|
|
Kalender - Nicht überall gleich
Stand: 05.01.2012
Der Sonnenkalender
Wenn es bei uns an Silvester Mitternacht wird, begrüßen wir das neue Jahr mit Raketen, Böllern und Knallern. Das Neujahrsfeuerwerk ist immer in der gleichen Nacht: vom 31. Dezember auf den 1. Januar.
Dass wir Neujahr immer am 1. Januar feiern, verdanken wir Papst Gregor, dem XIII., der vor etwas mehr als 400 Jahren den 1. Januar als Jahresanfang festlegte. Papst Gregor verwendete für seinen Kalender das Sonnenjahr, deswegen haben wir einen Sonnenkalender. Dieser Sonnenkalender hat zwölf Monate und 365 Tage. Sind diese 365 Tage rum, beginnt ein neues Jahr. Die Länge eines Sonnenjahres ist die Zeit, die die Erde braucht, um einmal ganz um die Sonne herum zu kreisen. Das dauert ziemlich genau 365 Tage und sechs Stunden. Das heißt aber, dass unser Kalender eigentlich um sechs Stunden zu kurz ist. Denn er kennt nur volle Tage und sechs Stunden sind nur ein Viertel Tag.
Schaltjahre und Schalttage
 |
 |
 |
|
Noch mehr Schaltjahre mit Klick auf die Lupe!
|
 |
 |
 |
Einen Viertel Tag können wir aber nicht in unseren Kalender aufnehmen. Deswegen warten wir vier Jahre. Dann ist ein ganzer Tag voll und dieser Tag kommt dann dazu. So ein Jahr nennt man Schaltjahr. Der Tag, der dazukommt, ist der 29. Februar. Der Februar hat normalerweise nur 28 Tage.
Einfache Rechnung, meinst du? Leider ist das mit den Schaltjahren aber doch ein bisschen komplizierter! Rechts nebenan findest du eine Tabelle mit allen Schaltjahren von 1800 bis 2400.
Jetzt willst du die Schaltjahr-Regeln aber ganz genau wissen? Dann klick den Pfeil!
|
|
Der Mondkalender
Die Chinesen begrüßen das neue Jahr wie wir mit Feuerwerk, aber sie tun es nicht am 1. Januar. In China ist jedes Jahr an einem anderen Tag Neujahr. Die Chinesen haben einen anderen Kalender als wir. Die Chinesen berechnen den Lauf des Jahres nicht nach der Sonne, sondern sie richten sich nach dem Mond. Sie haben einen Mondkalender. Der Mondkalender richtet sich nach den Phasen des Mondes. Ein Mond-Monat dauert von Neumond zu Neumond, ungefähr 29 ½ Tage. Ein Mondjahr dauert also 354 Tage, es ist um elf Tage kürzer als ein Sonnenjahr.
Würden sich die Chinesen nur nach dem Mond richten, dann wäre ihr Jahr also ständig zu kurz. Das wäre schlecht, denn nach dem Kalender richtet sich auch die Landwirtschaft, und Bauern brauchen einen Kalender, um die richtigen Tage für Aussaat und Ernte bestimmen zu können. Außerdem wissen die Chinesen sehr genau, wie lange ein Sonnenjahr ist. Deswegen fanden sie einen Weg, wie sich ihr Mondkalender an das Sonnenjahr anpassen lässt. Die Chinesen teilen ihr Jahr in zwölf Mond-Monate, die jeweils abwechselnd 29 oder 30 Tage lang sind. Alle drei Jahre fügen sie einen ganzen Monat hinzu, einen Schaltmonat, der den Unterschied zur Länge des Sonnenjahres wieder ausgleicht. Diese Methode sorgt dafür, dass das chinesische Neujahr zwar immer Ende Januar oder Anfang Februar ist, aber nie am gleichen Tag.
Bernhard Schulz
 |
|
|
|
|
|