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Astronauten - Arbeiten im Weltall

Stand: 04.03.2013


Das Wort "Astronaut" bedeutet "Sternfahrer".

Der erste "Sternfahrer" war Jurij Gagarin. Am 12. April im Jahr 1961 kletterte er an Bord seines Raumschiffs "Wostok", ließ sich ins All schießen und umrundete als erster Mensch die Erde. Für einhundertacht Minuten umkreiste er damals unseren Planeten.

Jurij Gagarin (c) dpa
Juri Gagarin, der erste Mensch im Weltall.
Unsere Erde (c) Terra Forma
Unsere Erde, gesehen aus der Ferne.
Ein Astronaut (c) dpa
In der Schwerelosigkeit gibt es kein Oben und Unten.
 
Inzwischen gibt es Raumstationen, die ständig die Erde umkreisen und in denen die Astronauten oft monatelang leben und aus dem Fenster die Erde als Blauen Planeten beobachten. Der Weg mit einer Rakete hinauf ins Weltall und das Leben in einer Raumstation sind sehr anstrengend.

Übrigens:
In den Astronauten-Toiletten ist unten eine Art Staubsauger drin. Der saugt alles auf. So geht auch in der Schwerelosigkeit kein Tröpfchen daneben.
Im Weltall ist zum Beispiel alles schwerelos. Das heißt, es gibt kein Oben und kein Unten. Alles schwebt. Die Haare stehen vom Kopf ab und auch die Organe im Körper schweben. Beim Start dagegen wird der Körper der Astronauten so stark in den Sitz gedrückt, dass sie das Gefühl haben, ganze Steinplatten lägen auf ihnen.

Ausgebildet werden Astronauten zum Beispiel in Köln bei der ESA. "ESA" ist eine Abkürzung für die englischen Wörter "European Space Agency", also "Europäische Weltraumorganisation".

Wer Astronaut werden will ...

Tipp:
Wie sich Schwerelosigkeit anfühlt, kannst du im Schwimmbad testen: Unter Wasser fühlen sich die Bewegungen ein bisschen so an, wie im Weltall.
... muss zunächst einmal gesund und fit sein. Außerdem müssen die Bewerber beim Auswahlverfahren der Europäischen Weltraumbehörde ESA stundenlange Tests über sich ergehen lassen. Geprüft wird zum Beispiel, wie gut man sich Sachen merken kann, wie gut man Kopfrechnen kann oder wie schnell man mit neuen Bedingungen zurechtkommt.

Ein Test nach dem anderen - von morgens bis abends. Dabei wird natürlich auch geschaut, wie gut man noch ist, wenn man sich schon kaum mehr konzentrieren kann. Mit einer Reihe psychologischer Tests will die ESA dann noch herausfinden, wie gut ihre künftigen Astronauten im Team arbeiten können und wie sie in Extremsituationen reagieren.

Bei der ESA bewerben? - So geht's!
Wer sich bei der ESA bewirbt, sollte zwischen 27 und 37 Jahren alt sein, gute Englisch- und am besten auch Russisch-Kenntnisse mitbringen und ein Studium an der Universität abgeschlossen haben. Besonders gut eignet sich natürlich ein technisches oder naturwissenschaftliches Fach, aber auch Mediziner sind gefragt. Außerdem muss man mit einem flugmedizinischen Attest nachweisen, dass man gesund ist und beispielsweise keine Augenprobleme hat, die das räumliche Sehen einschränken. Die Ausbildung besteht aus drei Stufen und dauert insgesamt etwa drei Jahre.


Im Weltall müssen Astronauten täglich zwei Stunden auf dem Laufband trainieren, damit sich in der Schwerelosigkeit die Muskeln nicht abbauen. Eine besondere Belastung für den Körper ist der Raketenstart.

Willi will Astronaut werden (c) BR
Darauf bereiten sich die Astronauten mit einer so genannten "Zentrifuge" vor. Das ist eine Kapsel, die wie bei einem Karussell im Kreis herumgeschleudert wird. Auch Willi wollte wissen, wie man Astronaut wird. Das hat er sich bei der ESA in Köln genau zeigen lassen. Natürlich musste er da zuerst in die Zentrifuge!


Hühnchen aus der Tube – Was Astronauten essen

Großartig zu kochen ist im Weltall natürlich nicht möglich, wie sollen die Zutaten da auch hinkommen? Was essen also die Astronauten? radioMikro-Reporterin Silke Schmidt-Thrö hat das für dich herausgefunden.

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Alexander Gerst (c) ESA
Vielleicht bald im All? Alexander Gerst.
Als die Europäische Weltraumorganisation ESA im Mai 2008 sechs Ausbildungsplätze für neue Astronauten ausschrieb, hatten sich vier Wochen später über 8.400 Bewerber gemeldet. Dann wurde gesiebt ... Zwölf Monate später hatte es Alexander Gerst geschafft. Er ist nun einer der sechs "Neuen" im Astronauten-Team der ESA. Im November 2010 hat er seine Grundausbildung abgeschlossen. Jetzt bereitet er sich auf seinen Einsatz im Weltall vor. Frühestens 2014 wird es soweit sein. Für Alexander Gerst sind Neugier und Durchhaltevermögen wichtige Eigenschaften, die ein künftiger Astronaut mitbringen sollte.



Wie wird ein ESA-Astronaut ausgebildet? Klick den Pfeil!

Wissenschaftler, Weltraumarbeiter, "Mädchen für alles"

Jurij Gagarin, der erste Mensch im Weltraum, war Militärflieger. Astronauten heute sind Wissenschaftler und führen im All wichtige Experimente durch. An Bord der ISS müssen sie aber gleichzeitig auch "Mädchen für alles" sein. Man hat ja zum Beispiel keinen Arzt an Bord. Das heißt, wenn sich ein Astronaut tatsächlich mal schneidet oder eine kleine Wunde hat, muss er sie auch selbst nähen können. Außerdem sollte er wissen, wie auf der ISS Sauerstoff erzeugt wird oder wie man die Weltraumtoilette repariert.

Astronaut im Weltall (c) Getty Images
Und noch eine Eigenschaft ist wichtig, wenn man Astronaut werden will: Man muss warten können. Ob und wann für den künftigen Astronauten seine Mission ins All startet, steht oft lange in den Sternen. Die Aussicht, den eigenen Planeten einmal von außen zu sehen, ohne Grenzen, einfach nur als Kugel – als blaue Kugel im Weltraum, entschädigt ESA-Astronaut Alexander Gerst für alle Mühen der Ausbildung. Er hat seinen Traumjob gefunden.


Veronika Baum, Anja Mösing und Simone Wichert

 
  Raumfähren ins All und zum Mars
  Weltraum - Stationen in der Dunkelheit


 
  www.fez-berlin.de ... - Zum Astronautentraining für Kinder in Berlin
  www.esa.int ... - Zur Kinderseite der ESA


 
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