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Zweiter Weltkrieg und Drittes Reich

Stand: 23.06.2009


Die Gedächtniskirche in Berlin © dpa
Die zerstörte Gedächtniskirche in Berlin ist heute ein Mahnmal gegen den Krieg.
Bis heute kann man die Spuren, die der Zweite Weltkrieg und das Dritte Reich in Deutschland hinterlassen haben, sehen:

Immer wieder werden Bomben gefunden und entschärft, die noch aus dem Weltkrieg stammen und manch großem Bauwerk sieht man die Zerstörung aus dem Krieg auch noch an. An vielen Stellen in Deutschland kannst du sogar noch einen Blick auf die Mauer werfen, die unser Land teilte; auch eine Folge des Zweiten Weltkriegs.

Um zu verstehen, wie es zum Zweiten Weltkrieg kam, muss man auch ein bisschen über den Ersten Weltkrieg bescheid wissen. Übrigens: "Weltkriege" werden beide genannt, weil Länder von mehreren Erdteilen daran beteiligt waren.

Deutschland vor dem Zweiten Weltkrieg

Nachdem Deutschland 1918 den Ersten Weltkrieg verloren hatte, wurden die Deutschen im "Vertrag von Versailles" für schuldig am Krieg befunden. Dies bedeutete, dass Deutschland Kriegsschulden zurück zu zahlen hatte und Länder und Kolonien zurück geben musste. Eine große Zahl von Deutschen fühlte sich ungerecht behandelt. Außerdem verloren viele Menschen ihre Arbeit und hatten wenig Geld. Viele waren daher unzufrieden und sehnten sich nach einem starken Politiker, der Deutschland wieder Wohlstand und Reichtum bringen würde.

Hitler und Goebbels © dpa
Adolf Hitler und sein Propaganda-Minister Joseph Goebbels lassen sich verehren.
Das Dritte Reich

Adolf Hitler nutzte die Not der Menschen aus und versprach ihnen genau das, was sie hören wollten: Arbeit und Wohlstand, aber auch Ansehen in der Welt.

1933 wurde er zum Reichskanzler gewählt und begann den deutschen Staat nach seinen Interessen zu einer Diktatur um zu bauen.




Wenn du noch mehr über Hitlers Leben wissen willst, klick hier:

Diktatur
In einer Diktatur herrscht einer oder ein paar wenige über viele. Von 1933 bis 1945 regierte Hitler in Deutschland als Diktator. Er machte sich zum "Führer": Er konnte Gesetze erlassen und durchsetzen, ohne dass er die Zustimmung der Abgeordneten brauchte. Politische Gegner wurden verfolgt und oft eingesperrt und getötet.
Bis auf die Partei, der er selbst angehörte, die "Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei" (NSDAP), verbot er alle Parteien und Gewerkschaften. Er machte Juden und Andersdenkende für die Armut und Arbeitslosigkeit verantwortlich, obwohl die genauso wenig für die Situation in Deutschland konnten wie alle anderen Bürger. Vor allem Juden durften ihren Beruf nicht mehr ausüben, wurden verfolgt und in so genannte Konzentrationslager (KZ) gebracht und dort getötet.

Hier erfährst du mehr über Konzentrationslager:


Drittes Reich
Drittes Reich nennt man die Regierungszeit Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten. Als Erstes Reich bezeichneten sie selbst das Heilige Römische Reich Deutscher Nation (962-1806), das Zweite Reich wurde das deutsche Kaiserreich, man sagt auch Hohenzollenreich, von 1871- 1918 genannt. In beiden Fällen steht der Name für ein mächtiges Deutschland, und weil die Nazis vor allem wollten, dass Deutschland wieder machtvoll werde, nannten sie ihre Regierungszeit Drittes Reich.


Die Ideologie, das bedeutet die Idee, nach der Hitler Deutschland regierte, nennt man Nationalsozialismus.

Der Zweite Weltkrieg

Zerbombtes München © dpa
Die zerbombte Innenstadt Münchens.
Durch einen Krieg wollte Hitler ehemals deutsche Gebiete zurück erobern. Deshalb ließ er 1939 Polen angreifen und weitete bald den Krieg auf weitere Länder aus. Der Krieg dauerte fast sechs Jahre und erstreckte sich beinahe auf die ganze Welt. Während in Europa Deutschland und Italien gegen fast alle anderen europäischen Staaten und Russland kämpften, griff in Asien Japan eine Vielzahl von Ländern an.

Man kann sagen, dass die Welt zweigeteilt war: Auf der einen Seite kämpften die so genannten "Achsenmächte" (Deutschland unter Adolf Hitler, Italien unter Benito Mussolini und Japan unter Kaiser Hirohito) und auf der anderen Seite die "Alliierten" (das heißt "Verbündete" und zu ihnen gehörten Großbritannien, Frankreich und die meisten anderen europäischen Länder sowie Russland, China und die USA).

