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Glissando - Wenn Töne Rutschbahn fahren
Stand: 29.07.2012
Das Wort "Glissando" ist Italienisch und heißt "gleitend". Ursprünglich kommt es von dem französischen Wort "glisser". Wenn ein Musiker ein Glissando spielt, rutschen die Töne der Tonleiter stufenlos – wie auf einer Rutschbahn - von einem Ton zum nächsten nach oben oder nach unten. Dabei werden nicht nur alle Halbtonschritte, sondern auch alle möglichen "Zwischentöne" kurz angespielt. In einem Musikstück wird ein Glissando daher meistens mit einer Welle zwischen dem Anfangs- und Endton notiert.
Von Geige bis Kontrabass
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Anfangs ist ein Glissando auf der Geige ganz schön schwer. Die Geigerin Vilde Frang hat den Bogen raus!
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Für ein Glissando auf einem Streichinstrument, also zum Beispiel auf der Geige, legt die Musikerin einen Finger auf eine Saite ihres Instrumentes und rutscht dann mit dem Finger auf der Saite nach oben oder nach unten, während sie gleichzeitig mit dem Bogen über die Saite streicht.
Durch das Hoch- und Runterrutschen werden viele Töne, ganz schnell hintereinander gespielt.
Viele Komponisten bauen in ihren Stücken Glissandi ein. Das gibt dann ganz besondere Effekte. Die Töne können mit Glissando zum Beispiel noch lustiger und fröhlicher klingen. Man kann zum Beispiel Katzen auf einer Geige "miauen" lassen: Die neunjährige Katharina macht es auf ihrer Geige vor.
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Auf der Posaune
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Wenn Manuel Winbeck mit seiner Posaune bei "La Brass Banda" spielt, sind auch Glissandi gefragt.
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Ein Glissando kann auch geblasen werden, zum Beispiel auf einer Posaune.
Mit dem Zug der Posaune lässt sich ja die Tonhöhe verändern. Zwar gibt es verschiedene "Zugpositionen", die sich dann jeweils um einen Halbton unterscheiden, der Zug kann aber auch stufenlos verschoben werden, so dass die Posaune von einem Ton zum anderen rutschen und somit ein echtes Glissando spielen kann.
Christian ist zwölf Jahre alt und spielt ein Glissando auf seiner Posaune. Hört sich fast an wie eine Sirene!
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Ein Gaspedal fürs Glissando
Auf der Pauke klingt das Glissando wie ein Spezialeffekt aus einem Zeichentrickfilm. Do Re Mikro-Reporterin Katrin Stadler hat den Pauker Stefan Gagelmann getroffen und sich das "Gaspedal" der Pauke genauer zeigen lassen.
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Auf der Harfe
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Fast kann man auf diesem Bild das Glissando der Harfenistin Hila Ofek hören, oder?
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Für viele ist die Harfe DAS Glissando-Instrument schlechthin. Wenn auf einer Harfe ein Glissando gespielt wird, dann werden dabei viele Töne nacheinander mit demselben Finger gespielt, die Harfenistin "streicht" also über die Saiten.
Beim Aufwärts-Glissando können Zeige-, Mittel- oder Ringfinger benutzt werden, beim Abwärts-Glissando wird fast immer nur der Daumen benutzt.
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Die menschliche Stimme
Auch die menschliche Stimme ist ein wunderbares Glissando-Instrument: Dabei gleitet die Stimme über viele Töne gleichmäßig ohne hörbaren Bruch auf oder ab. Do Re Mikro-Reporterin Kristina Dumas hat sich zeigen lassen, wie man auf unseren Stimmbändern die Töne hinauf- und herunterrutschen lassen kann.
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