquerten, war der Mittlere Westen oft eine richtige Härteprobe: In der sengenden Sonne mussten sie mit ihren Planwagen durch das dürre Gebiet holpern, in der Hoffnung sich nicht zu verfahren und genügend Wasser dabei zu haben.

Land der Büffel
Der Mittlere Westen war wirklich das Land des Büffels. Über 32 Millionen Büffel sollen hier einmal gelebt haben, und sie dienten vor allem den Indianern als Lebensgrundlage: Das Fleisch wurde gegessen, die Haut diente als Decke und Dach der Tipis und aus den Knochen schnitzten sie Waffen und Werkzeuge.

Als in den 1860er-Jahren die Eisenbahn in Amerika gebaut wurde, begannen die weißen Siedler die Büffel zu jagen, um die Arbeiter mit frischem Fleisch versorgen zu können. Aber selbst, als die Eisenbahn fertig gebaut war, endete die Jagd nicht: Sie war zu einer Art Hobby geworden: Büffel wurden sogar aus der fahrenden Eisenbahn heraus geschossen. Die Kadaver hat man einfach liegen gelassen.

Nicht nur, dass die Büffel dadurch in Amerika fast ausgerottet worden wären, auch den Indianern wurde dadurch ihr wichtigstes Nahrungsmittel genommen.


Wilde Indianer?

Büffel überall (c) dpa
Tausende von Büffel - hier im Film "Der mit dem Wolf tanzt" mit Kevin Costner.
Der Mittlere Westen war jedoch kein unbewohntes Gebiet. Schon jahrhundertelang lebten verschiedene indianische Stämme (Sioux, Blackfeet, Crows, Cheyenne) dort und hatten ihren eigenen Lebensraum aufgebaut. Für die weißen Siedler waren die Indianer jedoch "Wilde" - sie kleideten sich anders, sie sprachen anders und sie lebten und wohnten anders. Vor allen Dingen aber fürchteten die Siedler die Indianer, die natürlich ihren Lebensraum gegen die Eindringlinge verteidigten.

Überfälle von Indianern auf Siedler waren jedoch relativ selten – die Gefahr, zu verdursten war für die weißen Siedler viel größer.

Der erste Cowboy war ein Indianer

Cowboy (c) Getty Images
Cowboy war kein Traumberuf.
Genauer: ein versklavter Indianer. Kurz nachdem Christoph Kolumbus Amerika entdeckt hatte, begannen die Spanier diese "Neue Welt" zu besiedeln und zu erforschen. Damit sie dabei immer genug zu essen hatten, luden sie Rinder, Schweine und Schafe auf ihre Schiffe. Versklavte Indianer hatten dabei die Aufgabe, das Vieh auf dem Schiff zusammenzuhalten. Vieh zusammenhalten – das ist Cowboy-Arbeit. Also waren die ersten Cowboys Indianer.

Später – als von Texas aus riesige Rinderherden nach Norden getrieben wurden, um dort teuer verkauft zu werden – waren Indianer unter den Cowboys. Sie konnten besonders gut mit Pferden umgehen und galten daher als gute Arbeitskräfte.

Cowboy war aber ganz bestimmt kein Traumberuf. Die meisten wurden Cowboys, weil sie einfach keine andere Arbeit fanden.
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Tina Gentner, Silke Wolfrum

 
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