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Räuberhelden

Stand: 09.09.2012


Räuber hat es immer gegeben. Manche wurden geschnappt und bestraft, andere nicht. Manche wurden richtig berühmt. So wie diese:

Robin Hood

Robin Hood (c) dpa
Gab es ihn wirklich? Das hier ist nur ein Schauspieler.
England. Mittelalter. Die Menschen sind arm und werden unterdrückt vom Sheriff von Nottingham. Robin Hood kann das nicht mit ansehen.

Er ist der beste Bogenschütze weit und breit und wohnt in den Wäldern, im Sherwood Forest. Mit seinen Anhängern überfällt er die Kutschen der Reichen und gibt das Geld den Armen. Er ist zwar ein Räuber, aber ein Räuber, der für die Gerechtigkeit kämpft.

Gab es ihn wirklich? Darüber streiten sich die Menschen, weil es natürlich keine Geburtsurkunde oder eine Sterbeurkunde von Robin Hood gibt. Die Geschichte von Robin Hood haben sich die Menschen einfach immer weitererzählt, ganze Jahrhunderte lang. Deshalb weiß man heute nicht mehr, was wirklich wahr und was nur erfunden ist.

Mathias Kneißl

Mathias Kneißl (c) dpa
Mathias Kneißl, der "Räuber-Kneißl".
"1000 Mark Belohnung! Gesucht wird, Mathias Kneißl, beheimatet in Unterweikertshofen, geboren daselbst 12. Mai 1875," stand auf dem Steckbrief, mit dem die Gendarmen den Räuber-Kneißl rund um München suchten.

Viel gewildert hatte er, hatte einen Bauern bestohlen und dann auch noch zwei Gendarmen erschossen. Danach begann die Polizei, ihn durch ganz Bayern zu jagen. Aber er konnte sie lange an der Nase herumführen: Gleich drei Fahrräder hatte er an verschiedenen Stellen versteckt - während die Gendarmen immer zu Fuß hinter im herliefen. Ihre Gewehre waren so lang, dass sie beim Betreten eines Hauses immer an der Tür hängen blieben. Die Leute lachten über die Gendarmen und freuten sich, wenn sie dem Mathias Kneißl helfen konnten.

Sie gaben ihm Essen, halfen ihm auf seiner Flucht und schrieben ihm sogar Fanpost. Aber dann hat ihn eine Verwandte verraten, die unbedingt die Belohnung haben wollte. Gleich 160 Gendarmen umstellten das Haus, in dem der Räuber war. Aus ganz Bayern kamen die Menschen, um dabei zu sein, wenn Mathias Kneißl verhaftet wird. Und diesmal entkam er nicht. Am 21. Februar im Jahre 1902 wurde er im Augsburger Gefängnis hingerichtet. Und die Geschichten über ihn wurden im Laufe der Zeit immer abenteuerlicher.

Schinderhannes

Sechs Jahre lang schlotterten die Menschen zwischen Mainz und Saarbrücken vor der Bande des Schinderhannes. Immer wieder überfielen die Räuber Bauern und Kaufleute und erpressten Geld von ihnen. Schon mit 16 hatte der Schinderhannes, der eigentlich Johannes Bückler hieß, die ersten Hammel geklaut. Sein Vater war ein Abdecker (das ist jemand, der tote Tiere beseitigt) - im Taunus nennt man so jemanden Schinder - daher hatte der Hannes auch seinen Namen. Die Familie Bückler war arm und weil Hannes vor seinen Freunden gut dastehen wollte, brauchte er Geld: Das stahl er sich zusammen. Ein paar Jahre ging das gut und die Räuber lebten wie die Fürsten, feierten Feste und trugen teure Kleidung. Doch dann wurde der Schinderhannes verraten, festgenommen und zum Tode verurteilt: Am 21. November 1803 wurde er vor 40.000 Zuschauern in Mainz geköpft.

Elke Dillmann, Inga Nobel, Karen Zoller




 
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