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Fledermäuse - Unterhaltung per Ultraschall

Stand: 18.09.2014


Eine fliegende Fledermaus (c) dpa



Von wegen Blutsauger! In Deutschland gibt es ungefähr 30 verschiedene Fledermausarten, auf der ganzen Welt sind es etwa 900. Alle heimischen Arten ernähren sich von Insekten oder Früchten - und nicht von Blut. Nur drei Fledermausarten trinken tatsächlich Blut: Sie leben alle in Mittel- und Südamerika.

Fledermäuse sind Säugetiere, obwohl sie fliegen können. Sie haben also weder Federn noch Schnabel, sie legen keine Eier, sondern sie haben Zähne, Fell und ihre Flügel sind mit Haut bespannt.

Fledermäuse fliegen vor allem nachts, deswegen haben sie eine ganz besondere Art, sich zu orientieren: Genau wie Delphine auch "sehen" sie mit Hilfe von Echoortung wie es um sie herum aussieht.

Unhörbare Unterhaltungen per Ultraschall

Hier erklären wir dir den Unterschied von Schallwellen und Ultraschallwellen - und du kannst Fledermäusen und Delfinen zuhören!

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Fledermaus (c) dpa
Alle Töne und Geräusche dringen über Schallwellen in unser Ohr. Die können wir weder schmecken noch riechen noch sehen. Trotzdem schwirren sie immer und überall um uns herum. Schallwellen breiten sich aus und drücken Teile der Luft weg. Diese Schwingungen fängt unsere Ohrmuschel auf und leitet sie zum Trommelfell weiter. Und das Ohr schickt dann alle Geräusche an unser Gehirn weiter: Türklingeln, Hundebellen, Zugrattern und Musik.

Es gibt ganz unterschiedliche Arten von Schallwellen: tiefe und hohe. Die ganz hohen heißen Ultraschallwellen. Mit unserem Gehör können wir sie aber nur manchmal wahrnehmen, Fledermäuse, Wale oder Delfine sind dagegen darauf "gepolt".

Die Ultraschallortung der Fledermäuse funktioniert wie das Echo in den Bergen: Der Schall, der zurückkommt, sagt den Fledermäusen nicht nur dass da etwas ist, sondern auch was. Sie wissen genau, ob vor ihnen eine Wand ist, oder ein Baum oder ob die Bahn frei ist. Diese Echoortung funktioniert so gut, dass sie ein Insekt im Flug orten können, und sogar erkennen, wie schnell das Insekt fliegt. Schnelle kurze Töne helfen ihnen bei der Orientierung (die Fledermausforscher nennen sie darum Echoortungsrufe). Längere Töne dienen ihnen dazu, sich zu unterhalten. Zum Beispiel sagen sie damit: Weg da, das ist mein Revier! Diese Sprache (Sozialrufe sagen die Fledermausforscher dazu) können wir mit besonders guten Ohren manchmal auch hören.

radioMikro-Reporterin Anja Scheifinger hat mit Kindern eine Nacht im Nürnberger Tiergarten verbracht, um Fledermäuse zu beobachten. Dabei hat der Biologe Dr. Ralph Simon von der Universität Erlangen-Nürnberg mit einem speziellen Computerprogramm die verschiedenen Rufe der Fledermäuse hörbar gemacht.

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Schlafen - mit dem Kopf nach unten!

Kacken und pieseln ...
... tun Fledermäuse übrigens nur im Flug, nicht, wenn sie schlafen, denn sonst würden sie sich ja selbst auf das Fell machen und das wollen auch Fledermäuse nicht.
Fledermäuse halten im Winter einen Winterschlaf. Dazu verstecken sie sich in tiefen Höhlen oder Gängen und hängen sich an die Decke, wo sie dann einschlafen.

Im Sommer ziehen sie in Baumhöhlen oder Speicher, wo sie dann tagsüber schlafen und nachts jagen. Die Krallen der Fledermäuse sind so, dass sie fest zuschnappen, ohne dass sie einen Muskel anspannen müssen. Das heißt, auch im Schlaf fallen sie nicht runter, selbst wenn sie sterben, bleiben sie an der Decke hängen.

Börnie Schulz, Isabelle Auerbach und Anja Scheifinger

 
  Mehr übers Echo!
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