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Sterne – Gaskugeln im All

Stand: 26.01.2016


Sternenhimmel über Bayern (c) dpa



In einer klaren Nacht, wenn der Mond untergeht und die Lichter der Städte weit genug weg sind, kann man am Himmel unendlich viele Sterne beobachten. Auf unserer Hälfte der Erde kann man mit bloßem Auge ungefähr 3.000 Sterne erkennen.

Lila Stern (c) dpa
Dieser Stern strahlt alle sechs Sekunden so viel Energie ab wie unsere Sonne in einem Jahr!
Was ist ein Stern?

Sterne sind rund, Sterne sind heiß und Sterne leuchten. Dass Sterne rund sind, ist nichts Besonderes, denn fast alle Himmelskörper sind rund. Auch dass sie heiß sind, macht Sterne noch nicht zu etwas Außergewöhnlichem, denn auch die Erde ist in ihrem Inneren heiß. Und die Erde ist ein Planet, und kein Stern. Das Besondere an Sternen ist, dass sie leuchten: Nur Sterne strahlen Licht aus!

Sterne sind riesige, leuchtende Gaskugeln. Alle anderen Himmelskörper, wie Planeten, Monde oder Kometen, leuchten nicht von selbst, sondern werden von einem Stern angestrahlt.

Warum funkeln Sterne?

Das erklärt die hier radioMikro-Reporter Johannes Keller - klick den Startknopf!

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Ein tagheller Stern: Unsere Sonne!

Der einzige Stern, den wir tagsüber sehen können ist unsere Sonne. Sie ist auch ein Stern. Dabei ist unsere Sonne im Vergleich zu anderen Sternen nur unteres Mittelmaß, gemessen an Größe und Energieausstoß.

Manche Sterne sind 1.000mal größer als die Sonne. Solche Sterne werden Riesen oder sogar Überriesen genannt. Und es gibt Sterne, die sind millionenfach heißer und heller. Das sehen die Wissenschaftler an der Art des Lichtes, das sie ausstrahlen.

Es gibt aber auch kleinere Sterne, die sogenannten Zwerge und welche, die nicht ganz so heiß sind, wie unsere Sonne. Nicht alle Sterne leuchten so gelb wie die Sonne. Es gibt welche, die leuchten rot, manche sind blau, andere weiß. Leider kann man nicht sagen: rote Sonnen sind alt, weiße Sonnen sind jung. Denn mit den Farben bei den Sonnen, das ist eine eigene Wissenschaft.

Ein Sternenleben
Stern am Himmel (c) dpa Sterne entstehen aus riesigen Gaswolken, die im Weltall herumtreiben. Irgendwann beginnt diese Gaswolke sich zusammenzuziehen.

Die sogenannte Schwerkraft, eine Kraft, die wir auch auf der Erde spüren, sorgt dafür, dass sich die Gaswolke zusammenzieht und immer weiter zusammenzieht, solange, bis eine Kugel entsteht. Eine Gaskugel. Im Inneren dieser Gaskugel wird es dabei heiß, denn die einzelnen Gasteilchen drücken aufeinander. Druck erzeugt Wärme.

Der Druck in den entstehenden Sternen wird mit der Zeit so groß, dass das Gas zu schmelzen beginnt. Und dieses schmelzende Gas hört nicht mehr von selbst auf zu glühen, sondern es glüht einfach weiter. Solange, bis das Gas im Stern aufgebraucht ist.

Da alles dauert aber seine Zeit, denn Sterne werden unheimlich alt. Ein Stern lebt viele Milliarden Jahre.


Sternenstaub fällt auf die Erde

Täglich gelangen über 100 Tonnen Sternenstaub bis auf die Erdoberfläche. Aber keine Bange! Die Teilchen sind meistens winzig klein und verteilen sich auf die ganze Erdkugel. Du musst also nicht befürchten, dass dir ein Sternenteilchen auf den Kopf fällt. Größere Brocken kannst du übrigens manchmal beobachten, und zwar dann, wenn sie in der Erdatmosphäre verglühen, als Sternschnuppe!

Die Erde wird durch den Sternenstaub übrigens jeden Tag ein bisschen schwerer. Aber auch das macht nichts, denn die Erde bringt ja an sich schon unheimlich viel Gewicht auf die Waage: 6 Quadrillionen Kilogramm, ausgeschrieben sind das: 6 000 000 000 000 000 000 000 000 Kilogramm. Wenn da täglich um die 100 Tonnen dazu kommen, ist das Pippifax für die Erde. Das ist so wie wenn du in 100 Jahren ein Staubkorn schwerer werden würdest.


Bernhard Schulz und Tina Gentner


 
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