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Bibelhelden

Stand: 13.09.2012


Vor etwa dreitausend Jahren haben Menschen angefangen, die Geschichten aufzuschreiben, die wir heute in der Bibel lesen können. Schon immer waren sie für viele Menschen sehr wichtig, nicht einfach als Unterhaltung oder Gute-Nacht-Geschichten, sondern als Antwort auf Fragen, wie zum Beispiel unsere Welt entstanden ist, wo wir Menschen herkommen und wie wir zusammen leben sollen.

Die Bibel besteht aus zwei Teilen
Im Alten Testament ist die Geschichte Israels aufgeschrieben. Da gab es viele Propheten und Helden, die Gottes Wort gehört hatten und es an sein auserwähltes Volk weitergaben. Diese Zeit nennt man den "Alten Bund". Dann erschien Gottes Sohn Jesus, er kam in Menschengestalt auf die Erde. Durch ihn wollte Gott den Menschen näherkommen. Jesus hat vielen Menschen bis heute durch seine Worte und Taten neues Vertrauen in Gott gegeben. Was Gott den Menschen durch Jesus sagen wollte, steht im Neuen Testament.


Ein kostbares altes Buch (dpa)
Es gibt viele spannende Geschichten in der Bibel. Vor allem im Alten Testament gibt es oft Krieg zwischen den Völkern, es gibt Neid, Habgier oder Misstrauen. Eigentlich geht es aber immer auch darum, ob die Menschen Gott folgen oder nicht. Manchmal geht es da richtig drunter und drüber. Aber immer wieder gibt es Männer und auch Frauen, die Gottes Wort hören und in seinem Sinn handeln. Ihre Namen sind durch die Bibel berühmt geworden. Immer ist es Gott, der hinter ihnen steht und ihnen den Mut und die Kraft gibt, schier Unmögliches zu schaffen.


Sarah

Sarah, die Frau Abrahams (dpa)
So könnte sie ausgesehen haben...
Die Geschichten am Anfang der Bibel gehören zu den ältesten Erzählungen der Menschen. Sie beginnen mit einem Mann namens Abraham und seiner Frau Sarah. Die beiden konnten keine Kinder bekommen und waren sehr traurig darüber. Doch eines Tages schickte Gott sie in ein anderes Land, nach Kanaan, und versprach ihnen, dass sie viele Kinder bekommen würden. Die Jahre vergingen, ohne dass Sarah schwanger wurde. Sarah war schon längst aus dem Alter heraus, in dem Frauen normalerweise Kinder bekommen und lachte über die Prophezeiung.

Doch sie wurde tatsächlich schwanger und bekam einen Sohn. Weil sie gelacht hatte, nannte man den Sohn Isaak, das bedeutet nämlich: Man lacht. Sarah aber sagte zu Abraham: "Ich will nie mehr lachen, wenn Gott uns Dinge verspricht, die unmöglich erscheinen. Gott kann alles, was er sich vornimmt, und wir können nur staunen."

Noah

Der Berg Ararat (dpa)
Auf dem Berg Ararat in der Türkei ist die Arche angeblich gestrandet.
Die Geschichte dieses Helden spielt in der Urzeit. Die Menschen lebten nicht in Frieden miteinander und Gott war sehr enttäuscht. Es tat ihm leid, dass er sie überhaupt erschaffen hatte, und er dachte, vielleicht wäre die Erde besser dran ohne Menschen. Nur ein einziger Mann lebte so, wie Gott es wollte, das war Noah. Er rief Noah und sagte ihm, dass eine große Flut kommen werde. Noah sollte ein Schiff bauen für sich und seine Familie und von jeder Tierart ein Männchen und ein Weibchen mitnehmen.

Obwohl ihn die anderen auslachten, baute Noah seine Arche. Dann begann es zu regnen und hörte 40 Tage lang nicht mehr auf. Alles stand unter Wasser. In der Sintflut ertranken alle Menschen und Tiere, außer Noah und seiner Familie und den Tieren, die sie mitgenommen hatten. Nach 40 Tagen hörte der Regen auf, das Wasser ging zurück und sie konnten die Arche verlassen. Da erschien ein Regenbogen und Gott sagte: "Dieser Regenbogen soll ein Zeichen sein, dass ich euch so etwas wie die Sintflut nie wieder antun werde."

