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Blindheit - Wie lebt man da?

Stand: 20.01.2016


Brailleschrift (c) picture-alliance/dpa
Aus lauter kleinen Pünktchen besteht die Blindenschrift von Louis Braille!



Wenn im Treppenhaus plötzlich das Licht ausgeht, erschrecken die meisten und suchen schnell den Lichtschalter. Im Dunkeln weitergehen, ohne etwas zu sehen? Lieber nicht ...

In Deutschland leben 155.000 Menschen, die nie etwas sehen können. Sie sind blind. Manche von Geburt an, manche haben als Kinder, manche als Erwachsene eine Krankheit bekommen, wegen der sie nicht mehr sehen können.

Trotzdem machen Blinde fast alles, was Sehende auch machen. Sie gehen zur Schule, sind selber Lehrer, sind Vater oder Mutter von Kindern, sind Sportler - nur selbst Auto fahren, das geht nicht.

Die Brailleschrift für Blinde

Natürlich lesen Blinde auch Bücher - nur eben anders als Sehende. Für sie hat Louis Braille schon 1825 die Brailleschrift erfunden. radioMikro-Reporterin Theresa Volk stellt sie dir vor.

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Schon gewusst?
Um zu erkennen, welche Farbe ein Pulli oder die Socken haben, gibt es für blinde Menschen Farberkennungsgeräte, etwa so groß wie ein Handy. Die halten sie auf ein Kleidungsstück und ein Sprachcomputer sagt dann, welche Farbe es ist. Praktisch!
Gut gespitzte Ohren

Ein blinder Mensch hat ein viel besser trainiertes Gehör als einer, der sehen kann. Klar, er kann sich ja viel besser auf Geräusche konzentrieren. Ein Blinder hört ganz genau, wie weit jemand weg ist, der mit ihm spricht. Sogar ob du ihn anschaust, während du sprichst, oder ob du beim Sprechen an ihm vorbeischaust, kann er hören.

Fühlen und Riechen

Auch auf Gerüche achten Blinde viel mehr, denn sie helfen, Dinge und Wege zu finden. Eine Bäckerei duftet ganz anders als ein Schuhladen. Und die Finger helfen auch, zu sehen: Beim Saft einschenken einfach oben am Rand einen Finger leicht ins Glas ragen lassen, schon ist klar, wann das Glas voll ist. Mal ausprobieren!

Sogar lesen können Blinde mit den Händen: Mit der sogenannten Braille-Schrift, bei der von hinten kleine Punktmuster in das Papier gepresst werden. Man muss nur lernen, welches Muster für welchen Buchstaben steht und schon kann's losgehen.

Ein Märchenbuch für blinde Kinder


Der Zauberer vom leuchtenden Berg (c) Tammy Jajes/Bild: Nadja Neubauer
Wie so ein Märchenbuch für blinde Kinder aussehen könnte, hat sich die Mediendesign-Studentin Tammy Jajes für ihre Abschlussarbeit überlegt. Dafür hat sie mit vier blinden Kindern aus dem Sehbehinderten- und Blindenzentrum in Unterschleißheim zusammengearbeitet: Melih, Laura, Ahmad und Christina sind alle zwischen 12 und 17 Jahren alt.

Die Geschichte vom "Zauberer vom leuchtenden Berg" hat sich eines der vier Kinder ausgedacht und Tammy steuerte die Stoffe und das Material für die Gestaltung der Seiten bei. Bei der Übersetzung der Geschichte in Blindenschrift half ihr eine Lehrerin vom SBZ. Am Ende entstand dann ein sehr schönes Märchenbuch zum Tasten und Anfassen, das aber auch von Kindern (oder Erwachsenen) gelesen werden kann, die sehen können.

radioMikro-Reporterin Nadja Neubauer erzählt dir hier mehr über das Buch und Tammys Arbeit - klick den Startknopf!

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Möchtest du einen Blick in das Buch werfen? Dann klick den Pfeil!

Im Dunkel-Café

radioMikro-Reporterin Kerstin Öchsner hat mit Severin in Nürnberg auf dem "Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne" das "Dunkel-Café" besucht.

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Willi bei einer Augenärztin © BR
Mit Spezialgeräten können Augenärzte unsere Augen untersuchen.
Willi beim Training mit dem Blindenstab © BR
Mit dem Blindenstab zu gehen, muss jeder erst lernen.
Familie Schemm auf ihrem Tandem © BR
Fahrradfahren ist auch blind kein Problem: auf dem Tandem!
 

Blind in der Stadt

Einem Blinden helfen
Auf jeden Fall immer zuerst etwas sagen: "Entschuldigung, darf ich ihnen helfen?" zum Beispiel. Er kann dich ja nicht sehen. Dann kannst du deinen Arm anbieten und so eingehakt kommt ihr prima zusammen zur gesuchten Bushaltestelle, dem Taxistand oder dem Briefkasten.
Mit ihrem weißen Blindenstab können Blinde sogar den Boden hören, auf dem sie gehen:

Gehwegplatten machen ein anderes Geräusch als Straßenasphalt oder Sand. Und wenn sie mit dem Stab über den Boden vor ihren Füßen streichen, fühlen sie den Untergrund auch. So kann man sogar blind durch eine Stadt gehen. Aber man braucht eine große Portion Mut!


Blinde und Sport?

Blindenfußballbundesliga (c) picture-alliance/dpa
Bei der Bundesliga im Blindenfußball!



Natürlich können Blinde auch Sport treiben. Eine ganze Reihe Sportarten sind gut für sie geeignet. Sie können auch Fußball spielen - es gibt sogar eine Blindenfußballbundesliga und eine Nationalmannschaft!

Und bei der Nationalmannschaft im Blindenfußball hat sich radioMikro-Reporter Joachim Thiel umgesehen - klick den Startknopf!

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Willi mit Gerda beim Blindenstabtraining © BR
Willi hat auch eine Sendung über das Blindsein gemacht. Dafür hat er mit einer Augenmaske und einem Blindenstab ausprobiert, wie es sich anfühlt, als Blinder seinen Weg zu finden.

Für Willi war das ganz schön schwierig und ungewohnt!


Anja Mösing, Simone Wichert, Kerstin Öchsner

 
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