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Weihnachtsbäume – Wo kommen sie her?

Stand: 23.12.2009


Tannenbäume (Getty Images)
Kleine Christbäume erinnern ein bisschen an Gemüse. In langen Beeten wachsen sie dicht an dicht auf Feldern, die man Plantagen nennt. Von weitem könnte man glauben, da spitzt Salat aus der Erde - wenn man näher hinschaut, sieht man natürlich auch bei den Mini-Bäumen die Nadeln an den Ästchen. Die beliebteste Weihnachtsbaum-Art ist die Nordmanntanne. Aber auch Blautannen, Fichten und Kiefern werden geschmückt und so zum Christbaum. 20 bis 25 Millionen Nadelbäume brauchen wir in Deutschland jedes Jahr zur Weihnachtszeit. Der Großteil davon wächst auf Plantagen in Polen, Ungarn und vor allem in Dänemark.

Manche Bäume sind aber auch ganz normal im Wald groß geworden. Sie werden dort nicht extra gezüchtet, sondern vom Bauern oder Förster ausgesucht, geschlagen und auf dem Markt verkauft. Im Gegensatz zu den Plantagen-Bäumen müssen sie nicht viele hundert oder tausend Kilometer durch die Gegend gefahren werden, um mit Kugeln behängt zu werden. Zehn bis fünfzehn Jahre dauert es übrigens, bis eine Tanne oder Fichte hoch genug ist, um im Weihnachtszimmer zu stehen.

Vor gut 500 Jahren entstand der Brauch, sich am Heilig Abend einen Nadelbaum in die Wohnung zu stellen. Eigentlich ist er ein Überbleibsel der alten Germanen. Diese hatten ihr Vieh jedes Jahr im Winter an immergrünen Zweigen vorbei getrieben, weil sie glaubten, dass gute Geister in den Ästen zuhause seien und den Tieren Glück brächten. Die Idee gefiel wohl auch den Christen - und von Jahrhundert zu Jahrhundert wurden immer mehr Weihnachtsbäume aufgestellt. Im 17. Jahrhundert, vor 400 Jahren, kamen dann die ersten Kerzen auf die Zweige, im 19. Jahrhundert, vor etwa 150 Jahren, hatte dann irgendjemand die Idee, Glaskugeln an die Äste zu hängen. Damals hatte es der Weihnachtsbaum dann endgültig geschafft: Seitdem gehört er zum Heilig Abend wie die Krippe.

Inga Nobel


 
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