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Chamäleon - Immer wieder anders

Stand: 26.03.2013


Chamäleon (c) picture-alliance/dpa
Manche Chamäleons sind etwas größer als eine Hand. Es gibt über achtzig verschiedene Arten.
Seine Farbe wechselt automatisch, ohne dass das Chamäleon sie sich aussuchen kann. Ob es gerade grün oder blau, rot oder schwarz schimmert, hängt von seiner Stimmung und seinem Untergrund ab. Das ist bei fast allen der über achtzig Chamäleonarten so.

Zum Beispiel beim Jemen-Chamäleon: Diese Chamäleonart ist am häufigsten auf der Erde verbreitet. Es ist ziemlich lang und hat auf seinem Kopf einen bis zu acht Zentimeter hohen Helm sitzen. Es lebt im Jemen, also auf der arabischen Halbinsel unterhalb von Saudi-Arabien.

Reporterin Paula dagegen hat ein Dreihornchamäleon - auch Jackson-Chamäleon genannt - kennengelernt.

Paula mit Dreihornchamäleon (c) BR



Es krabbelt gerade über Paulas Oberarm!

Dreihhornchamäleons Kopf von vorn (c) BR
Seine Augen bewegt es getrennt voneinander.
Dreihhornchamäleons Greifzangenfüße (c) BR
Mit diesen Füßen kann es sich gut festklammern!
Dreihhornchamäleons Hörner im Profil (c) BR
Das "Nashorn" unter den Chamäleons ...
 

Farbkasten auf der Haut

Wenn es angriffslustig, verärgert oder gestresst ist, dann verfärbt sich das Jemen-Chamäleon dunkel, es wird fast schwarz. Fühlt es sich wohl, dann zeigt es sich in helleren, kräftigeren Farben wie rot und grün.

Wie funktioniert der Chamäleon-Farbwechsel?

Wie ein Farbkasten aus vielen Farbtöpfchen besteht, so sitzen auf der Haut der Chamäleons Zellen, in denen verschiedene Farbpigmente gespeichert sind. In manchen Farbzellen gibt es die Karotine, also die Gelb- und Orangetöne, in anderen zum Beispiel die Melanine, die braun-schwarzen Töne.

Chamäleonauge (c) picture-alliance/dpa
Chamäleons können in ganz verschiedene Richtungen gucken, ohne den Kopf zu drehen.
Die Farbzellen können sich zusammenziehen oder ausdehnen: Bei Stress ziehen sich diese Farbzellen blitzschnell zusammen und dadurch werden die Chamäleons dunkel. In Ruhephasen dehnen sich diese Zellen aus und dadurch kommen die kräftigen, helleren Farben zur Geltung. Das Tarnkleid hilft ihnen, wenn sie selbst auf Beutejagd gehen und schützt sie vor Feinden wie Raubvögeln.

Ein Chamäleon verändert seine Farbe übrigens nicht, wenn es nur auf einem einfarbigen Untergrund sitzt - wie Reporterin Paula an ihrem Dreihornchamäleon getestet hat:

Chamäleon auf rotem Untergrund (c) BR



Schleuderzunge als Waffe

Chamäleons im Wald (c) BR
Wie viele Chamäleons entdeckst du auf diesem Foto?
Jedes Chamäleon ist mit einer versteckten Waffe ausgestattet: seiner Zunge. Die ist immer genau so lang wie das ganze Tier samt Schwanz! Sie kann blitzschnell aus dem Maul heraus gerollt werden. Wie ein angebundener Pfeil mit klebrigem Saugnapf schießt sie heraus und wird auf die Beute geschleudert. Das können Insekten sein, wie Heuschrecken, Käfer, aber auch kleine Wirbeltiere wie Frösche oder kleinere Artgenossen. An der klebrigen Zunge hängen sie fest und werden schnell ins Chamäleon-Maul hineingezogen.

Ein Chamäleon auf Beutefang (c) BR
Paula hat fette Beute!
Ein Chamäleon auf Beutefang (c) BR
... und schnapp!
Ein Chamäleon auf Beutefang (c) BR
Jetzt noch einholen!
 
Reporterin Paula mit Leon, dem Chamäleon

In Paulas Film kannst du dir anschauen, mit welcher Geschwindigkeit das Chamäleon mit seiner Zunge seine Beute fängt - und vieles mehr!

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Blatt oder Tier?

Welches Körperteil vom Chamäleon siehst du hier?
Chamäleons sind Baumbewohner und manche von ihnen sind nicht nur durch ihre Körperfarbe sondern auch durch ihre Körperform wahre Meister der Tarnung: Das dunkle Chamäleon Uroplastus phantastikus hat zum Beispiel einen Schwanz, der wie ein Blatt aussieht.

Viele Chamäleons beherrschen dazu noch einen Schaukelgang: Sie klettern einen Ast nicht nur extrem langsam hinauf, sondern schaukeln bei jedem Schritt noch ruckartig etwas vor und zurück – wie ein Blatt im Wind. Mit ihren Füßen, die wie Greifzangen aussehen, können sie sich dabei festklammern.

Klein, kleiner, am kleinsten!

Auf Madagaskar, einer Insel vor der Ostküste Afrikas, hat man im Jahr 2012 eine kleine Sensation gefunden - wirklich eine ganz, ganz kleine: das kleinste Chamäleon der Welt. Auf einer Felseninsel im Meer vor Madagaskar leben die Winzlinge im Wald im heruntergefallenen Laub auf dem Boden.

Mini-Chamäleon auf Fingernagel (c) picture-alliance/dpa
Das Mini-Chamäleon findet bequem auf einem Fingernagel Platz.
Die ausgewachsenen Chamäleons sind bis zu 29 Millimeter lang: Sie messen also gerade mal drei Zentimeter von der Schnauze bis zur Schwanzspitze. Damit sind sie die kleinsten Reptilien, die bisher bekannt sind. Vier winzige Beinchen, ein kurzer Schwanz, eine Mini-Schnauze und hervorstehende Augen – ein Chamäleon in Miniatur. Natürlich haben sie auch eine Schleuderzunge, mit der sie Insekten fangen. Ihre Farbe wechseln die Zwerge allerdings nicht wirklich - höchstens mal von hell- nach dunkelbraun, denn sie müssen in ihren Laubhaufen immer gut getarnt bleiben.

Wie die Mini-Chamäleons leben, was sie fressen, was sie so den ganzen Tag machen – das wissen die Forscher noch nicht. Aber natürlich haben die Winzlinge schon einen wissenschaftlichen Namen: Brookesia micra. Brookesia ist quasi der Familienname für alle Chamäleons mit einem kurzen Schwanz. Und "micra" heißt "besonders klein". Der Name passt ...

Isabelle Auerbach, Nicole König, Anja Mösing und Simone Wichert

 
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