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Erde - Scheibe oder Kugel?

Stand: 03.01.2012


Unsere Erde als Globus (digital vision)
Berühmter Planet: unsere Erde. Hier als Globus dargestellt.
Immer schon haben sich Menschen ein Bild von der Erde und vom Weltall gemacht.

Ägyptische Idee: die Scheibenform

Ganz früher, vor Tausenden von Jahren, stellten sich die Ägypter zum Beispiel die Erde als Scheibe vor. Dieses Bild von der Welt hatten sie, weil sie mit ihren eigenen Augen die Kugelform der Erde nicht sehen konnten.
Diese Scheibe stellten sie sich in drei Stockwerke aufgeteilt vor: in eine Unterwelt, in der lagen die Toten, in ein mittleres Stockwerk, in dem wohnten die Menschen und schließlich in ein oberes Stockwerk als Ort für die Götter – das war der Himmel.

Gefährlicher Scheibenrand

Wenn aber die Erde eine Scheibe sein soll, was passiert dann an ihren Rändern? Stürzt man von dort direkt in die Unterwelt?
Je mehr die Menschen den Weltraum beobachteten und erforschten, desto eher verloren sie den Glauben und an die Scheibenform der Erde.

Griechische Idee: die Kugelform

Der griechische Forscher Aristoteles war schon vor über 2200 Jahren überzeugt, dass die Erde eine Kugel ist. Zuerst entdeckte er, dass bei Schiffen, die sich nähern, immer zuerst die Mastspitzen auftauchen - und zwar egal aus welcher Himmelsrichtung sie kommen.

Ferdinand de Magellan
Berühmter Seefahrer: Ferdinand de Magellan.
Dann beobachtete er, dass bei einer Mondfinsternis die Erde immer einen kreisrunden Schatten auf den Mond wirft. Die Erde muss eine Kugel sein, dachte er sich. Denn wäre sie eine Scheibe, könnte ihr Schatten nicht kreisrund sein.

Kugelbeweise

Ungefähr 100 Jahre nach Aristoteles berechnete der griechische Wissenschaftler Eratosthenes sogar in einem tollen Experiment die Kugelform der Erde.

Endgültig beweisen, dass die Erde eine Kugel ist, konnte das erst viel später der portugiesische Seefahrer Fernando Magellan bei seiner ersten Weltumsegelung im 16. Jahrhundert. Spätestens jetzt wussten alle: Die Erde ist eine Kugel und keine Scheibe! Sonst wäre Magellan schließlich mit seinem Schiff am Rand heruntergefallen.


Isabelle Auerbach

 
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