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Farben - Ihre Bedeutung und woher sie kommen

Stand: 17.05.2013


ROT

Ostereier (c) BR
Bunte Ostereier.
... so entstand die Farbe:

Die erste Farbe, mit der Menschen gemalt haben, war rot. Ockererde - rote, eisenhaltige Gesteinsbrocken, die zu Pulver verrieben und dann mit Wasser angemischt wurden. Damit versuchten die Menschen, ihren Waffen Glück bei der Jagd zu verleihen, das Rot des Ockers stand für das Blut ihrer Beutetiere.

Mit der Zeit fanden sich natürlich noch andere Möglichkeiten, rote Farbe zu machen. Zum Beispiel mit der Krapp-Pflanze, einem stacheligen Verwandten des Waldmeisters. Der Krapp hat in seiner Wurzel einen roten Farbstoff. Damit wurden lange Zeit fast alle roten Kleider gefärbt. Wer viel Geld hatte, konnte sich aber etwas Besseres leisten: das edelste Rot, das "Spanischrot". Es wird aus dem Blut der Cochenille-Schildläuse gewonnen. Diese Verwandten der Blattläuse leben auf Kakteen. Die Spanier hatten diese Läuse bei der Eroberung Südamerikas gefunden.

... und das ist ihre Bedeutung:

Rot ist eine Farbe mit viel Kraft: Sie ist die Farbe des Feuers, der Liebe und der Festlichkeit. Rot kann aber auch eine Warnfarbe sein und Gefahr bedeuten: So zeigt uns eine rote Ampel, dass wir stehen bleiben sollen, weil das Überqueren der Straße gerade gefährlich ist. Wenn uns eine Sache sehr aufregt, oder wir eine Person nicht leiden können, dann sagen wir auch: "Das ist ein rotes Tuch für mich!" Diese Redewendung kommt vom Stierkampf. Dort schwenkt der Torero ein rotes Tuch vor den Augen des Stiers. Der Stier kann zwar keine Farben erkennen, aber das wedelnde Tuch regt den Stier dann so sehr auf, dass er ganz wütend wird und den Torero angreift.

Welche Schuhe trägt der Papst wohl hier?
Noch mehr Bedeutungen der Farbe Rot:

Rote Schuhe für den Papst

Seitdem Kardinal Joseph Ratzinger Papst ist, nennt er sich "Benedikt XVI." und er trägt rote Lederschuhe. Bei Päpsten haben solche Schuhe nämlich Tradition. Eine Tradition, die bis in das Römische Reich zurückgeht ...


Weiterlesen? Aber gerne, bitte sehr - klick den roten Pfeil!


Blutstroepfchenfalter auf einer Bluetendolde (c) dpa
Die Farbe Rot in der Tierwelt

Die einzigen, die Rot als Signalfarbe verwenden, sind wir Menschen nicht. Wenn Tiere Rot tragen, dann hat das einen besonderen Grund: Rot ist in der Tierwelt eine Warnfarbe, vor allem für giftige kleine Tiere. Der Schmetterling "Blutströpfchen" sagt durch seine rote Farbe zum Beispiel: Hey, friss mich nicht Vogel, ich bin giftig.

Besonders gut funktioniert Rot als Signal, weil es sich sehr stark vom Grün der Blätter unterscheidet. Die Farbe sieht man schon von Weitem. Ein zusätzliches Muster - mit schwarzen Punkten zum Beispiel - verstärkt die Sichtbarkeit noch. Ein Trick, den wir Menschen übrigens auch benutzen, wenn wir Warnschilder an einer Straße aufstellen. Bloß, dass dort immer noch weiße Farbe mit dabei ist. Den Kontrast, also den Gegensatz von rot-weiss erkennt man besonders gut.

Natürlich sind nicht alle roten Tiere giftig. Viele, wie das Rotkehlchen, benutzen Rot auch einfach nur um aufzufallen und den Vogeldamen zu sagen: Schaut mal her, wie toll ich bin!


