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Lachen - Eine ganz ernste Sache
Stand: 06.02.2012
Auch wenn es sich so leicht und lustig anfühlt, Lachen ist für den Körper vor allem schwere Arbeit. Denn zum Lachen braucht er sehr viele Muskeln. Die ganze Atem-Muskulatur, die Gesichtsmuskeln sowieso und auch die Schultern und der Oberkörper machen mit. Und auch der Bauch bewegt sich. Bis zu achtzig Muskeln sind da im Einsatz! Hättest du das gedacht?
Manchmal geht beim Lachen auch was daneben ...
Siebzehn Muskeln im Gesicht und bis zu achtzig im ganzen Körper bewegen wir, wenn wir lachen. Ein Muskel zwischen Ohr und Mundwinkel ist sogar speziell fürs Lachen da: der Lachmuskel!
Und warum der ganze Stress? Klar, weil's eben so zum Lachen ist, wenn was lustig ist. Dann kann man ja eigentlich auch gar nicht anders, dann muss man einfach lachen. Natürlich findet jeder etwas anderes lustig, aber die meisten von uns können über Witze, Grimassen, Scherzfragen oder lustige Filme lachen. Wer kitzlig ist, lacht auch dabei laut los. Und manchmal sind wir auch ein bisschen schadenfroh, wenn anderen etwas Dummes passiert und finden das zum Lachen. Und worüber lachst du?
Lachen vor Glück
Immer, wenn wir was lustig finden, dann ist unser Körper glücklich. Dann nämlich werden von ganz vielen Stellen im Körper Glückshormone losgeschickt. Und je lustiger was ist, desto glücklicher sind wir. Bis es kaum noch auszuhalten ist! Wissenschaftler glauben, dass wir lachen, um uns von diesem riesigen Glücksgefühl zu befreien. Deshalb platzen wir ja auch manchmal regelrecht vor Lachen. Lachen ist eine besondere Form von atmen. Man atmet ein und presst die Luft gegen den Widerstand der fast geschlossenen Stimmritze stoßweise wieder raus. Dabei muss die Luft dann an der Stimmritze vorbei und es entsteht ein Lach-Ton. Probier es doch mal aus!
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Überall auf der Welt wird gelacht!
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Du kannst dafür aber auch einen Luftballon nehmen. Blase ihn auf und zieh dann das Ansatzstück leicht auseinander. Dann gibt es diesen quietschigen Ton. Wenn du das Ansatzstück zu stark auseinander ziehst, dann kommt keine Luft durch, und der Ton hört auf. Wenn du das jetzt abwechselnd ganz schnell machst, kannst du deinen Luftballon lachen lassen. So entsteht auch bei uns das Lachen. Nur dass der Luftballon die Lunge und das Ansatzstück die Stimmritze ist.
Wie sich das Lachen anhört, hängt dann noch davon ab, ob da ein großer Mensch mit einem großen Brustkorb und einem dicken Bauch lacht - dann gibt's ein ganz dunkles "hohoho"-Lachen oder ob ein ganz dünner lacht, der sowieso schon eine helle Stimme hat, dann klingt's mehr nach "hihihi".
Lachen ist gesund!
Beim Lachen massiert das Zwerchfell die inneren Organe. Und weil wir beim Lachen tiefer atmen, wird der ganze Körper besser mit Sauerstoff versorgt. Das stärkt das Immmunsystem, die Körperpolizei, die unseren Körper gegen Eindringlinge wie Bakterien und Viren schützt. Lachen macht also gesund und lässt uns sogar auch besser denken. Denn auch das Gehirn freut sich über eine Extra-Portion Sauerstoff!
Die Wissenschaft vom Lachen
Ob du das lächerlich findest oder nicht: Es gibt sogar eine Wissenschaft vom Lachen, die Gelotologie. Der Begriff kommt vom griechischen Wort für Lachen: "gelos". Die Forscher meinen, Lachen ist angeboren und die Menschen haben schon gelacht, noch bevor sie überhaupt gesprochen haben. Lachen steckt an und verbindet die Menschen miteinander. Wer viel lacht, streitet weniger.
Manchmal klappt's auch gar nicht mit dem Lachen: Lachen auf Befehl ist zum Beispiel sehr schwer. Kinder lachen übrigens mehr als Erwachsene. Warum, das wissen die Wissenschaftler (noch) nicht. Aber sie sagen, Kinder lachen bis zu vierhundert Mal am Tag, Erwachsene nur zwanzig Mal! Ganz schön wenig, oder?
Karen Zoller und Simone Wichert
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