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Tiere im Winter


Tiere können ihr Futter nicht im Supermarkt kaufen und sie haben auch keine Heizung in ihren Behausungen. Deswegen haben sie die verschiedensten Tricks entwickelt, wie sie über den Winter kommen:

Winterschlaf, Winterruhe und Winterstarre:

Tierische Wärm-Tricks:

Winter-Tarnfell bei Hermelin, Schneehuhn, Schneehase:

Ameisen (dpa)
Was machen Ameisen im Winter?

Wenn die Herbststürme übers Land fegen und es von Tag zu Tag kälter wird, machen sich die Ameisen auf in ihr Winternest. Sehr weit müssen sie nicht krabbeln, aber dafür sehr tief - ein Meter ist für eine Ameise so viel wie für uns 40 Stockwerke: Mehrere Meter unter dem Ameisenhaufen liegt also das Winternest, zum Beispiel unter den Wurzeln eines großen Baumes.

Dort unter der Erde ist es wärmer als in den Gängen aus Tannennadeln, Zapfen und Holzstückchen. Am tiefsten Punkt versammeln sich die Königin und die Arbeiterinnen und fallen in eine Art Winterschlaf. Allerdings sind sie während dieser Zeit nicht allein - in den kalten Monaten haben sie Gäste in ihrem Nest ...

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Biber
Was machen Biber im Winter?

Knapp 100 Jahre lang war der Biber aus Bayern und vielen anderen Ländern in Europa verschwunden - er galt hier als ausgerottet. Die Menschen fanden sein Fleisch einfach zu lecker und auch sein dichter Pelz war so begehrt, dass er überall gejagt wurde.

Dabei war der Biber eigentlich zuerst da. In Bayern nagen Biber schon seit 15 Millionen Jahren, Menschen laufen hier erst seit 100.000 Jahren herum. Seit 30 Jahren versucht man nun den Biber, das zweitgrößte Nagetier der Welt (kommt gleich nach dem südamerikanischen Wasserschwein), wieder anzusiedeln ...

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Eichhörnchen (BR)
Wie überwintern Eichhörnchen?

Wenn es draußen kalt ist, dann rollt sich das Eichhörnchen in seinem Nest zusammen und wickelt den langen Schwanz wie eine Decke um sich herum. Eichhörnchen sind wetterscheu. Sobald es draußen regnet oder schneit, bleiben sie in ihrem Nest.

Ihre Nester sind sehr bequem, warm und vor allem trocken. Egal, ob sich ein Eichhörnchen einen hohlen Baumstumpf als Wohnung aussucht oder ob es sein Nest in eine Astgabel baut: Eichhörnchennester haben immer ein Dach, einen von innen verschließbaren Eingang und sie sind so warm gepolstert, dass das Eichhörnchen nicht friert.
So ein Eichhörnchennest hat aber keinen Vorratskeller, in dem das Eichhörnchen seine Wintervorräte aufheben könnte ...

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Fisch
Was machen die Fische im Winter?

Im Winter kann man keine Ringe auf der Wasseroberfläche der Seen, Bäche und Flüsse in Bayern beobachten, weil die Fische nicht nach Insekten schnappen. Wenn das Wasser langsam kälter wird und zum Teil auch gefriert, beginnt die ruhige Zeit für die Fische. Sie bewegen sich nur so viel, wie unbedingt nötig ist.

Sie leben von ihren Fettreserven, die sie sich im Sommer angefressen haben und von den restlichen Pflanzen und kleinen Lebewesen, die sie im Winter noch im Wasser finden können. In der kalten Jahreszeit ist der Kreislauf des Fisches ganz auf Sparflamme gestellt. Der Fisch passt auch seine Körpertemperatur der Wärme des Wassers an; wird das Wasser kälter, wird der Fisch kälter. Wird das Wasser im Frühjahr wieder wärmer, nimmt die Körpertemperatur des Fisches wieder zu ...

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Honigbiene an Schneeglöckchen (c) dpa
Was machen Honigbienen im Winter?

Tiere haben im Winter keine Heizungen in ihren Behausungen? Denkste! Die Bienen haben sich da was ganz besonderes ausgedacht: Sie bleiben den ganzen Winter über in ihrem Bienenstock und bauen sich dort zwischen den Waben eine Heizung aus ihren eigenen Körpern ...

Normalerweise werden Bienen nur 6 Wochen alt. Im Winter aber, da können keine neuen Bienen schlüpfen, dazu ist es viel zu kalt und es gibt auch keinen Honig, weil es ja keine Blumen gibt. Deshalb gibt es extra Winterbienen. Die werden 6 Monate alt. So kommt das Bienenvolk über den Winter. Im Frühling schlüpfen dann wieder neue Sommerbienen ...

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Viele Marienkäfer ©
Die Marienkäfer-Taktik

Marienkäfer überwintern nach einer cleveren Taktik. Nach einer Fünf-Punkte-Taktik sozusagen. Punkt eins: Sie suchen sich einen Ort, an dem sie geschützt sind. Unter Laub oder Moos, in tiefen Baumritzen oder unter dicken Felsbrocken. An solchen Plätzen sind sie dem direkten Frost nicht ausgesetzt. Temperaturen von Minus 10 bis Minus 15 Grad können sie aber gut aushalten.
Punkt zwei: Sie haben die richtige Körperflüssigkeit. Der Marienkäfer hat, wie viele andere Insekten, in ihrer Körperflüssigkeit eine Art Frostschutzmittel, damit sie im Frost nicht zerplatzen. Das funktioniert so ähnlich, wie das Frostschutzmittel in der Scheibenwaschanlage vom Auto ...

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Zwei Zwergbläulinge © dpa
Schmetterlinge im Winter

Schmetterlinge kommen auf ganz verschiedene Arten durch den Winter. Die meisten sterben im ersten Frost und lassen in kleinen Ritzen oder hohlen Pflanzen-Stängeln ihre Eier oder kleine Raupen zurück. Andere Schmetterlinge überwintern im Puppenstadium an einen Baum geklebt, getarnt als Zweig oder trockenes Blatt.

Aber einen Schmetterling gibt es, der hat sich was ganz besonders Schlaues ausgedacht: der Schwarzgefleckte Bläuling. Seine Raupe macht sich im Herbst auf die Suche nach einer Ameisenstraße. Das ist ungewöhnlich, denn eigentlich sind Ameisen Feinde der Schmetterlingsraupen. Ameisen fressen Schmetterlinge nämlich, wenn sie können ...

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Walflosse © dpa
Wie halten sich Wale warm?

Erst mal zur Erinnerung: Wale sind, obwohl sie im Wasser leben, keine Fische. Wale sind Säugetiere, sie haben Lungen, und sie müssen zum Atmen auftauchen. Wale sind perfekt an das Leben im Meer angepasst und können viel länger die Luft anhalten, als andere Tiere. Und es gibt zwei Arten von Walen: die Zahnwale und die Bartenwale. Die Zahnwale haben Zähne. Sie machen Jagd auf Fische und Tintenfische. Zu den Zahnwalen gehören die großen Pottwale, die bis zu tausend Meter tief tauchen können. Die kleinen Zahnwale werden Delfine genannt. Delfine tauchen nicht so tief, denn in der Tiefsee ist es ihnen viel zu kalt ...

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Kilian Leypold, Julie Metzdorf, Anja Mösing, Inga Nobel, Bernhard Schulz, Barbara Weiß, Simone Wichert.

 
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