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Osterbräuche – Vom Ratschen und Eierbemalen

Stand: 24.03.2016


Ostereier (c) dpa























Ostereier, Eierschibbeln, Osterfuchs, Eiertitschen, Osterbrunnen, Eierschieben, Osterfeuer, Osterkerzen, Eierhutzeln, Osterkreuze, Ostermesse, Osterwasser, Ostergießen, Osterreiten, Osterlachen, Osterrad, Karfreitagsratschen, Klappern, Raspeln, Schmackostern, Osteressen …

Das alles sind Osterbräuche aus verschiedenen Gegenden Deutschlands. Auch in deiner Familie gibt es bestimmt solche Bräuche, also Sachen, die ihr immer zu Ostern macht!

Hase mit Eiern (c) Getty Images
Das Osterfest ist immer am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling.

Deswegen haben viele Osterbräuche auch mit Eiern zu tun: Wie der Frühling sind sie ein Symbol für Fruchtbarkeit und beginnendes Leben. Aus so einem Ei wächst schließlich mal ein Küken heran! Und deswegen werden die Eier zu Ostern von einem Tier gebracht, das auch selbst ein Fruchtbarkeitssymbol ist, weil es jedes Jahr ganz viele Junge bekommt: vom (Oster-)Hasen.

Ostereier essen

Ostereier (c) Getty Images
Am Ostersonntag gibt's hartgekochte Eier zum Frühstück. Bei euch auch, oder? Diesen Brauch gibt es schon sehr lange und er hat verschiedene Gründe:

1. Vor Ostern ist vierzig Tage lang Fastenzeit. Wenn man die ganz streng einhält, darf man nicht nur kein Fleisch essen, sondern auch keine Eier. Die zählen nämlich zum Fleisch, sie sind flüssiges Fleisch sozusagen. Im Mittelalter hat man das Fasten sehr ernst genommen. Und wenn man vierzig Tage lang keine Eier isst, die Hühner aber munter weiter Eier legen, hat man am Ende der Fastenzeit jede Menge Eier übrig. Die sind natürlich ein kostbares Lebensmittel, sie einfach so wegzuwerfen, das kam im Mittelalter nicht in Frage. Und so hat man die Eier einfach gekocht, damit sie nicht so schnell verderben und länger haltbar sind. Der Ostersonntag war der erste Tag nach der Fastenzeit, an dem man wieder Eier essen durfte. Vierzig Tage lang keine Eier – da schmecken die gleich noch mal so gut! Und so wurde daraus der Brauch, an Ostersonntag gekochte Eier zu essen.

2. Im Mittelalter haben die Bauern Steuern nicht nur mit Geld, sondern auch mit Lebensmitteln bezahlt. Und die Steuern waren immer am Gründonnerstag fällig, also am Donnerstag vor Ostern. Da waren wegen der Fastenzeit meist viele Eier übrig, also waren sie ein beliebtes Zahlungsmittel – ob frisch oder gekocht.

Ostereier bemalen

Bunte Ostereier (c) BR/Weiß
Auch bunt bemalte Ostereier gibt es schon sehr lange: Von den ersten farbigen Ostereiern wird schon vor 800 Jahren berichtet. Besonders die Eier, die in der letzten Woche vor Ostern gesammelt wurden – man durfte sie ja nicht essen – sollten etwas Besonderes sein und sie wurden deswegen geweiht und bemalt. Natürlich konnte man so die gekochten Eier auch besser von den frischen unterscheiden! Die Farben hatten bestimmte Bedeutungen:

• Rot – die Farbe des Blutes von Jesus Christus
• Orange – die Farbe von Kraft, Ehrgeiz und Ausdauer
• Weiß – die Farbe der Reinheit
• Gelb – die Farbe von Erleuchtung und Weisheit


Lustige Osterbräuche aus aller Welt

Am Ostersonntag kommt der Osterhase und versteckt viele bunte Eier. Das ist bei uns Brauch. Genauso, wie die Glocken von Gründonnerstag bis Ostersonntag nicht läuten. Aber nicht überall auf der Welt feiern die Menschen Ostern so wie wir. In manchen Ländern gibt es an Ostern ganz schön verrückte Bräuche. Klick den Pfeil!

Die Karfreitagsratsche

Kinder mit Karfreitagsratsche (c) dpa
Kinder mit Karfreitagsratschen.
Der Karfreitag, also der Freitag vor dem Ostersonntag, heißt auch "Stiller Freitag". Vor allem in katholischen Gegenden läuten die Glocken ab diesem Tag bis Ostersonntag nicht mehr. Die Glocken sollen in der Zeit nach Rom fliegen und erst zur Osternachtfeier am Ostersonntag wieder zurückkommen – diese Geschichte wird Kindern gerne erzählt.

Weil also die Glocken nicht läuten durften, auch nicht zur Messe, ließ man sich dafür etwas anderes einfallen: spezielle Holzklappern oder Ratschen. Die werden schon viele Wochen vor Ostern von den Ministranten gebaut. Sie klingen ziemlich laut und durchdringend. Damit werden dann die Menschen zur Messe in die Kirche gerufen.

Ostern in Russland

Im russischen Osterfest wird man vergeblich nach einem Hasen suchen, es gibt nämlich keinen. Stattdessen isst man viele hart gekochte Eier und traditionell ein süßes Gericht, das aus Quark und Rosinen besteht.


Simone Wichert


 
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