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Tulpe - Sultans liebstes Zwiebelchen

Stand: 22.05.2015


Tulpe im Tulpenfeld (c) Mauritius-images



Schon mal was von Tulipomanie gehört? Da kann man über nichts anderes mehr reden als über Tulpen. Man denkt an Tulpen, träumt von Tulpen und will unbedingt Tulpen kaufen und vielleicht teuer wieder verkaufen! Das ist kein Witz! Diese "Krankheit" gab es wirklich mal - vor ungefähr 450 Jahren.

Tulpe (c) Getty
Damals war die Tulpe eine sehr berühmte und unglaublich kostbare Blume. So teuer waren Tulpen, dass man sich für eine Zwiebel von einer besonders hübschen bunten Tulpe mit gefiederten Blütenblättern ein ganzen Haus kaufen konnte! Es gab reiche Adelige, die für eine einzige Tulpe ein ganzes Zimmer mit lauter Spiegeln an den Wänden gebaut haben: ein Spiegelkabinett, in dem mitten drin ihre Tulpe stand. Dann sah es aus, als wäre es in Wirklichkeit ein ganzes Tulpenbeet. Kostbare Blumen damals ...

Das war zu einer Zeit, als die ersten Tulpen gerade aus dem Orient zu uns gebracht wurden. Dort hatte der Herrscher des großen Osmanischen Reiches, der Sultan, seinen Palast, den Serail, mit so vielen Tulpen schmücken lassen, dass sein Volk ihn "Palast der Tulpen und der Tränen" nannte. (Wo das mit den Tränen herkommt, weiß ich auch nicht.) Der Sultan liebte die Tulpen wirklich sehr: Tulpen waren auf den Fliesen, mit denen die Wände gekachelt waren, auf den Vasen, sogar auf dem Stoff, aus dem er sein Gewand nähen ließ, und auf seinem Herrscherwappen.

Bei uns ließen sich Kaufleute und Bürger, die sich keine eigene Tulpen leisten konnten, ein Ölgemälde von einer besonders schönen Tulpe malen. Verrückt, oder? Wo wir die Tulpen heute einfach so im Supermarkt kaufen können. Und gleich einen ganzen Strauß!


Superstar unter den Blumen

Mehr über den Superstar unter den Blumen kansnt du dir hier von radioMikro-Reporterin Silke Wolfrum anhören - klick den Startknopf!

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Mädchen mit Tulpen (c) Mauritius-images




Anja Mösing


 
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