In Europa endete der Zweite Weltkrieg mit der Besetzung Deutschlands durch die Alliierten 1945, woraufhin Hitler Selbstmord beging. In Asien gaben die Japaner auf, als die Amerikaner im August 1945 Atom-Bomben auf Hiroshima und Nagasaki warfen.

Insgesamt starben durch den Zweiten Weltkrieg über 50 Millionen Menschen, ganze Städte wurden zerstört und Millionen von Menschen verloren ihr Zuhause.


Kinder im Dritten Reich

Hitler wollte als Führer nicht nur bewundert und verehrt werden, sondern er verlangte von allen Bürgern absoluten Gehorsam. Deshalb richtete er eine ganze Reihe von Gruppen ein, die die deutschen Kinder nach den Ideen des Nationalsozialismus erziehen sollten. Ab 1936 war es sogar Pflicht, in einer dieser Organisationen Mitglied zu werden.

Jungen gingen zur "Hitlerjugend"

Die Mädchen verbrachten ihre Freizeit im "Bund deutscher Mädel"

Ein Lager für Kinder © dpa
Manche Kinder wurden in großen Lagern untergebracht.
Das Leben als Kind im Zweiten Weltkrieg war in Deutschland sehr unterschiedlich. Vor allem Kinder in größeren Städten waren ständig Bombenangriffen ausgesetzt und konnten kein normales Leben mehr führen: Es war zu gefährlich draußen zu spielen, zu gefährlich in die Schule zu gehen, manchmal sogar zu gefährlich in der Wohnung zu sein. So mussten sie viel Zeit im Luftschutz-Bunker unter den Häusern verbringen.


1940 befahl Hitler, dass Kinder, die in besonders gefährlichen Gebieten lebten, in ruhigere, meist ländlichere Gegenden verschickt werden sollten. Dies nannte man Kinder-Landverschickung.


Hier erfährst du mehr über die Landverschickung:

Nachkriegszeit in Deutschland

Nachkriegszeit in München (c) dpa
Auch München war zerbombt nach dem Krieg.
Und auch wenn das Kriegsende eine gute Nachricht war. Bei den meisten Menschen, die den Krieg überlebt hatten, waren Trauer und Not groß. Auch Bayern war zerstört: Häuser, Wohnungen, Fabriken, Geschäfte, Krankenhäuser und Schulen – ganze Stadtteile lagen in Schutt und Asche - und übrig waren nur Ruinen. Viele Menschen hatten ihr Zuhause verloren und mussten hungern. Doch das Schlimmste was passieren konnte war, wenn einer aus der Familie den Krieg nicht überlebt hatte. Unzählige Väter, Großväter, Brüder und Onkel waren im Krieg ums Leben gekommen oder saßen in anderen Ländern in Gefangenschaft. Viele Kinder hatten sogar beide Elternteile verloren, und waren nun Waisenkinder. Und kaum war der Krieg vorbei, begann auch schon der Wiederaufbau – denn das Leben musste weitergehen. Und wer überleben wollte, wusste sich auch in den größten Notzeiten zu helfen. Schließlich brauchten die Menschen wieder Wohnungen, Krankenhäuser und Geschäfte – und Schulen für die Kinder! Viele Kinder hatten nämlich monatelang keinen Unterricht mehr gehabt. Entweder hatten die Lehrer gefehlt, weil sie im Krieg waren, oder es gab keine Klassenzimmer mehr, da sie zerbombt waren. Manche waren auch als Krankenstation oder Flüchtlingslager genutzt worden. Erst gegen Ende des Jahres 1945 wurden die meisten Schulen wieder geöffnet. Allerdings war damals vieles ganz anders als vor dem Krieg. Die Klassen waren auf einmal größer, mit teilweise 50 Schülern, und viele Lehrer waren gar nicht ausgebildete Lehrer, sondern unterrichteten nur als Ersatz. Zum Beispiel Klosterschwestern und junge Frauen.

Geteiltes Land

Die Mauer trennte Ost von West © dpa
Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Welt gespalten: Auf der einen Seite war der Westen, zu dem die USA, Europa und der westliche Teil Deutschlands gehörte. Auf der anderen Seite entstand der so genannte "Ostblock", das war die Sowjetunion und der Osten Deutschlands. Die Grenze zwischen Ost und West verlief durch Deutschland, und war in Form der Mauer für alle sichtbar. Mehr als 40 Jahre lang führten diese zwei Lager einen so genannten "Kalten Krieg". Erst durch den Fall der Mauer am 9. November 1989 wurde dieser Krieg beendet und Ost- und Westdeutschland konnten endlich wieder ein Land werden.

Tina Gentner

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