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musiklexikon
 

Zwölftonmusik - Tönende Gleichberechtigung

Stand: 18.09.2011


Arnold Schönberg (c) dpa
Arnold Schönberg gilt bis heute als "Erfinder" der Zwölftonmusik!
Stell Dir vor, alle Töne wären gleich wichtig. Dann gäbe es keine Tonarten mehr! Denn der Grundton ist in jeder Tonart der wichtigste Ton: "C" ist der wichtigste Ton in C-Dur, "G" in G-Dur und so weiter. Über diese Aufhebung der Tonarten haben zwei Musiker vor etwa 90 Jahren nachgedacht. Das System der Tonarten war schon so vielseitig genutzt worden, dass es darin angeblich nichts Neues mehr zu erfinden und zu komponieren gab. Also erdachten Josef Matthias Hauer (1919) und der berühmtere Arnold Schönberg (1921) unabhängig voneinander eine neue Kompositionsmethode, in der keine Tonarten und Tonleitern mehr vorkommen. So etwas hatte es bis dahin noch nie gegeben!


Für das Komponieren ohne Tonarten brauchte es neue Regeln. So legten die beiden Erfinder der Zwölftonmusik fest, dass diese Musik mit Reihen komponiert werden sollte. Als "Basismaterial" hat eine Reihe alle zwölf Halbtöne einer Oktave zur Verfügung. Für eine Reihe gilt dann: Jeder der zwölf Töne der Oktave muss genau einmal vorkommen. Er darf sich nicht wiederholen und keiner darf ausgelassen werden. Also genau einmal "c", einmal "fis", usw. Wenn man nach dieser Regel eine Reihe schreibt, dann hat diese Reihe, wenn sie fertig ist, zwölf Töne und heißt Zwölftonreihe.

Notenhandschrift von Mozart (c) dpa
Mozart hatte für die "Zauberflöte" auch kein anderes "Notenmaterial" - nur andere Regeln ...
Du kannst auch selbst eine Zwölftonreihe komponieren! Nimm dir einen Notizzettel und schreib alle zwölf Halbtöne drauf: c-cis-d-dis-e-f-fis-g-gis-a-b-h. Dann fängst du auf einem leeren Notenblatt an zu komponieren: Such dir irgendeinen Ton aus, mit dem du anfängst, schreib ihn in die Notenzeile und streich ihn aus der Halbton-Liste. Dann machst du mit irgendeinem anderen Ton weiter. Wenn du nach zwölf Tönen fertig bist, spiel deine Zwölftonreihe auf deinem Instrument: Klingt ganz schön schräg!

Zwölftonmusik klingt für unsere Ohren manchmal ganz schräg weil sie nicht aus Dur- und Mollakkorden besteht, an die wir so gewöhnt sind. Arnold Schönberg hat nach 1921 fast alle seine Werke mit dieser Technik komponiert. Zu den berühmtesten "Zwölfton-Komponisten" gehören neben Arnold Schönberg seine beiden Schüler Anton Webern und Alban Berg. Im Violinkonzert von Alban Berg gibt es einen "Ländler", der klingt gar nicht schräg, obwohl er nach Zwölftontechnik komponiert ist. Er klingt sogar richtig traditionell. Weil die Zwölftonmusik je nach Komponist und Stück total unterschiedlich klingt ist sie kein Stil wie zum Beispiel Barock oder Romantik, sondern eine Kompositionstechnik.


Thomas Schäfer

 
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