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musiklexikon
 

Orgel - Die Königin der Instrumente

Stand: 02.10.2016


Orgelpfeifen in St. Martin Nürnberg (c) dpa



Wer einmal das größte, lauteste – und vielleicht auch schwierigste Instrument spielen möchte, der muss sich für die Orgel entscheiden. Ihr Klang reicht von sanftem Pianissimo bis zu donnerndem Fortissimo und hat an Tiefe und Höhe mehr Umfang, als alle anderen Instrumente. Diesen wunderbaren Klang bekommt die "Königin der Instrumente" durch die vielen verschiedenen Pfeifen, die beim Spielen zum Klingen gebracht werden.

Spielen mit Händen und Füssen!

Orgelmanual (c) dpa
Wer bereits Klavierspielen kann, für den ist das Orgel spielen nicht mehr ganz so schwierig. Wie beim Klavier gibt es bei der Orgel die Tastenreihe mit schwarzen und weißen Tasten. Bei der Orgel heißt diese Klaviatur auch Manual, weil die meisten Orgeln gleich mehrere Tastenreihen übereinander haben. Das sieht so aus als ob man mehrere Klaviere übereinander gestellt hätte. Es gehört schon einige Übung dazu, sich auf mehreren Tastenreihen zurechtzufinden.
Das ist aber noch nicht alles. Denn der Organist braucht zum Spielen nicht nur seine Hände, sondern auch seine Füße. Unten am Boden sind die Pedale – die sehen auch aus wie eine Tastatur beim Klavier – nur viel, viel größer. Für den Organisten ist es gar nicht so einfach, gleichzeitig mit den Händen und den Füßen zu musizieren.

Spaziergang durch die Orgel

Dieser Mann steckt in der Orgel. Klick die Lupe!
In einem Instrument herumlaufen? Das klingt nach einer komischen Idee – zumindest, wenn es sich um eine Trompete oder ein Cello handelt. Bei der Orgel sieht die Sache anders aus. Schon von außen ist sie ja sehr groß. Wie riesig sie wirklich ist, merken aber erst diejenigen, die einmal hineinschauen dürfen.

An der Seite gibt es meistens eine kleine Tür: Wer da hindurch geht, gelangt ins Gehäuse der Orgel ...

Jede Menge Pfeifen

Im Rahmen der "Internationalen Orgelwoche Nürnberg" (ION) präsentiert der Organist Artur Muschaweck Kindern in einer Führung sein Instrument. Do Re Mikro-Reporterin Veronika Baum ist gemeinsam mit Kindern der Klasse 4a der Friedrich-Staedtler-Schule in die Orgel der St.-Martins-Kirche in Nürnberg hineingekraxelt ...

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Du willst mehr darüber wissen, was dich im Inneren der Orgel erwartet? Klick den roten Pfeil!

Ein riesiges Puzzle wird zusammengesetzt!

Hast du dich schon mal gefragt, wie eine Orgel gebaut wird? Wie kommt so ein riesiges Instrument auf die Empore einer Kirche? Klick den roten Pfeil!

So viel Wind!

Orgel (c) Getty Images
Musik zur Ehre Gottes! Bei Orgelmusik tanzen auch die Engel - so darf die "Königin der Instrumente" eigentlich in keiner Kirche fehlen
Um eine Orgel zum Klingen zu bringen ist vor allem eines sehr wichtig: die Luft. Daher gehört die Orgel auch zu den Aerophonen: Bei den meisten Pfeifen wird der Klang durch die Luftsäule erzeugt, die in der Pfeife schwingt – ganz ähnlich wie bei der Blockflöte. In anderen Pfeifen schwingt wie bei einer Klarinette ein kleines Blättchen – die Zunge – und erzeugt einen schnarrenden Klang. Allen Pfeifen ist gemeinsam, dass sie angeblasen werden müssen. Die Luft dafür kommt aus einem riesengroßen Gebläse in der Orgel, das heute mit einem Motor angetrieben wird. Das Gebläse kann man sich wie einen riesengroßen Fön vorstellen, nur dass das Gebläse einer Orgel nicht heiß wird, denn das wäre für das Instrument schlecht.
Früher, als die Orgeln noch keine Motoren hatten, brauchte der Organist viele Helfer, um spielen zu können. Diese Helfer kamen während des Spielens oft ins Schwitzen, denn sie mussten große Blasebälge mit den Füßen niederdrücken, damit die Luft in die Pfeifen strömen konnte. Manchmal waren das bis zu vier Männer: je nachdem, wie groß das Instrument war. Diese Balgtreter hießen Kalkanten.

