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Tastatur – Cleverer Buchstabensalat

Stand: 06.06.2011


PC-Tastatur © dpa
Bravo! Ihr seid auf der BR-Kinderinsel gelandet!

Aber vielleicht sind eure Finger beim Eintippen lange suchend über der Tastatur gekreist?! w-w-w-punkt-b-r-k-i-n-d-e-r-i-n-s-e-l-punkt-d-e. Buchstabensuppe denkt man beim ersten Blick auf die Tastatur! Ein totales Chaos. Vor allem, wenn man mit dem "Zwei-Finger-Suchsystem" schreibt: Da muss man eigentlich jeden Buchstaben einzeln suchen: Das "A" liegt in der mittleren Reihe neben dem "S", das "B" in der unteren zwischen "V" und "N" und das "C" neben dem "X", unter den Buchstaben "D" und "F". Und wer zu lernen versucht, mit allen zehn Fingern zu tippen, hat es zunächst einmal auch nicht viel leichter. Wer zum Teufel ist bloß auf den Gedanken gekommen, einen Buchstaben, den man so häufig braucht wie das "A", ganz links-außen auf der Tastatur anzubringen, sodass man die Taste mit dem völlig ungelenkigen kleinen Finger der linken Hand treffen muss?


Schuld am Chaos: die Schreibmaschine
Die Hebel mit den Buchstaben einer alten Schreibmaschine © dpa Unsere Computertastaturen sind Nachfolger der Schreibmaschinen, die im 19. Jahrhundert erfunden wurden. Die erste einigermaßen handliche Schreibmaschine baute 1868 der amerikanische Buchdrucker und Journalist Christopher Latham Sholes. Auf dieser Schreibmaschine waren die Buchstaben auf der Tastatur schon genau so angeordnet wie heute. Auch wenn es kaum zu glauben ist: Nicht um uns zu ärgern, sondern um möglichst schnell schreiben zu können, landete das "Q" neben dem "W" und das "A" neben dem "S". Wer auf diesen ersten Schreibmaschinen einen Buchstaben zu Papier bringen wollte, brauchte ganz schön viel Kraft. Wenn man auf so einer mechanischen Schreibmaschine eine Taste drückte, setzte sich ein kleiner Hebel in Bewegung und der Buchstabe auf diesem Hebelarm schlug auf dem Papier auf. Nur gab es da ein Problem: Wenn man nebeneinander liegende Tasten zu schnell nacheinander anschlug, verhakten sich die Hebelarme - und anstatt zu schreiben, war man mit dem entwirren der Hebel beschäftigt. Doch Sholes kannte eine wissenschaftliche Studie, in der man herausgefunden hatte, welche Buchstaben besonders häufig aufeinander folgen. Sholes verteilte daraufhin die Tasten so, dass diese häufigen Buchstabenkombinationen in seiner Mechanik möglichst weit auseinander lagen. Daher der Buchstabensalat.


System Qwertz

Dieses System nannte man später in Amerika Qwerty - einfach wie die ersten sechs Buchstaben in der obersten Reihe der Tastatur: Q-W-E-R-T-Y. Unser deutsches System heißt Qwertz: Da im Deutschen der Buchstabe "Z" häufiger auftaucht als das "Y", sind das "Z" und das "Y" auf der Tastatur vertauscht. Außerdem gibt es bei uns am rechten Rand der Tastatur noch die Tasten für die Buchstaben Ö, Ä und das Ü. Jedes Land hat also eine eigene Buchstabenordnung: Die Spanier haben dort wo unser "Ö" liegt, die Taste für einen Buchstaben, den es nur im Spanischen gibt das "ñ" - dieses "N" mit der Schlange darüber. Und bei den Franzosen ist unser "Q" ein "A".


Eine alte Schreibmaschine © Getty Images
Finger verrenken und gewinnen!

Auch wenn es bei uns im Zeitalter des Computers längst keine Hebelarme mehr gibt, die sich verhaken könnten: Wir verrenken uns weiter die Finger.

Vor ungefähr 70 Jahren versuchte der Amerikaner August Dvorak eine einfachere und angenehmere Tastatur einzuführen. Da man ja die Vokale - also die Selbstlaute a, e, i, o, u - und die Mitlaute, die Konsonanten d, h, t, n und s besonders häufig braucht, liegen sie bei dieser Tastatur in der mittleren Reihe. Aber: Obwohl es die Handgelenke schont, Dvoraks System konnte sich nicht durchsetzen. In Schnellschreib-Wettbewerben verlor seine Tastatur nämlich knapp gegen das Qwerty-System.

Wer also erst mal gelernt hat, wo in diesem Buchstabensalat das "A" oder das "K" zu finden sind, kann damit richtig schnell tippen. Viele müssen dabei nicht mal mehr auf die Tasten sehen: Sie wissen "blind" unter welchem Finger welcher Buchstabe liegt. Der Weltmeister im Maschinenschreiben schafft in einer Minute 800 Anschläge, das ist immerhin eine halbe Seite.

Veronika Baum


 
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