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Chinesisches Neujahr - Nie am 1. Januar!

Stand: 06.01.2012


Feuerwerk (c) dpa
Das Feuerwerk stammt aus China.
Neujahr ist bei uns immer am 1. Januar, und gefeiert wird in der Nacht davor: Silvester. Kann doch in China nicht anders sein. Oder? - Doch. Gezählt wird das neue Jahr in China zwar auch ab dem ersten Januar, das Fest feiern die Chinesen aber an einem ganz anderen Tag und gaaanz anders!

Erst mal das Datum: In China ist das Neujahrsfest immer an einem anderen Tag. Immer zwischen dem 21. Januar und dem 20. Februar. Nicht irgendwann, sondern haargenau in der ersten Neumondnacht zwischen diesen Tagen. Und das Neujahrsfest ist in China das wichtigste Familienfest im ganzen Jahr.
Viele Familien bereiten sich wochenlang darauf vor, weil es so viel zu beachten gibt, damit das ganze nächste Jahr für die Familie gut wird.

Der Küchengott mag Süßes

Chinesische Balletmädchen (c) dpa
Chinesische Ballett-Mädchen tanzen den Drachentanz auf der Neujahrs-Parade.
Da ist zum Beispiel die Sache mit dem Küchengott, einer der ältesten und wichtigsten Götter der Chinesen. Man sagt, der Küchengott weiß über alle guten und bösen Taten in der Familie Bescheid. Und einmal im Jahr – sieben Tage vor Neujahr – berichtet dieser Küchengott das, was er weiß, dem großen Jadekaiser im Himmel. Und der Jadekaiser bestimmt über das Schicksal der Familie fürs ganze nächste Jahr.

Damit der Küchengott nichts Böses petzt und oben beim Jadekaiser nur süße Worte über die Familie sagt, kochen viele Familien für ihren Küchengott süße Puddings, klebrige Kuchen und Honignaschereien und das stellen sie der Statue vom Küchengott vor die Nase. Manchmal wird dem Küchengott der Mund mit Süßem richtig zugeklebt.


Chinesisches Neujahr (c) dpa
Rot ist die Farbe des Glücks!
Putzen mit Bambuszweigen

Sogar das Putzen vor Neujahr geht nicht irgendwie: Wer außer dem Staub auch die bösen Geister aus den Ecken bekommen will, um sie nicht mit ins neue Jahr zu nehmen, der muss dazu Bambuszweige nehmen.

Manche Chinesen, die einen Staubsauger benutzen, hängen darum vorsichtshalber ein paar Bambuszweige ans Saugrohr dran. Für alle Fälle ...

Böses aus dem Haus locken

In der Neujahrsnacht selbst ist es dann wieder wichtig, dass die ganze Familie vor Einbruch der Dunkelheit das Haus verlässt. Die machen einen Spaziergang! Ein chinesischer Trick, mit dem viele Familien versuchen, alle schlechten Erinnerungen und überhaupt alles Böse vom alten Jahr aus dem Haus zu locken.

Wenn das neue Jahr beginnt – das ist in China immer um Punkt 23 Uhr – dann werden alle Fenster und Türen aufgemacht, um das Glück hineinzulassen. Tja, und dann geht die große Knallerei los ...

Chinesischer Drache (c) dpa
Ein wilder Drache begrüßt das neue Jahr.
Das Monster Nien

Chinaböller, Heuler und Raketen wurden schließlich in China erfunden. Und für die Knallerei gibt's natürlich auch einen wichtigen Grund: Vor Urzeiten soll es in China ein Monster namens Nien gegeben haben. Und das hatte angeblich die unfreundliche Angewohnheit, die Städte des alten China genau in der Neujahrsnacht nach allen Regeln der Kunst zu demolieren.

Irgendwann fanden die cleveren Chinesen aber heraus, dass sich dieses garstige Ungeheuer vor Feuer, Lärm und der Farbe Rot fürchtete. Zur Erinnerung an den Sieg über Nien wird seitdem zu Neujahr geknallt, was das Zeug hält, rotes Papier hängt überall herum und in vielen Städten werden Drachentänze aufgeführt. Riesige prächtige Drachen aus Papier, Stoff und Bambus schlängeln sich dabei durch die Straßen. Natürlich von Menschen getragen, die in dem langen Drachenwurm stecken.

Na, und du kannst es dir ja denken: Wer ein Fest so lange vorbereitet, der will dann auch lange feiern. Nicht wie bei uns nur eine Nacht! Offiziell bekommen alle Chinesen für das Neujahrsfest drei Tage frei, aber wirklich beendet wird das Fest erst am 15. Tag des neuen Jahres: In vielen Ortschaften gibt es große Laternenfeste, bei denen vor allem Kinder mit leuchtenden Laternen durch die Straßen ziehen.


Anja Mösing


 
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