BLAU
... so entstand die Farbe:

Blau war die Farbe der Macht. Das glaubte im Mittelalter auch Kaiser Heinrich II., deswegen hatte er einen tiefblauen Mantel mit goldenen Sternen drauf. Dieser Mantel war mit einer Farbe gefärbt worden, die zu den teuersten Dingen im Mittelalter überhaupt zählte: Indigo, die Indische Farbe, die aus den Säften eines Strauches gewonnen wurde. Indigo kam in gepressten Stücken, die aussahen wie sehr dunkelblaue Ziegelsteine, in Europa an.

Es gab noch eine andere Möglichkeit, Kleidung blau zu färben, wenn auch lange nicht so schön dunkelblau: mit dem Färberwaid. Ein Strauch, den die Färber in Bottichen gären und stampfen mussten, um ihm den Farbstoff zu entziehen. Zum Färben mit dem Färberwaid braucht man jede Menge Urin, deswegen stank es in Blau-Färbereien fürchterlich.

... und das ist ihre Bedeutung:

Blau ist die Farbe des Himmels. Deshalb werden Himmelsgottheiten oft mit blauen Gewändern dargestellt. So sieht man auf Gemälden zum Beispiel die heilige Maria meist mit einem blauen Mantel. Außerdem ist Blau die Farbe der Sehnsucht, der Treue, der Wahrheit, des Glaubens und der Bildung.
Weißt du, woher es kommt, dass man von Adeligen oft sagt, dass sie "blaues Blut" haben?
Die Adeligen, also Ritter, Herzöge oder Könige, hatten früher eine viel hellere Haut als die Bauern. Die Bauern mussten den ganzen Tag draußen in der Sonne arbeiten und wurden dabei braun. Die Adeligen mussten meist nichts arbeiten. Sie waren mehr im Haus und wenn sie mal draußen waren, dann schützten sie sich vor der Sonne, denn sie wollten auf keinen Fall so braun werden wie die Bauern. Blass zu sein galt als vornehm. Wenn man eine helle Haut hat, kann man durch sie die blauen Adern durchscheinen sehen. Und da dachten die Leute früher, wenn sie die helle, durchscheinende Haut der Adeligen sahen, dass die Adeligen blaues Blut haben müssen.


PURPUR

Purpur war eine Farbe nur für Kaiser, Könige oder Kardinäle. Niemand sonst durfte purpurne Kleidung tragen. Purpur war so besonders, weil die Herstellung extrem schwierig war. Die Einzigen, die den perfekten Purpur herstellen konnten, waren die Phönizier, ein Volk von Seefahrern und Händlern. Sie wussten, wie aus der Purpurschnecke, einer Meeresschnecke, diese ganz besondere Farbe gewonnen werden konnte.

Purpurschnecken geben nur zwei Tropfen Farbstoff ab. Das machte die Arbeit sehr mühsam. Außerdem stank es in Purpurfärberein so fürchterlich nach verfaultem Fisch, dass sie weit ab aller Städte standen. Wochenlang wurde der Schneckenbrei erst zum Verfaulen gebracht, dann abgeseit und gekocht. Danach kamen die Tücher hinein, die gefärbt werden sollten. Waren diese lang genug in der stinkenden Brühe eingeweicht, wurden sie an der Sonne getrocknet und erst jetzt kam die Farbe zum Vorschein.

GRÜN
Grün erinnert an Pflanzen, an Wachstum und Frische. Grün ist auch die Farbe der Hoffnung. Und Grün ist die Farbe des Umweltschutzes. Es gibt zum Beispiel eine Partei, die sich besonders um den Umweltschutz kümmern will und die heißt: "Die Grünen".

Wenn jemand noch so jung ist wie ein kleines Salatpflänzchen, und noch keine Erfahrung in seinem Leben gesammelt hat, dann sagt man zu ihm: "Der ist ja noch ganz grün hinter den Ohren!"
Und wenn man zu jemandem sagt: "Komm an meine grüne Seite", dann meint man damit: Komm zu mir an meine frische, lebendige Seite, zu der Seite, wo mein Herz ist. Man sagt das zu jemandem, wenn man ihn mag!


