Landverschickung

Die Magermilchbande © BR
Die Magermilchbande versucht auf eigene Faust nach Hause zu kommen.
Im Sommer 1940 befahl Hitler, dass Kinder aus besonders gefährdeten Großstädten evakuiert werden sollten, das heißt sie sollten in ein sicheres Gebiet gebracht werden. Hunderttausende Kinder mussten, ob sie wollten oder nicht, ohne ihre Eltern in Züge steigen und an einen fremden Ort fahren. Dort lebten sie für einige Monate oder sogar Jahre bei einer fremden Familie und gingen in die Schule.

Bomben wurden vor allem auf Großstädte geworfen und deshalb glaubte man, dass ländliche Gegenden sicherer seien. So wurden viele Kinder nach Bayern und Baden-Württemberg geschickt. Bis zum Kriegsende lebten rund 3 Millionen Kinder bei fremden Familien oder in Lagern.

Das Bayerische Fernsehen hat eine Serie über diese Zeit gemacht, sie heißt "Die Magermilchbande" und handelt von Kindern, die im Zweiten Weltkrieg verschickt wurden. Sie versuchen gemeinsam wieder nach Hause zu kommen.