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Gitarre - Ein vielsaitiges Instrument

Stand: 30.01.2010


Gitarre (c) Getty Images
Das Schallloch ist bei der Gitarre oft besonders schön verziert. In jedem Fall verstärkt es den Ton!
"EAdghe" – was das für ein seltsames Wort ist? Das ist gar kein Wort, sondern auf "Gitarrisch" die Tonfolge der sechs Gitarrensaiten von der tiefsten zu höchsten. Dafür gibt’s einen Merkspruch: "Ein Anfänger der Gitarre habe Eifer". Und Eifer braucht’s auch wirklich beim Üben, schließlich muss man alle sechs Saiten "im Griff haben" – und macht dann noch mit der linken Hand ganz andere Dinge als mit der rechten.

Die Gitarre ist ein Saiteninstrument und mit der Familie von Geige und Co. verwandt. Aber sie sind nur ganz entfernt verwandt, denn im Gegensatz zu Streichinstrumenten wird die Gitarre nicht mit einem Bogen gespielt, sondern mit der Hand. Dabei drückt die linke Hand am Hals die Saiten auf kleine Metallstäbe – die Bünde – um die Saiten zu verkürzen. An jedem Bund verkürzt sich die abgedrückte Saite um genau soviel, dass sie jeweils einen halben Ton höher klingt.

Wenn die linke Hand am Gitarrenhals in "Position" gebracht ist und alle Finger an der richtigen Stelle die Saiten herunterdrücken, kannst du mit der rechten Hand die Gitarre zupfen oder schlagen, um einen Akkord zum Klingen zu bringen. Beim Zupfen spielst du die Töne nacheinander und jeder Finger zupft eine oder zwei Saiten. Beim Schlagen bewegst du die Hand im Rhythmus auf und ab und nimmst mehrere oder alle Saiten auf einmal mit. Zum Zupfen mit der rechten Hand braucht man lange Fingernägel und zum Greifen links ganz kurze. Deshalb haben Gitarristen meistens rechts längere Fingernägel als links!

Luftgitarrist (c) dpa
Seit 1996 gibt es im finnischen Oulu eine Weltmeisterschaft im Luftgitarre spielen! Echt wahr!
Weil die Gitarre Akkorde spielen kann, ist sie ein Harmonieinstrument. Mit viel Übung kann man auf ihr wunderbare Melodien spielen und sich dabei selbst begleiten. Eines der bekanntesten klassischen Musikstücke für Gitarre ist das Concierto de Aranjuez von Joaquín Rodrigo (1901–1999), einem spanischen Komponisten. Dieses Stück ist ein Konzert für Gitarre und Orchester, indem der Gitarrist als Solist auftritt. Man spielt es auf einer Konzertgitarre.

Es gibt nämlich verschieden Gitarrenarten: Konzertgitarren mit Nylonsaiten oder Westerngitarren mit Stahlsaiten – beides sind akustische Gitarren. Sie klingen ohne elektrische Verstärkung, weil der hohle Korpus den Klang der Saiten verstärkt. Für Anfänger mit kleinen Händen gibt es extrakleine Konzertgitarren zu kaufen.

E-Gitarre (c) John Foxx Images
Die Stahlseiten einer E-Gitarre werden mit einem "Plektron" - einem kleinen Plättchen - angezupft.
In der Pop- und Rockmusik wird neben Westerngitarre die elektrische Gitarre, besser bekannt als E-Gitarre, gespielt. Auch ihre Saiten sind komplett aus Stahl. Sie hat jedoch keinen selbstklingenden Korpus und braucht daher immer einen elektrischen Verstärker. Durch die Verstärkung kann man mit einer E-Gitarre viele künstliche Effekte machen wie z.B. die Töne verzerren. In der Band-Musik des 20. Jahrhunderts und bis heute geht’s nicht ohne die Gitarre – sie gehört bei Pop-, Jazz- und Rockmusik einfach dazu!


Thomas Schäfer

 
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