Astronauten - Arbeiten im Weltall
Stand: 30.12.2011
Das Wort "Astronaut" bedeutet "Sternfahrer".
Der erste "Sternfahrer" war Jurij Gagarin. Am 12. April im Jahr 1961 kletterte er an Bord seines Raumschiffs "Wostok", ließ sich ins All schießen und umrundete als erster Mensch die Erde. Für einhundertacht Minuten umkreiste er damals unseren Planeten.
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Juri Gagarin, der erste Mensch im Weltall.
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Unsere Erde, gesehen aus der Ferne.
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In der Schwerelosigkeit gibt es kein Oben und Unten.
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Inzwischen gibt es Raumstationen, die ständig die Erde umkreisen und in denen die Astronauten oft monatelang leben und aus dem Fenster die Erde als Blauen Planeten beobachten. Der Weg mit einer Rakete hinauf ins Weltall und das Leben in einer Raumstation sind sehr anstrengend.
Im Weltall ist zum Beispiel alles schwerelos. Das heißt, es gibt kein Oben und kein Unten. Alles schwebt. Die Haare stehen vom Kopf ab und auch die Organe im Körper schweben. Beim Start dagegen wird der Körper der Astronauten so stark in den Sitz gedrückt, dass sie das Gefühl haben, ganze Steinplatten lägen auf ihnen.
Ausgebildet werden Astronauten zum Beispiel in Köln bei der ESA. "ESA" ist eine Abkürzung für die englischen Wörter "European Space Agency", also "Europäische Weltraumorganisation".
Wer Astronaut werden will ...
... muss zunächst einmal gesund und fit sein. Außerdem müssen die Bewerber beim Auswahlverfahren der Europäischen Weltraumbehörde ESA stundenlange Tests über sich ergehen lassen. Geprüft wird zum Beispiel, wie gut man sich Sachen merken kann, wie gut man Kopfrechnen kann oder wie schnell man mit neuen Bedingungen zurechtkommt.
Ein Test nach dem anderen - von morgens bis abends. Dabei wird natürlich auch geschaut, wie gut man noch ist, wenn man sich schon kaum mehr konzentrieren kann. Mit einer Reihe psychologischer Tests will die ESA dann noch herausfinden, wie gut ihre künftigen Astronauten im Team arbeiten können und wie sie in Extremsituationen reagieren.
Im Weltall müssen Astronauten täglich zwei Stunden auf dem Laufband trainieren, damit sich in der Schwerelosigkeit die Muskeln nicht abbauen. Eine besondere Belastung für den Körper ist der Raketenstart.
Darauf bereiten sich die Astronauten mit einer so genannten "Zentrifuge" vor. Das ist eine Kapsel, die wie bei einem Karussell im Kreis herumgeschleudert wird. Auch Willi wollte wissen, wie man Astronaut wird. Das hat er sich bei der ESA in Köln genau zeigen lassen. Natürlich musste er da zuerst in die Zentrifuge!
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Vielleicht bald im All? Alexander Gerst.
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Als die Europäische Weltraumorganisation ESA im Mai 2008 sechs Ausbildungsplätze für neue Astronauten ausschrieb, hatten sich vier Wochen später über 8.400 Bewerber gemeldet. Dann wurde gesiebt ... Zwölf Monate später hatte es Alexander Gerst geschafft. Er ist nun einer der sechs "Neuen" im Astronauten-Team der ESA. Im November 2010 hat er seine Grundausbildung abgeschlossen. Jetzt bereitet er sich auf seinen Einsatz im Weltall vor. Frühestens 2014 wird es soweit sein. Für Alexander Gerst sind Neugier und Durchhaltevermögen wichtige Eigenschaften, die ein künftiger Astronaut mitbringen sollte.
Wie wird ein ESA-Astronaut ausgebildet? Klick den Pfeil!
Wissenschaftler, Weltraumarbeiter, "Mädchen für alles"
Jurij Gagarin, der erste Mensch im Weltraum, war Militärflieger. Astronauten heute sind Wissenschaftler und führen im All wichtige Experimente durch. An Bord der ISS müssen sie aber gleichzeitig auch "Mädchen für alles" sein. Man hat ja zum Beispiel keinen Arzt an Bord. Das heißt, wenn sich ein Astronaut tatsächlich mal schneidet oder eine kleine Wunde hat, muss er sie auch selbst nähen können. Außerdem sollte er wissen, wie auf der ISS Sauerstoff erzeugt wird oder wie man die Weltraumtoilette repariert.
Und noch eine Eigenschaft ist wichtig, wenn man Astronaut werden will: Man muss warten können. Ob und wann für den künftigen Astronauten seine Mission ins All startet, steht oft lange in den Sternen. Die Aussicht, den eigenen Planeten einmal von außen zu sehen, ohne Grenzen, einfach nur als Kugel – als blaue Kugel im Weltraum, entschädigt ESA-Astronaut Alexander Gerst für alle Mühen der Ausbildung. Er hat seinen Traumjob gefunden.
Veronika Baum, Anja Mösing und Simone Wichert
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