SCHWARZ

Schwarz steht in unserer Kultur für die Dunkelheit, für Trauriges und Böses. Schwarz steht auch für Kummer - deshalb sagt man, wenn einen etwas bedrückt und man glaubt, dass kein gutes Ende mehr kommt: "Da seh ich schwarz!" Und wenn wir traurig sind, weil jemand gestorben ist, ziehen wir uns schwarze Kleider an.

Im Aberglauben und in Sprichwörtern bedeutet Schwarz oft Unglück: Zum Beispiel, wenn man eine schwarze Katze sieht oder einen schwarzen Raben, dann sagt man, dass man einen "schwarzen Tag" haben wird, also dass an dem Tag alles schief gehen wird. "Sich schwarz ärgern" sagt man, wenn man sich über etwas sehr stark aufregt.


ROSA

Hellblauer und rosafarbener Schnuller (c) Getty Images
Der Name "rosa" kommt ursprünglich von der Rose. Als man noch keinen Namen für die Farbe hatte, hat man rosafarbene Dinge beschrieben, indem man sie mit den Blüten von Wildrosen verglichen hat. Denn die sind im Gegensatz zu den Rosen im Garten immer rosa. Ein rosafarbenes Kleid hatte dann "eine Farbe wie eine Rose". Daraus wurde später einfach nur: "rosa". Rosa entsteht, wenn man rot mit weiß vermischt. Es ist tendenziell etwas heller als pink. Außerdem geht pink etwas mehr in Richtung lila, weil auch ein wenig blau beigemischt ist.

Rosa ist heute für uns die typische "Mädchenfarbe". Das war aber nicht immer so. Für Kinderkleider etwa wurde rosa erst vor etwa zweihundert Jahren beliebt. Aber damals konnten auch Buben noch rosafarbene Kleider haben. Erst seit einhundert Jahren ist rosa die typische Mädchenfarbe. Warum das so ist? Vielleicht hat das ja doch wieder etwas mit der Namensgeberin, der Rose zu tun. Schließlich mögen Mädchen und Frauen gerne Rosen. Vor allem aber lernen wir schon früh, dass rosa eine Mädchenfarbe ist und gewöhnen uns dann immer mehr daran. Mädchen- und Bubenfarben sind aber auch praktisch: Im Krankenhaus zum Beispiel wissen die Kinderkrankenschwestern automatisch, ob in dem Bettchen ein Junge oder ein Mädchen liegt – einfach durch die Farbe am Bett ...

Rosa Überraschungseier speziell für Mädchen

Braucht man die oder braucht man die nicht? radioMikro-Reporterin Ursel Böhm hat mit Mädels und Jungs darüber gesprochen, außerdem mit dem Professor für Werbung und Marketing Manfred Schwaiger von der Universität in München ...

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HELLBLAU

Ist – wie der Name sagt – ein aufgehelltes Blau und entsteht, wenn man blau mit weiß mischt. Im Gegensatz zu rosa, das als "Mädchenfarbe" gilt, verbinden wir hellblau mit kleinen Jungs. Männliche Babys bekommen deshalb oft hellblaue Kleider. Aber die Angewohnheit, kleinen Buben hellblaue Anziehsachen zu geben, ist erst einhundert Jahre alt. Vorher waren hellblau, rosa und alle anderen hellen Farben genauso für Mädchen wie für Jungs da.

Es gab sogar einen Grund, hellblau für Mädchen zu verwenden: Blau verbindet man im Christentum mit Maria, der Mutter von Jesus. Deshalb hat man kleinen Mädchen gerne hellblaue Kleider angezogen. Man wollte, dass sie genauso fromm sind wie Maria. Ein Grund, dass man sich dann doch für hellblau als Bubenfarbe entschieden hat, könnte sein, dass blau die Farbe der Krönungsmäntel der Könige war. Deshalb wollten alle erwachsenen Männer blau tragen. Und für die kleinen Männer hat man hellblau genommen.


Julia Autolny, Börni Schulz, Beate Brehm und Silke Schmidt-Thrö

 
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