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Erde - Scheibe oder Kugel?

Stand: 23.04.2012


Unsere Erde als Globus (digital vision)
Berühmter Planet: unsere Erde. Hier als Globus dargestellt.
Immer schon haben sich Menschen ein Bild von der Erde und vom Weltall gemacht.

Ägyptische Idee: die Scheibenform

Ganz früher, vor Tausenden von Jahren, stellten sich die Ägypter zum Beispiel die Erde als Scheibe vor. Dieses Bild von der Welt hatten sie, weil sie mit ihren eigenen Augen die Kugelform der Erde nicht sehen konnten.
Diese Scheibe stellten sie sich in drei Stockwerke aufgeteilt vor: in eine Unterwelt, in der lagen die Toten, in ein mittleres Stockwerk, in dem wohnten die Menschen, und schließlich in ein oberes Stockwerk als Ort für die Götter – das war der Himmel.

Gefährlicher Scheibenrand

Wenn aber die Erde eine Scheibe sein soll, was passiert dann an ihren Rändern? Stürzt man von dort direkt in die Unterwelt?
Je mehr die Menschen den Weltraum beobachteten und erforschten, desto eher verloren sie den Glauben und an die Scheibenform der Erde.

Griechische Idee: die Kugelform

Der griechische Forscher Aristoteles war schon vor über 2.200 Jahren überzeugt, dass die Erde eine Kugel ist. Zuerst entdeckte er, dass bei Schiffen, die sich nähern, immer zuerst die Mastspitzen auftauchen - und zwar egal aus welcher Himmelsrichtung sie kommen.

Ferdinand de Magellan
Berühmter Seefahrer: Ferdinand de Magellan.
Dann beobachtete er, dass bei einer Mondfinsternis die Erde immer einen kreisrunden Schatten auf den Mond wirft. Die Erde muss eine Kugel sein, dachte er sich. Denn wäre sie eine Scheibe, könnte ihr Schatten nicht kreisrund sein.

Kugelbeweise

Ungefähr einhundert Jahre nach Aristoteles berechnete der griechische Wissenschaftler Eratosthenes sogar in einem tollen Experiment die Kugelform der Erde.

Endgültig beweisen, dass die Erde eine Kugel ist, konnte das erst viel später der portugiesische Seefahrer Fernando Magellan bei seiner ersten Weltumsegelung im 16. Jahrhundert. Spätestens jetzt wussten alle: Die Erde ist eine Kugel und keine Scheibe! Sonst wäre Magellan schließlich mit seinem Schiff am Rand heruntergefallen.

Heute wissen wir mit Sicherheit: Unsere Erde ist rund.

Könnten wir sie in der Mitte durchschneiden, dann würden wir sehen, dass sie aus verschiedenen Schichten besteht:

In der Mitte hat sie einen Kern. Dieser Kern ist aus flüssigem Eisen. Um den Kern herum ist eine sehr dicke Schicht aus Gestein. Je näher das Gestein am Kern ist, desto heißer und flüssiger ist es. Nach außen hin, in Richtung Erdoberfläche, wird das Gestein immer kühler und fester. Die erstarrte und feste Erdkruste, auf der wir stehen, ist nur eine dünne Haut um den Erdball.

Der schichtartige Aufbau hat mit der Entstehung der Erde vor 4 ½ Milliarden Jahren zu tun. Damals wirbelte an der Stelle, an der sich heute die Erde befindet, eine riesige Gaswolke durch das Weltall. Die Sonne gab es bereits und sie erhitzte die Gaswolke. In dieser Wolke war bereits alles Notwendige enthalten, um daraus die Erde formen zu können. Zum Beispiel Wasser und Eisen. Aber alles gasförmig: eine heiße, um sich selbst wirbelnde Gaswolke.

Das "Kugelprinzip": Rund durch Schwerkraft

Planet Erde (c) Getty Images
In diesem Kreiswirbel entstand eine Kraft, die etwas Seltsames bewirkte: Die Gaswolke begann, sich zusammenzuziehen. Um den Mittelpunkt der Wolke herum entstand eine Kugel. Die Kraft, die dies bewirkt hat, heißt Schwerkraft. Das ist die Kraft, die innerhalb der sich drehenden Wolke alles in Richtung Mittelpunkt zog. Durch die Schwerkraft schrumpfte die Gaswolke zusammen und wurde immer fester. Die Schwerkraft ist übrigens auch heute noch auf der Erde zu spüren. Wir nennen sie auch Erdanziehungskraft.

Wenn sich aber um einen Mittelpunkt herum überall gleichmäßig Sachen ablagern, dann entsteht eine Kugel. So ähnlich wie ein Schneeball, aus dem man einen Schneemann macht. Der Schneeball wird über den Boden gerollt und er wächst an allen Seiten gleichmäßig zu einer Kugel.

Bei der Entstehung der Erde haben sich die Bestandteile der Wolke nach ihrem Gewicht angeordnet. Das Schwerste im Inneren, das Leichteste ganz außen. Eisen war das schwerste Material in der Gaswolke. Deswegen besteht der Erdkern aus Eisen. Dann die Steine, danach das Wasser und ganz außen die leichten Gase, die sich als Atmosphäre um die Erdkugel herum angesammelt haben.


Isabelle Auerbach und Börni Schulz


 
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