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musiklexikon
 

Vivaldi, Antonio - Der rote Priester

Stand: 01.04.2012


Antonio Vivaldi - der mit den roten Haaren.
Klick die Lupe
Jeder in Venedig kannte Vivaldi. Aber viele wussten gar nicht wie er wirklich hieß - für sie war er einfach nur der "prete rosso", der "rote Priester". Denn bevor Vivaldi ein berühmter Komponist wurde, war er zum Priester geweiht worden. Außerdem hatte er feuerrote Haare, was in Italien noch viel seltener ist als bei uns. Vielleicht hat Vivaldi auch deshalb seine Haare manchmal unter einer Perücke versteckt.

Geboren wurde Vivaldi in Venedig am 4. März 1678 – angeblich während eines Erdbebens. Fest steht aber, dass Vivaldi schon als Säugling sehr krank war. Er hatte eine Lungenkrankheit, hustete viel und durfte sich kaum anstrengen. Die Krankheit gab Vivaldi später auch als Grund an, weshalb er nicht länger als Priester arbeiten könne. Das Lesen der Messe koste ihn zu viel Kraft.

Antonio Vivaldi (c) SZ-Photo/Ursula Röhnert
Unter der Perücke - und in schwarz-weiß - kann man die roten Haare nicht sehen!
Die Musik ist wichtiger als alles andere

In seiner kurzen Priesterkarriere soll es sogar vorgekommen sein, dass Vivaldi während des Gottesdienstes einfach den Altar verlassen und in der Sakristei verschwunden ist.

War es wegen seiner Lunge? Musste sich Vivaldi ausruhen? Oder war er vielleicht in die Sakristei gegangen, um eine Melodie aufzuschreiben, die ihm während der Messe eingefallen war, und die er nicht vergessen wollte? Das zumindest erzählten sich die Leute. Und es ist auch nicht ganz unwahrscheinlich. Denn Vivaldi liebte die Musik viel mehr als die Kirche.



Hier kannst du die Lebensgeschichte von Antonio Vivaldi - und etwas von seiner wundervollen Musik - nachhören. Ein Beitrag von Susanna Felix.

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Geigenlehrer für Waisenkinder

Frühlingsbild von Hannah (c) BR/Hannah
Hannah hat zu Vivaldis Frühlingsmusik dieses freundliche Bild gemalt.
Als Priester gearbeitet hat Vivaldi nur ein knappes Jahr lang. Dann wurde er Geigenlehrer an einem venezianischen Waisenhaus für Mädchen, dem Ospedale della Pietà. Geige spielte er nämlich schon seit seiner Kindheit, und zwar ziemlich gut. Nun sah Vivaldi es als seine Aufgabe, dieses Können an die Mädchen im Waisenhaus weiterzugeben. Die Kinder dort waren längst nicht alle wirklich Waisen, aber in Venedig wurden damals viele Töchter einfach ausgesetzt, weil die Familien sich das Aufziehen der Mädchen und deren Mitgift, wenn sie später heirateten, nicht leisten konnten oder wollten. Unter Vivaldis Obhut entwickelten sich die Kinder im Waisenhaus zu hervorragenden kleinen Musikerinnen, die bald über die Grenzen Venedigs hinaus berühmt waren.

Vivaldi hat viele hundert Geigen-, Flöten- und Fagottkonzerte komponiert –aber vor allem für die Waisenkinder. Am bekanntesten sind seine "Vier Jahreszeiten". In dem Stück lässt Vivaldi die Geigen Vogelstimmen nachahmen und stellt sogar ein richtiges Gewitter mit Tönen dar. Außerdem hat Vivaldi aber auch viele Messen und andere geistliche Musik geschrieben.

Vivaldi und die Oper

Babys hören Vivaldi (c) dpa
Keine Waisenkinder - heute soll Vivaldis Musik schon Neugeborene fördern.
Ganz besonders geliebt hat Vivaldi die Oper. Angeblich hat er fast hundert Opern geschrieben, von denen heute aber nicht einmal die Hälfte erhalten ist. Das Komponieren von Opern hat ihm die Kirche dann aber irgendwann verboten, weil die Oper als sittenlos galt. Man war der Meinung, ein Priester habe in einem Opernhaus nichts verloren – er gehöre in die Kirche.

Vivaldis Musik war in Venedig sehr beliebt. Gegen Ende seines Lebens war sie den Leuten vielleicht nicht mehr modern genug. Zumindest war Vivaldi nicht mehr so erfolgreich wie früher. Seine "Vier Jahreszeiten" aber gehören bis heute zu den ganz großen Klassik-Hits.



Susanna Felix


 
  Ein preisgekröntes Hörspiel über den "roten Priester"
  Ein spannendes Hörspiel über die "Vier Jahreszeiten"


 
  Tongemälde? Auch die "Vier Jahreszeiten" gehören dazu!
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