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Eskimos - Ihr Leben, ihr Glauben, ihre Musik

Stand: 09.02.2014


Inuit-Frau mit Baby in traditioneller Kleidung (c) dpa



Eskimos leben hoch im Norden: auf der Insel Grönland, in Alaska, in Nord-Kanada und einige auch in Sibirien. Als "Eskimos" wurden sie von ihren indianischen Nachbarn bezeichnet, von denen wir den Namen übernommen haben. Die genaue Bedeutung des indianischen Namens ist unklar: Es heißt entweder "Die, die rohes Fleisch essen" oder "Die, die Schneeschuhe tragen". Ganz einig sind sich die Sprachforscher da nicht. Einige Eskimovölker nennen sich selbst "Inuit". Das heißt in ihrer Sprache einfach nur Mensch.

Was heißt "Eskimo" genau übersetzt und was bedeutet "Inuit"? Die Inuit-Expertin Nadine Gerth weiß die Antwort.

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Gibt es bei den Inuit wirklich 100 Begriffe für das Wort "Schnee"?

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So lebten die Eskimos früher

Iglu (c) dpa
Versuch' doch auch einmal ein Iglu zu bauen.
Früher trugen die Eskimos Kleider und Mäntel aus Renntierfellen. Die waren besonders warm. Die Fellkleider und Jacken wurden früher von den Eskimofrauen im Iglu genäht. Weil das Iglu recht eng war und es darin keinen Platz für Tische und Stühle gab, saßen die Frauen auf kleinen Eisbänken auf denen Tierfelle lagen. Das Tierfell für die Kleider schnitten sie auf dem Boden zu und nähten dort auch.

So ein Iglu war wirklich kein Palast. Vielmehr als vier Leute hatten dort kaum Platz ...


...und hier geht's weiter:

So feierten die Eskimos früher

Inuit-Frauen mit Rahmentrommel (c) dpa
Für die Touristen kommt heute noch die Rahmentrommel zum Einsatz.
Für besondere Feste, wie etwa Hochzeiten, Totenfeiern und dem Wechsel der Jahreszeiten, bauten sich die Inuit aber extra große Iglus. Bis zu 100 Inuit passten dort hinein. In der Mitte musste genug Platz für den Trommeltanz frei bleiben, der bei keinem Fest fehlen durfte. Ein Mann trommelte, sang und tanzte dabei gleichzeitig mit einer Rahmentrommel und einem Schlägel in der Hand. Das Besondere an dem Instrument war: Der Schlägel, oft mit Fellresten überzogen, wurde gegen den Rahmen der Trommel geschlagen, nicht gegen das Trommelfell. Die Lieder handelten von der Jagd, von gefährlichem Wetter, von Hungerzeiten, von Familien und von Kämpfen.

Auch das alte Inuit-Gesangsspiel "Katajjaq" fand früher in allen Dörfern statt. Zwei unterschiedlich große Frauen standen sich dabei so dicht gegenüber, dass ihre Lippen sich fast berührten. So bildeten ihre Körper eine Art Instrument und die Töne konnten besser schwingen. Blitzschnell, wie Pingpong-Bälle, spielten sich die Frauen die Töne gegenseitig zu. Helle und tiefe Kehlkopfklänge wechselten sich ab. Gewonnen hatte diejenige, die am längsten im richtigen Rhythmus blieb – ohne zu lachen.

Im Beitrag von Do Re Mikro-Reporterin Isabelle Auerbach kannst du die traditionelle Musik der Inuit hören.

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Daran glaubten die Eskimos früher

Die Inuit der "alten Zeit" sahen die Welt als eine große Gemeinschaft von beseelten Dingen. Sie selbst waren Teil dieser Gemeinschaft in der alle, egal ob Mensch oder Tier, gleich viel wert waren. Alle Seelen waren miteinander verwandt und einander ähnlich.

Dieser Glaube an die Gemeinschaft spiegelt sich auch in der besonderen Namensgebung der Eskimos wider: Während bei uns in der Regel die Eltern den Vornamen ihrer Sprösslinge aussuchen, wurde bei den Eskimos noch vor 100 Jahren der Name bereits vor der Geburt festgelegt.

Hör dir an, was Do Re Mikro Reporterin Kristina Dumas über die Namensgebung bei den Eskimos vor etwa 100 Jahren herausgefunden hat.

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Abanak, Komonak oder Nanuk? Lies mehr über die Namensgebung der Eskimos

Eskimo (c) dpa
Göttliche Seelen

Das höchste Wesen hieß Sila. Sila war so etwas, wie die Gemeinsamkeit aller Seelen, nicht nur der menschlichen oder der der Tiere, auch Berge hatten in der Vorstellung der Inuit Seelen.

Tief unten, in den kalten Fluten des Eismeeres, stand das Haus der Meerfrau Sedna. Sedna, halb Mensch, halb Wal, war die Seele des Meeres, sie hatte Macht über die Tiere in ihrem Reich und die Menschen, die von den Meerestieren lebten, waren auf ihren guten Willen angewiesen ...

... und hier geht's weiter!

So leben Eskimos heute

Eskimos waren früher Nomaden, das heißt, sie hatten keine festen Häuser, in denen sie wohnten, sondern sie zogen zwischen verschiedenen Orten hin und her, je nachdem, wo es für sie gerade am Besten war.

Im kurzen Sommer folgten sie auf dem Festland den Karibu-Herden. Karibus sind Verwandte der Rentiere, und die Eskimos erlegten so viele von ihnen, wie sie nur konnten. Wenn der Sommer vorbei war, zogen die Eskimos auf ihren Hundeschlitten dorthin, wo sie trotz Eis, Schnee und Sturm überleben konnten: an den Rand des Polarmeeres. Das Meer ist dort im Winter dick zugefroren und so fuhren die Eskimos mit ihren Schlitten aufs Meer und jagten nach Robben, Walen und Eisbären.

Wie leben die Inuit denn heute? Haben die Strom? Inuit-Expertin Nadine Gerth erklärt ...

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Wohnen die Inuit noch in Iglus?

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Die Hunde vor den Schlitten spannen und durch den Schnee fetzen - das gehört für die Inuit auch heute noch zu ihrem Leben. Wie sehen diese Schlittenhunde aus?

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Inzwischen haben sich für die Eskimos viele Dinge geändert ...

So feiern die Inuit heute

Seit gut 60 Jahren leben die meisten Inuit in Siedlungen, also in festen Häusern, die die kanadische Regierung für sie gebaut hat. Die großen Fest-Iglus gibt es nicht mehr, stattdessen findet die alte Musik in den Gemeindezentren der Siedlungen statt. Meistens nur für Touristen. Auch die Musik der Inuit hat sich geändert. Neben der alten Rahmentrommel und dem "Katajjaq" gibt es heute auch Rock- und Countrymusik in Englisch und Inuktitut. Über einen Fernsehsender, der von Indianern und Inuit gemeinsam gestaltet wird, erreicht diese Musik jede noch so entfernte Siedlung des Nordpols.


Isabelle Auerbach, Kristina Dumas und Bernhard Schulz

 
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