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Tag der deutschen Einheit - Was feiern wir?

Stand: 19.09.2014


Berliner Mauer 1989 (c) dpa






















Die Berliner Mauer 1989

Mauerbau (dpa)
Berlin: Eine Mauer teilt die Stadt ...
Seit dem Jahr 1990 ist der 3. Oktober ein Feiertag. "Tag der deutschen Einheit" heißt der. Da feiern wir, dass unser Land ein Land ist. Davor gab es zwei Deutschlands: Die DDR, die "Deutsche Demokratische Republik" im Osten und die BRD, die "Bundesrepublik Deutschland" im Westen. Und Berlin, die geteilte Stadt, lag mitten in der DDR.

Am 3. Oktober 1990 wurde die Bundesrepublik um fünf Bundesländer größer und die DDR gibt es seitdem nicht mehr. Aber bis dahin war Deutschland ein geteiltes Land: geteilt durch Mauern und Stacheldraht seit 1945, seit dem letzten großen Krieg.


Aus zwei mach eins - zur Deutschen Einheit

Im Jahr 1986 hat radioMikro-Reporter Joachim Thiel eine Reise in die damalige DDR gemacht. Jetzt hat er wieder in seinem Tagebuch geblättert - wie war das noch damals? Das kannst du dir hier anhören!

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Deutschland - Verlierer des Zweiten Weltkrieges

Deutschland hatte den Zweiten Weltkrieg verloren. Die USA, Großbritannien, Frankreich und Russland, damals die Sowjetunion, waren die Gewinner. Jeder kümmerte sich um einen Teil von Deutschland. Das ging nicht lange gut: Russland hatte andere Vorstellungen davon, wie Menschen miteinander leben sollten, als die anderen drei Siegermächte.

Bau der Mauer quer durch Berlin.
Die USA, Großbritannien und Frankreich gründeten im Jahr 1949 aus ihren Teilen die Bundesrepublik und aus dem sowjetischen Teil wurde die DDR. Und mitten in der DDR lag die geteilte Stadt Berlin. Wie ein eiserner Vorhang teilten Stacheldraht und Mauer Berlin und ganz Deutschland in Ost und West. Von Travemünde an der Ostsee bis nach Hof in Bayern verlief die Grenze und trennte Familien und Freunde. Denn über diese Grenze konnte man nicht einfach so rüberfahren.


Wie kam es zum Bau der Mauer?

radioMikro-Reporterin Simone Wichert erklärt es dir. Klick auf den blauen Lautsprecher.

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Mauerbau (c) BR
"Wer uns angreift, wird vernichtet!"
Mauer aus Beton und Stacheldraht (c) BR
Zäune aus Beton und Stacheldraht
Sperre aus Lastern (c) BR
Sperren aus Lastwagen und Panzern
 

Mödlareuth - Die Mauer ging mittendurch

Der Ort Mödlareuth an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen wurde durch die Mauer getrennt. radioMikro-Reporterin Annerose Zuber erzählt dir mehr. Klick auf den Startknopf!

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Wie lebte man im geteilten Mödlareuth?

Wie war es, in einem geteilten Dorf zu leben? Wurden Familien getrennt oder konnten sie sich besuchen? radioMikro-Reporterin Annerose Zuber erklärt es dir. Klick auf den Startknopf!

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SED - Die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands

SED-Parade (c) BR
Die SED feierte sich mit Paraden gerne selbst.
Dass wir heute wieder ein vereintes Deutschland haben, verdanken wir den Menschen in der DDR, die sich für mehr Freiheit eingesetzt haben. Und das war dort nicht immer einfach.

Denn das Sagen hatte in der DDR die Partei, die das Land regierte: die SED. Und die Partei bestimmte alles: Wie gelebt und wie gearbeitet wurde und auch, was man in der Schule lernte. Wer mitreden wollte, wer sich überlegte, was man in der DDR vielleicht verbessern könnte, der musste heimlich denken. Denn die Partei fand sich selbst so gut, dass jeder, der anderer Meinung war, fürchten musste, bestraft zu werden.

Um Andersdenkende zu finden, ließ die Partei das eigene Volk bespitzeln. Dafür gab es die Behörde für "politische Straftaten": das "Ministerium für Staatssicherheit", kurz "Stasi".


Überwachungs-
kameras filmten ...
... sogar versteckt in Büchern!
Jede Menge Stasi-Akten!
 
Immer mehr Menschen ärgerten sich darüber, dass sie ihre Meinung nicht laut sagen konnten, dass sie ihre Freunde und Verwandte im Westen nicht so einfach besuchen durften. Im Laufe der Zeit wurden es dann immer mehr, die sich doch trauten, den Mund aufzumachen, die sagten, was sie dachten. Und je mehr es wurden, desto weniger konnte die Regierung der DDR dagegen tun.


Montagsdemonstrationen - der Beginn

"Versammlungs-freiheit" wird hier gefordert ...
Viele Menschen in der DDR waren aber schon so frustriert, dass sie nur noch eines wollten: Raus! Sie gingen, sie flohen aus der DDR im Sommer 1989. Erst Hunderte noch heimlich über Ungarn und Österreich, dann Tausende. Die aber in der DDR blieben, fassten immer mehr Mut! In Leipzig in der Nikolaikirche fing es an: Immer montags nach dem Friedensgebet in der Kirche zogen die Menschen friedlich durch die Straßen - aber was sie wollten, riefen sie ganz laut: "Wir sind das Volk!" und "Demokratie, jetzt oder nie!", riefen sie.


Diese "Montagsdemonstrationen" machten der Regierung der DDR Angst. Lange hatte die Partei nur zugesehen, wie erst Hunderte, dann Tausende und schließlich Hunderttausende ihrer Bürger für Veränderungen demonstrierten. Geändert hat die Partei aber so lange nichts, bis es schließlich zu spät war für das Überleben der DDR.

Einheitsfeiern (dpa)
Mauerfall:
Großes Fest auf der Mauer!
Der Fall der Mauer

Und dann, am 9. November 1989, verkündete ein Sprecher der DDR-Regierung, dass die Grenzen zwischen der DDR und der BRD jetzt offen seien. Auf dieses Signal hatten die Menschen lange gewartet: Tausende strömten noch in derselben Nacht an die Mauer in Berlin.

Die Bilder von den Menschen aus Ost- und West-Berlin, wie sie gemeinsam auf der Mauer tanzten, gingen um die Welt. Es war das Ende von Mauer und Stacheldraht, die Berlin und das ganze Land 28 Jahre, zwei Monate und 27 Tage geteilt hatten.


Wie kam es zum Fall der Mauer?

radioMikro-Reporterin Simone Wichert erzählt es dir. Klick auf den blauen Startknopf!

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Wie die Grenze aussah, die früher unser Land geteilt hat, kannst du dir auch heute noch anschauen - in Museen: Der "Checkpoint Charlie" war früher ein Grenzübergang in Berlin. Heute ist dort das Mauermuseum am Checkpoint Charlie. Und in Mödlareuth, in der Nähe von Hof, gibt es das Deutsch-Deutsche Museum Mödlareuth.


Karen Zoller und Simone Wichert


 
  www.mauer-museum.com - Zum Mauer-Museum
  Mehr über den Mauerfall


 
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