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Indianer - Ein kleines Lexikon

Stand: 21.08.2014


Pierre Brice als Winnetou (c) dpa



Unser Wissen über Indianer ist sehr stark von dem Bild geprägt, das der Schriftsteller Karl May mit seinen Büchern über den Apachen-Häuptling "Winnetou" entworfen hat. Alles Klischees?

Jeder kennt Indianerfilme. Wie viele Fehler darin stecken können, das geht auf keine Kuh- bzw. keine Büffelhaut. Lies hier mehr darüber!

Und so war's wirklich ...

Büffel:

Manche Indianerstämme lebten von der Büffeljagd – die Sioux zum Beispiel. Wenn sie einen Büffel - auch: Bison - erlegten, bedankten sie sich bei dem Tier – dafür, dass es ihnen zu essen gibt. Sie nahmen aber nicht nur sein Fleisch: Knochen konnten zu Werkzeug verarbeitet werden oder zu Schmuck. Aber damit nicht genug: Die Rückseite der Büffelzunge ist ganz rau und daher prima geeignet als Bürste. Das Fell wurde zu einer wärmenden Decke, das Büffelleder konnte zu einer Zeltplane und zu Kleidung werden und ein Büffelmagen verwandelte sich in der Hand der Sioux zu einem Wassereimer.

Die Bisonjagd war sehr gefährlich. Bevor die Spanier Pferde in Nordamerika einführten, mussten die Indianer die Bisons zu Fuß jagen. Dafür haben sie sich - mit Wolfsfellen verkleidet - so nah wie möglich an die Tiere herangeschlichen. Ein erlegter Bison brachte den Indianern etwa 200 Kilogramm Fleisch.

Jones Benally, Medizinmann (c) dpa
Jones Benally ist ein Medizinmann und Sänger der Navajo Indianer.
Federn:

Federn, besonders die Adlerfedern, hatten eine große Bedeutung bei den Indianern. Der Adler ist ein Tier, das über den Menschen und Tieren kreist, er hat scharfe Augen. Die Indianer hatten vor so einem mächtigen Tier Respekt. Darum waren die Vogel- und besonders die Adlerfedern so geschätzt. Übrigens: Nicht jeder durfte eine Feder tragen. Nur derjenige, der sich besonders mutig verhalten hatte, schmückte sich mit Federn und wurde vom Stamm besonders geachtet.

Friedenspfeife:

Eine Friedenspfeife ist in der Regel schön verziert, sie ist mit Federn und Schnitzereien geschmückt. Der Kopf der Pfeife ist aus Stein geschnitzt. Eine Friedenspfeife wurde einem anderen Stamm übergeben, dadurch wurde eine Art Verwandtschaft begründet. Das war wie ein Friedensvertrag. Man hat die Friedenspfeife zusammen geraucht. Der Rauch stieg nach oben direkt zu den Geistern, die über den Vertrag gewacht haben.

Mokassins:

Sie werden in der Regel aus Hirschleder hergestellt. Mit Glasperlen werden die Schuhe kunstvoll bestickt. Getragen werden sie wie bei uns ein Straßenschuh. Kleider und Schuhe waren bei den Indianern immer schön verziert. Der Indianer wollte dadurch der Natur, also den Pflanzen und Tieren, seine Ehrfurcht zeigen. Auch wenn er dazu gezwungen war, Tiere zu töten, um seine Familie zu ernähren, tat er es mit einer Achtung vor dem Tier und sauber und ordentlich gekleidet.

Nabelschnurtasche:

Die Nabelschnur von einem Neugeborenen wurde ganz sorgfältig aufbewahrt und getrocknet. In einen kleinen Lederbeutel wurde die Nabelschnur eingenäht. Der Nabelschnur sprach man eine besondere Kraft zu, sie sollte das Baby beschützen.

Navajo-Indianer (c) dpa
Ein Navajo-Indianer auf seinem Pferd im selbst verwalteten Monument Valley.
Naturverbundenheit:
So unterschiedlich Indianer auch lebten und leben – eines haben sie alle gemeinsam: sie leben von der Natur und mit der Natur. Sie nehmen sich von ihr, was sie brauchen – aber nicht mehr. Tiere und die Pflanzen betrachten sie als ihre Verwandten. Sie sind den Indianern heilig. Ernie La Pointe, ein Lakota-Indianer, erzählt, dass er einen "spirituellen Führer" hat: Es ist ein Adler mit weißen Federn, der ihn von Kind auf durch sein Leben begleitet. Wenn er in Schwierigkeiten steckt, gibt er ihm Kraft – wenn er traurig ist, spendet er ihm Mut. Andere fühlen sich mit Bären oder Wölfen verbunden.

Pemikan:

Die Indianer hatten bei einer langen Jagd immer etwas Nahrhaftes zu Essen dabei. Im Gürtel hing eine kleine Tasche mit Pemikan, einer ganz besonderen Nahrung, die aus Büffelfleisch, Fett und zerstampften Beeren bestand.

Pow-Wows

Was das ist, kannst du dir hier anhören - radioMikro-Reporterin Kirsten Zesewitz war bei einem Pow-Wow in Aschau dabei.

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Schneeschuhe:

Das ist ein Ring aus Holz mit einem Ledergeflecht, auf den man seinen Schuh bindet. Dadurch kann man über den weichen, tiefen Schnee gehen ohne einzusinken. Das ist wichtig, wenn man ein Bison verfolgt, denn die Bisons tun sich sehr schwer, sich im weichen, tiefen Schnee fortzubewegen. Für einen Jäger mit Schneeschuhen ist dadurch die Jagd leichter.

Tipi:

Das ist ein rundes Zelt, das aus zwanzig Holzstangen besteht. Über das Gerüst wurde ein Bisonfell gelegt. Das Zelt war oben offen, in der Mitte war die Kochstelle. Innen gab es neben der Kochstelle einen Schlafbereich und ein Plätzchen für die Gäste. Ein Tipi ist deshalb so wichtig, weil die Indianer den Bisons folgen mussten. Denn von ihnen hing ihre Ernährung ab. Wenn eine Weidefläche abgegrast war, zogen die Tiere weiter zur nächsten Wiese und die Indianer mussten ihnen hinterher ziehen. Deshalb benötigten sie ein Haus, das sie schnell auf und abbauen konnten.


Susanne Roßbach hat noch mehr über Tipis und Bisons herausgefunden. Hör selbst!

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Totempfahl:

Das ist ein ganz großer Holzpfahl, circa zehn Meter hoch, der vor dem Haus steht. In diesen Pfahl sind ganz viele Tiere eingeschnitzt. Jede Familie hat einen Schutzgeist, dessen Form in den Holzpfahl eingeschnitzt ist. Das kann zum Beispiel ein Rabe, ein Adler oder ein Biber sein.


Kristina Dumas, Tina Gentner, Anja Scheifinger und Susanne Roßbach

 
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