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Riechen - Wer hat die beste Nase?

Stand: 19.11.2012


Große Elefantennase (dpa)
Der Elefant hat zwar den größten Rüssel ...
Die beste Nase der Welt hat nicht der Elefant!

Der hat nur die größte Nase der Welt und genau genommen ist es auch keine Nase, sondern eine Mischung aus Rüssel und Oberlippe. Mit diesem Oberlippenrüssel kann der Elefant allerdings sehr gut riechen, er findet damit zum Beispiel in den trockenen Steppen Wasser. Aber die beste Nase hat er nicht.

Auch der Hund, der Wolf und der Eisbär haben sehr feine Nasen, sie riechen ihre Beute über viele Kilometer Entfernung, aber die besten Nasen haben auch sie nicht. Dann vielleicht das Trüffelschwein, das mit seinem Rüssel Pilze, die tief in der Erde wachsen, riechen kann? Oder der Ameisenbär, der sogar eine einzelne Termite riecht? Alles falsch.

Eisbär im Sprung (dpa)
... und Eisbären-Nasen riechen Beute über Kilometer hinweg ...
Trüffelschwein bei der Arbeit (dpa)
... und Trüffelschwein-Nasen stöbern sogar Pilze im Erboden auf ...
Ameisenbär im Profil (dpa)
... und Ameisenbären erschnuppern kleine Termiten ...
 
Die beste Nase hat ein Fisch!

Und zwar der Aal. Sein Geruchssinn ist so gut, dass du in den größten See, den du kennst, ein Stück Würfelzucker schmeißen könntest und ganz am anderen Ende des Sees könntest du den Aal hineinschmeissen und trotzdem würde der Aal das kleine Stück Zucker riechen!

Kleine Aale im Wasserglas (dpa)
... aber die allerbeste Super-Spürnase hat der Aal!
Der Aal braucht diese unglaublich gute Nase, um aus der Sargasso-See im Atlantik, wo er geboren wird, den Weg in unsere Flüsse zu finden. Und später, wenn er selbst Junge bekommen will, dann muss er den Weg wieder zurückfinden. Genau zu der Stelle im Meer, wo er geboren wurde. Und weil das ein Weg von mehreren Tausend Kilometern durch einen riesigen Ozean ist, braucht der Aal eine verdammt gute Nase, um nach Hause zu finden. Die beste Nase der Welt.

Dieser Superriechkolben heißt beim Aal nicht Nase, sondern Jakobsonsches Organ und sitzt in seinem Mund: im Rachendach. Mit diesem Organ erkennt er auch allerwinzigste Geruchsteile. Moleküle werden diese Teile genannt. Aus diesem Geruchsorgan hat sich auch unsere Nase entwickelt; Schlangen und Reptilien riechen übrigens immer noch mit dem Jakobsonschen Organ, also mit dem Rachen, nur leider nicht so gut wie der Aal. Aber vielleicht ist es auch ganz gut so – wer weiß, was man da alles riechen würde ...


Kilian Leypold


 
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