<img src="/kinder/pic/navi_html.gif" width="590" height="66" alt="" border="0"usemap="#navi"> <map name="navi"> <area alt="Treffen & Finden" coords="20,10,129,55" href="/kinder/index1.shtml"> <area alt="Spielen & Werkeln" coords="129,9,239,57" href="/kinder/index2.shtml"> <area alt="Musik & Geschichten" coords="241,8,349,57" href="/kinder/index3.shtml"> <area alt="Fragen & Verstehen" coords="351,7,459,57" href="/kinder/index4.shtml"> <area alt="Radio & TV" coords="459,7,571,57" href="/kinder/index5.shtml"> </map>
BR.de
wissen
 

Astronauten - Arbeiten im Weltall

Stand: 10.11.2014


Blick von der ISS (c) picture-alliance/dpa
So sieht unsere Erde aus - von der Internationalen Raumstation aus gesehen.



Das Wort "Astronaut" bedeutet "Sternfahrer".

Der erste "Sternfahrer" war Jurij Gagarin. Am 12. April 1961 kletterte er an Bord seines Raumschiffs "Wostok", ließ sich ins All schießen und umrundete als erster Mensch die Erde. Für einhundertacht Minuten umkreiste er damals unseren Planeten.

Jurij Gagarin (c) dpa
Juri Gagarin, der erste Mensch im Weltall.
Unsere Erde (c) Terra Forma
"Blauer Punkt" - unsere Erde aus der Ferne.
Ein Astronaut (c) dpa
In der Schwerelosigkeit gibt es kein Oben und Unten.
 
Inzwischen gibt es die internationale Raumstation ISS, die ständig in einem Abstand von rund 400 Kilometern die Erde umkreist und auf der die Astronauten und Kosmonauten oft monatelang leben und aus dem Fenster die Erde als Blauen Planeten beobachten. Der Weg mit einer Rakete hinauf ins Weltall und das Leben in einer Raumstation sind sehr anstrengend.

Übrigens:
Eine Astronauten-Toilette funktioniert wie eine Art Staubsauger. So geht auch in der Schwerelosigkeit kein Tröpfchen daneben. Der Urin wird sogar so lange gefiltert, bis er wieder zu trinkbarem Wasser wird.
Im Weltall ist zum Beispiel alles schwerelos. Das heißt, es gibt kein Oben und kein Unten. Alles schwebt. Die Haare stehen vom Kopf ab und auch die Organe im Körper schweben. Beim Start dagegen wird der Körper der Astronauten so stark in den Sitz gedrückt, dass sie das Gefühl haben, ganze Steinplatten lägen auf ihnen.

Ausgebildet werden Astronauten zum Beispiel in Köln bei der ESA. "ESA" ist eine Abkürzung für die englischen Wörter "European Space Agency", also "Europäische Weltraumorganisation".

Wer Astronaut werden will ...

Tipp:
Wie sich Schwerelosigkeit anfühlt, kannst du im Schwimmbad testen: Unter Wasser fühlen sich die Bewegungen ein bisschen so an, wie im Weltall.
... muss zunächst einmal gesund und fit sein. Außerdem müssen die Bewerber beim Auswahlverfahren der Europäischen Weltraumbehörde ESA stundenlange Tests über sich ergehen lassen. Geprüft wird zum Beispiel, wie gut man sich Sachen merken kann, wie gut man Kopfrechnen kann oder wie schnell man mit neuen Bedingungen zurechtkommt.

Ein Test nach dem anderen - von morgens bis abends. Dabei wird natürlich auch geschaut, wie gut man noch ist, wenn man sich schon kaum mehr konzentrieren kann. Mit einer Reihe psychologischer Tests will die ESA dann noch herausfinden, wie gut ihre künftigen Astronauten im Team arbeiten können und wie sie in Extremsituationen reagieren.

Bei der ESA bewerben? - So geht's!
Wer sich bei der ESA bewirbt, sollte zwischen 27 und 37 Jahren alt sein, gute Englisch- und am besten auch Russischkenntnisse mitbringen und ein Studium an der Universität abgeschlossen haben. Besonders gut eignet sich natürlich ein technisches oder naturwissenschaftliches Fach, aber auch Mediziner sind gefragt. Außerdem muss man mit einem flugmedizinischen Attest nachweisen, dass man gesund ist und beispielsweise keine Augenprobleme hat, die das räumliche Sehen einschränken. Die Ausbildung besteht aus drei Stufen und dauert insgesamt etwa drei Jahre.


Im Weltall müssen Astronauten täglich zwei Stunden auf dem Laufband trainieren, damit sich in der Schwerelosigkeit die Muskeln nicht abbauen. Vielen Weltraumreisenden ist in den ersten Tagen im Weltraum übel, weil das Herz anfangs noch mit der gleichen Kraft pumpt wie auf der Erde - und das Blut in den Kopf steigt. Nach einer Weile hat sich der Körper auf die Schwerelosigkeit umgestellt. Eine besondere Belastung für den Körper ist der Raketenstart.