Josef

Kuh (c) dpa
Josef konnte den Traum mit den Kühen deuten.
In der Bibel gibt es ziemlich viele Geschichten, in denen sich Geschwister streiten. Josef hatte noch Glück im Unglück. Er war der Lieblingssohn seines Vaters. Seine elf Brüder waren deshalb sehr eifersüchtig und wollten ihn loswerden. Erst warfen sie ihn in einen ausgetrockneten Brunnen, dann verkauften sie ihn als Sklaven an vorbeiziehende Händler. Die nahmen Josef mit nach Ägypten. Bald sprach sich herum, dass Josef Träume deuten konnte. Und als der Pharao, der König von Ägypten, einen merkwürdigen Traum hatte, den ihm niemand erklären konnte, ließ er Josef rufen. Der Pharao hatte von sieben fetten Kühen geträumt, die von sieben mageren Kühen aufgefressen wurden. Und von sieben dünnen Weizenhalmen, die sieben dicke Ähren verschlangen.

Josef sagte dem Pharao, dass sieben reiche und sieben arme Jahre für das Land kommen würden. Und er gab ihm den Rat, einen weisen Mann mit der Verteilung der Ernte zu beauftragen, damit in den guten Jahren ein Vorrat für die schlechten Zeiten angelegt werde. Diese Erklärung gefiel dem Pharao so gut, dass er Josef zum Verwalter über ganz Ägypten machte. Als dann die Hungersnot kam, waren auch die Nachbarländer betroffen, wo Josefs Brüder lebten und sie machte sich auf den Weg nach Ägypten, denn da gab es ja Vorräte. Josef konnte nun seiner Familie helfen und es gab ein großes Freudenfest. Bald zog die ganze Familie nach Ägypten und viele Israeliten folgten ihnen.

Moses

Moses (c) dpa
Moses bringt Regeln für die Menschen mit.
Das Volk Israel erlebte über die Jahrhunderte immer wieder große Not, Kriege und Vertreibungen. Als es in ihrem Land eine Hungersnot gab, zogen die Israeliten nach Ägypten, wo es ihnen eine Zeit lang ganz gut ging. Bis ein ägyptischer Pharao (so nannten die Ägypter ihre Könige) sie gnadenlos unterdrückte. Er ließ zum Beispiel alle neugeborenen Jungen einfach umbringen! Nur einer wurde gerettet: Moses. Seine Schwester Miriam legte ihn als Baby in ein Körbchen und ließ das Körbchen auf dem Fluss schwimmen, wo die ägyptische Prinzessin ihn fand und behielt. Mit Moses hatte Gott etwas Besonderes vor: Er sollte sein Volk aus der Sklaverei befreien.

Dieser Moses war eher schüchtern, er fühlte sich gar nicht wie ein Held. Doch Gott gab ihm besondere Kräfte, Wunder zu wirken. So gelang es Moses tatsächlich, seine Leute aus Ägypten rauszubringen, obwohl der Pharao es nicht wollte. Moses führte sie mitten durch das Rote Meer, dessen Fluten er mit einer Handbewegung geteilt hatte. Als sie in der Wüste auf der anderen Seite des Meers angekommen und fast verhungert und verdurstet wären, ließ Gott Brot vom Himmel fallen und sorgte für frisches Wasser. Auf dem Berg Sinai sprach Gott zu Moses und gab ihm 10 Regeln. Er sagte zum Beispiel: "Du sollst niemanden anlügen" und: "Du sollst niemandem etwas wegnehmen". Insgesamt zehn solcher Regeln gab Gott Moses und der brachte sie seinen Leuten. Diese Gebote sollen bis heute den Menschen helfen, gut miteinander zu leben.

David

Die Israeliten lebten im Land Kanaan. Als ihr König Saul älter wurde, bestimmte Gott den Hirtenjungen David zum nächsten König. Doch es sollte noch viel passieren, ehe David tatsächlich König wurde.

Immer wieder gab es Kriege mit Nachbarvölkern. Einmal hatten die Israeliten einen besonders starken Gegner. Der Krieg zog sich hin, doch keiner konnte ihn gewinnen. Einer der feindlichen Krieger, ein riesiger Kerl namens Goliath, machte ein Angebot: "Wenn mich einer von euch besiegt, dann werden wir alle eurem König gehorchen. Und wenn euer Mann verliert, dann werdet ihr unsere Sklaven."

Da meldete sich der Hirtenjunge David. Er wollte mit dem Riesen Goliath kämpfen und den Krieg für sein Volk gewinnen. Keiner traute dem schmächtigen Kerl das zu, doch David spürte, dass Gott bei ihm war und tatsächlich gewann er den Kampf gegen den übermächtigen Goliath mit einer einfachen Steinschleuder. Goliaths Leute flohen und David wurde zum Helden der Israeliten. Später wurde er ihr König und unter seiner Herrschaft begann ein goldenes Zeitalter.


Birgitta Berger


 
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