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Geheimnis - Nicht für jeden bestimmt

Stand: 16.09.2016


Mädchen legt Finger an die Lippen (c) colourbox



Vielleicht hast du auch ein Geheimnis, das keiner erfahren darf? Bist du in jemanden verliebt oder hast du einen tollen, geheimen Ort entdeckt, an dem du deine Ruhe hast und von dem niemand erfahren soll?

So ein Geheimnis muss gut verwahrt werden. Zum Beispiel in einem Tagebuch. Oder man schreibt es sich irgendwo auf und verschließt den Zettel dann in einer Truhe. Die muss aber so gut versteckt werden, dass sie keiner findet. Aber merk dir, wohin du sie gelegt hast, nicht dass du sie selbst nicht mehr wieder findest!

Du hast ein Geheimnis. Und jetzt?

Geheimsprachen

Flüsternde Mädchen (c) Image Source
Pst! Die beiden haben ein Geheimnis!
Um Geheimnisse auszutauschen, sollte man mindestens flüstern. Allerdings besteht hier die Gefahr, dass der andere die Botschaft - wie beim Spiel "Flüsterpost" - falsch versteht.

Sich ganz öffentlich über die geheimsten Herzenswünsche unterhalten und dabei nur von "Eingeweihten" verstanden werden, das geht: mit einer Geheimsprache. Wer so eine Geheimsprache kennt, muss nicht mehr flüstern. Mit der Bebe-Sprache kann man sich ganz offen über seine geheimsten Wünsche unterhalten.

Am besten denkst du dir gemeinsam mit deinen Freunden einfach eine neue Sprache aus, die nur ihr versteht!

Hast du schon mal von der Bebe-Geheimsprache gehört? Klick den Pfeil

Wie man geheime Botschaften verschickt

Eine Fremdsprache als Geheimsprache? Das reicht heute nicht mehr, weil viele Kinder eine Fremdsprache sprechen ... radioMikro-Reporterin Anna Wätzig hat sich im Münchner Kinder- und Jugendmuseum bei einer Ausstellung zum Thema "Kommunikation" Tipps geholt, wie man es doch schaffen kann, geheime Botschaften an die besten Freunde zu verschicken.

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Geheime Botschaften

Um geheime Botschaften zu schreiben, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Der Text kann zum Beispiel mit einer unsichtbaren Tinte geschrieben werden. Niemand bemerkt, dass auf dem leeren Papier eine Nachricht steht. Dafür können verschiedene Flüssigkeiten verwendet werden: Zitronensaft, Milch, Zwiebelsaft oder Spucke. (Ach ja, auch mit Urin geht es.) Eine Schreibfeder kannst du aus einer Vogelfeder basteln oder aus einem Holzstöckchen, das du vorne gut anspitzt. Ein schräg angeschnittener Strohhalm geht auch. Sichtbar wird die unsichtbare Schrift, wenn das Blatt Papier erhitzt wird, also am einfachsten mit dem Bügeleisen oder mit einer Kerze. Aber Vorsicht, Papier brennt sehr schnell.


Die "Enigma"
Enigma (dpa) Im Zweiten Weltkrieg benutzte das deutsche Militär diese Verschlüsselungsmaschine. "Enigma" wurde sie genannt. Das ist Griechisch und bedeutet "Rätsel".

Die "Enigma" ähnelte einer Schreibmaschine. Tippte man eine Nachricht auf ihr, wies sie jedem Buchstaben einen anderen Buchstaben zu. Und das immer wieder nach neuen Regeln. Nur wer das gleiche Enigma-Modell mit denselben Einstellungen hatte, konnte die Nachrichten entschlüsseln.


Eine andere Möglichkeit, geheime Botschaften zu versenden, ist die Verschlüsselung der Nachricht. Das heißt, jeder kann sehen, dass etwas auf dem Papier steht, aber niemand kann es verstehen. Die alten Griechen haben das zum Beispiel so gemacht:

Ein Stock als Schlüssel

Sie nahmen einen langen Papierstreifen und wickelten ihn um einen dicken Holzstock, etwa so wie ein Nudelholz. Der Streifen wurde aber nicht gerade darumgewickelt, sonst würde er sich ja selbst zudecken. Sie wickelten den Papierstreifen schief um das Holz, so wie einen Verband um den Arm. Jetzt schrieben sie die geheime Nachricht quer auf den Papierverband drauf. Wurde der Papierstreifen abgewickelt, dann standen lauter sinnlose Buchstaben hintereinander. Erst wenn der Streifen wieder über das Holz gewickelt wurde, waren die richtigen Buchstaben wieder nebeneinander und das Ganze gab einen Sinn. Hatte der Empfänger der Nachricht kein Nudelholz, dann konnte er sie nicht lesen.

Der Alphabet-Trick

Wem das alles zu kompliziert ist, der kann es einfacher machen. Dann gilt einfach nur jeder zweite Buchstabe, und der Buchstabe dazwischen bedeutet gar nichts.
M t a g x r p w e r t i z k t heißt dann: Max petzt.


Ort für Geheimnisse: Ein Schatzkästchen


Wie wäre es mit einem Schatzkästchen für deine Geheimnisse? Wir haben eine Bastelanleitung!

Jolyne Klützmann, Bernhard Schulz und Astrid Halder

 
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