Willi will Astronaut werden (c) BR
Achteinhalb Minuten beschleunigt die Rakete. Der Druck, mit dem die Männer und Frauen in ihre Sitzschalen gepresst werden, ist enorm. Darauf bereiten sich die Astronauten im Training mit einer so genannten "Zentrifuge" vor. Das ist eine Kapsel, die wie bei einem Karussell im Kreis herumgeschleudert wird. Auch Willi Weitzel wollte wissen, wie man Astronaut wird. Das hat er sich bei der ESA in Köln genau zeigen lassen. Natürlich musste er da zuerst in die Zentrifuge!


Hühnchen aus der Tube – Was Astronauten essen

Großartig zu kochen ist im Weltall natürlich nicht möglich, wie sollen die Zutaten da auch hinkommen? Was essen also die Astronauten? radioMikro-Reporterin Silke Schmidt-Thrö hat das für dich herausgefunden.

This text will be replaced


Knallhartes Auswahlverfahren

Alexander Gerst (c) picture-alliance
War im Weltall: Alexander Gerst.
Als die Europäische Weltraumorganisation ESA im Mai 2008 sechs Ausbildungsplätze für neue Astronauten ausschrieb, hatten sich vier Wochen später über 8.400 Bewerber gemeldet. Dann wurde gesiebt ... Zwölf Monate später hatte es Alexander Gerst geschafft. Im November 2010 hat er seine Grundausbildung als ESA-Astronaut abgeschlossen. Mehr als drei Jahre bereitete er sich dann auf seine Mission im Weltall vor. Ende Mai 2014 flog Alexander Gerst zur internationalen Raumstation ISS. Nach Thomas Reiter und Hans Schlegel war er der dritte Deutsche dort. Sein Einsatz dauerte sechs Monate. Der Name seiner Mission lautete "blue dot" also "blauer Punkt". Denn genau so wie ein blauer Punkt sieht unsere Erde aus, wenn man sie mit etwas Abstand - eben vom Weltraum aus betrachtet.

Wie wird ein ESA-Astronaut ausgebildet? Klick den Pfeil!

Alexander Gerst - Unser Mann im All

Alexander Gerst erzählt radioMikro-Reporterin Veronika Baum, wie er sich auf seine Reise ins All vorbereitet hat, zum Beispiel im Schwimmbecken.

This text will be replaced


Wissenschaftler, Weltraumarbeiter, "Mädchen für alles"

Jurij Gagarin, der erste Mensch im Weltraum, war Militärflieger. Astronauten heute sind Wissenschaftler und führen im All wichtige Experimente durch. An Bord der ISS müssen sie aber gleichzeitig auch "Mädchen für alles" sein. Man hat ja zum Beispiel keinen Arzt an Bord. Das heißt, wenn sich ein Astronaut tatsächlich mal schneidet oder eine kleine Wunde hat, muss er sie auch selbst nähen können. Außerdem sollte er wissen, wie auf der ISS Sauerstoff erzeugt wird oder wie man die Weltraumtoilette repariert.

Alexander Gerst auf der ISS (c) NASA TV/dpa
Alexander Gerst auf der Internationalen Raumstation -
dort hat er von Mai bis November 2014 gearbeitet.




Astronaut im Weltall (c) Getty Images
Für Alexander Gerst sind Neugier und Durchhaltevermögen wichtige Eigenschaften, die ein künftiger Astronaut mitbringen sollte. Und noch etwas ist wichtig, wenn man Astronaut werden will: Man muss warten können. Ob und wann für den künftigen Astronauten seine Mission ins All startet, steht oft lange in den Sternen.

Alexander Gerst ist Geophysiker. Er war bereits in der Antarktis und in Neuseeland als Vulkanforscher unterwegs. Die Aussicht, den eigenen Planeten einmal von außen zu sehen - ohne Grenzen, einfach nur als Kugel – als blaue Kugel im Weltraum, entschädigt ESA-Astronaut Alexander Gerst für alle Mühen der Ausbildung. Er hat seinen Traumjob gefunden. Als Astronaut im All hat er auch eine sehr persönliche Mission: Er möchte helfen, die Erde vor Umweltkatastrophen zu schützen.

Zurück aus dem All

Wie Alexander Gerst nach sechs Monaten auf der ISS auf die Erde zurückkommt, erfährst du hier von radioMikro-Reportern Silke Schmidt-Thrö!

This text will be replaced



Veronika Baum, Anja Mösing und Simone Wichert

 
  Raumfähren ins All und zum Mars
  Weltraum - Stationen in der Dunkelheit


 
  www.fez-berlin.de ... - Zum Astronautentraining für Kinder in Berlin
  www.esa.int ... - Zur Kinderseite der ESA


 
  www.beschuetzer-der-erde.de - Zum Schüler-Wettbewerb des DLR
  Zurück zum Wissenslexikon



 
Hilfe   Kontakt