|
|
Fledermäuse - Unterhaltung per Ultraschall
Stand: 10.01.2012
In Deutschland gibt es ungefähr 30 verschiedene Fledermausarten, auf der ganzen Welt sind es etwa 900. Die heimischen Arten ernähren sich von Insekten oder Früchten, aber nicht von Blut. Nur drei Fledermausarten trinken tatsächlich Blut, die leben alle in Mittel- und Südamerika.
Fledermäuse sind Säugetiere, obwohl sie fliegen können. Sie haben also weder Federn noch Schnabel, sie legen keine Eier, sondern sie haben Zähne, Fell und ihre Flügel sind mit Haut bespannt.
Sie fliegen vor allem nachts, deswegen haben sie eine ganz besondere Art, sich zu orientieren: Genau wie Delphine auch "sehen" sie mit Hilfe von Echoortung wie es um sie herum aussieht.
Die Tiere stoßen sehr hohe Töne aus, so hoch, dass wir sie nicht hören können, und dann warten sie, bis das Echo dieser Töne wieder zu ihnen zurückkommt. Jetzt wissen sie genau, ob vor ihnen eine Wand ist, oder ein Baum, oder ob die Bahn frei ist. Diese Echoortung funktioniert so gut, dass sie ein Insekt im Flug orten können, und sogar erkennen, wie schnell das Insekt fliegt.
Fledermäuse halten im Winter einen Winterschlaf. Dazu verstecken sie sich in tiefen Höhlen oder Gängen und hängen sich an die Decke, wo sie dann einschlafen.
Im Sommer ziehen sie in Baumhöhlen oder Speicher, wo sie dann tagsüber schlafen und nachts jagen. Die Krallen der Fledermäuse sind so, dass sie fest zuschnappen, ohne dass sie einen Muskel anspannen müssen. Das heißt, auch im Schlaf fallen sie nicht runter, selbst wenn sie sterben, bleiben sie an der Decke hängen.
Unhörbare Unterhaltungen per Ultraschall
Ohne Ultraschallwellen wären Fledermäuse ziemlich aufgeschmissen. Wie Delfine und Wale auch "unterhalten" sie sich nämlich über Ultraschallwellen.
Alle Töne und Geräusche dringen über Schallwellen in unser Ohr. Die können wir weder schmecken noch riechen noch sehen. Trotzdem schwirren sie immer und überall um uns herum. Schallwellen breiten sich aus und drücken Teile der Luft weg. Diese Schwingungen fängt unsere Ohrmuschel auf und leitet sie zum Trommelfell weiter. Und das Ohr schickt dann alle Geräusche an unser Gehirn weiter: Türklingeln, Hundebellen, Zugrattern und Musik.
Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Schallwellen: tiefe und hohe. Die ganz hohen heißen Ultraschallwellen. Mit unserem Gehör können wir sie aber nicht wahrnehmen, Fledermäuse, Wale oder Delfine aber eben schon.
Börnie Schulz und Isabelle Auerbach
|
 |
|
|