Wie groß ist die Pfeife? Ein, zwei oder drei Mann hoch? Klick die Lupe!
Der Luftstrom – man nennt ihn bei der Orgel auch Wind – wird durch verschiedene Windkanäle in die so genannte Windlade weiter geblasen. Das ist das eigentliche Herzstück der Orgel: ein großer Kasten, auf dem die Pfeifen angeordnet sind. Die Windlade stellt die Verbindung zwischen der Mechanik der Tasten und Pedale, der Luft und den Pfeifen her. Wenn der Organist eine Taste oder ein Pedal drückt und gleichzeitig ein oder mehrere Register gezogen hat, erklingen die dazugehörigen Pfeifen: Dafür öffnet sich in der Windlade ein Ventil, das die Luft zu der gewünschten Pfeife kommen lässt und sie zum Klingen bringt.
Es gibt Orgeln, die haben mehrere Hundert Pfeifen. Es gibt aber auch Orgeln, die haben viele Tausend Pfeifen. Die größte Orgel der Welt steht in Bayern, im Dom von Passau und hat über 15.000 Pfeifen. Die Größten sind so groß sein wie ein zweistöckiges Haus und können ganz laut brummen.

Eine riesige Musikwünschmaschine

Register an einer Orgel (c) dpa
Das Besondere an einer Orgel ist, dass man auf ihr verschiedene andere Musikinstrumente, ja ein ganzes Orchester nachmachen kann. Die Orgel ist sozusagen eine große Musikwünschmaschine: Manchmal tönt sie wie eine Flöte, dann wie eine Oboe, oder auch wie eine Trompete oder sogar wie unsere eigene Stimme. Der Organist kann die verschiedenen Klänge von seinem Spieltisch aus wählen. Eine Pfeifenreihe mit einem bestimmten Klang heißt Register. Der Organist schaltet sie ein, indem er an seinem Spieltisch die passenden Knöpfe zieht. Man sagt: "Der Organist zieht die Register". Damit verschiebt er hinten in der Orgel eine Holzplatte mit kreisrunden Löchern. Ist das Register ausgeschaltet, dann versperrt die Holzplatte dem Wind den Weg zur Pfeife. Ist es gezogen, liegen die Löcher direkt unter der Pfeife – jetzt kann die Luft durchströmen und die Pfeife klingt! Je nachdem, welche Register gezogen sind, hört sich die Orgel anders an. Die meisten Orgeln haben auch ganz besonders verrückte Register. Manche klingen wie große schwere Kirchenglocken oder auch wie winzig kleine Glockenspiele.

Zu den "Spezialeffekten" einer Orgel gehören auch das Echowerk und das Fernwerk. Do Re Mikro-Reporterin Sylvia Schreiber hat sich vom Münchner Organisten Peter Kofler zeigen lassen, wo diese besonderen Pfeifenregister der Orgel versteckt sind - und wie sie sich anhören!

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Wer selber einmal Orgelspielen lernen möchte, kann das in einigen Musikschulen machen. Oder aber man fragt einfach in der Kirche an seinem Heimatort nach. Oftmals ist es möglich, beim Organisten der Kirche Orgelunterricht zu bekommen. Geübt wird dann entweder zu Hause auf dem Klavier oder auf einer kleinen Heimorgel – oder aber gleich in der Kirche selbst: Da hat man natürlich die beste Akustik!

Susanne Michael und Johanna Schoener

 
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