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Voyager Golden Record - Eine besondere goldene Schallplatte

Stand: 04.01.2014


Voyager Golden Record (c) dpa
"Voyager Golden Record" – eine goldene Schallplatte, das klingt ganz schön wertvoll, als wäre sie aus einer Schatztruhe. Und wonach klingt das gute Stück?

Kreischende Schimpansen, bellende Hunde, quakende Frösche, heulender Wind, grollender Donner, pochender Herzschlag – diese und noch viele weitere Geräusche sind auf der "Voyager Golden Record" zu hören.

Grüße an alle im All

Sie sieht übrigens nicht nur golden aus, sondern besteht tatsächlich aus vergoldetem Kupfer, misst dreißig Zentimeter, sie kriegt niemals Kratzer und hält über fünfhundert Millionen Jahre. Auf der Scheibe sind aber längst nicht nur Tier- und Naturgeräusche, sondern zum Beispiel auch Grüße in fünfundfünzig verschiedenen Sprachen der Erde: in afrikanischen Sprachen genauso wie auf Deutsch, Polnisch, Chinesisch, Armenisch, Ukrainisch oder auch Serbisch. Immer ungefähr derselbe ganz kurze Satz, nämlich: "Herzliche Grüße an alle!"

Aber wer hört sich denn so etwas an? Das werden wir wohl niemals erfahren. Denn diese merkwürdige goldene Scheibe kann man nicht im Plattenladen kaufen, sondern sie surrt Tausende von Kilometern über unseren Köpfen durch das Weltall. Nicht wie eine Frisbee-Scheibe, sondern sie rast an Bord der unbemannten Raumsonden Voyager 1 und Voyager 2. Und wozu das, für wen, wenn kein Astronaut in der Raumkapsel mitfliegt, um sich die Scheibe anzuhören?

Vielleicht, ganz vielleicht entdeckt irgendwann einmal ein kleines grünes Marsmännchen oder ein blaukariertes Saturnmännchen oder der Mann im Mond diese goldene klingende Schallplatte aus der Raumsonde! Und dann wissen diese Außerirdischen, wie wir Menschen uns grüßen, welche Geräusche es bei uns zu hören gibt und anhand der Bilder auf der "Voyager Golden Record" könnten sie sich sogar ein Bild von unserer Erde machen. Die ganzen Geräusche, Texte, Bilder und Töne der "Voyager Golden Record" haben nämlich Menschen zusammengestellt, um möglichst viele verschiedene Klänge des Planeten Erde irgendwelchen Außerirdischen zu übermitteln.

Marsmännchen mit Plattenspielern?

Das Ganze wird natürlich nur interessant, wenn es überhaupt Außerirdische gibt und wenn die, die es gibt, wiederum intelligent genug sind, anhand der beigelegten Beschreibung die "Voyager Golden Record" zum Laufen zu bringen. Und wenn sie die Platte tatsächlich zum Klingen bringen, dann können es sich die Außerirdischen gemütlich machen auf ihrem Heimatplaneten und außer Tiere und Mensch vom blauen Planeten Erde zu studieren, auch noch allerlei Musik lauschen. Ganze neunzig Minuten Musik befinden sich auf der goldenen Scheibe, beispielsweise aus dem Senegal, aus Aserbaidschan, aus Zaire, Java, Australien, Peru, Bulgarien. Und obendrein noch ein paar große Komponisten: Beethoven, Stravinskij, Mozart und Bach. Da hören wir – oder besser gesagt die Außerirdischen – Beethovens Fünfte Sinfonie, den ersten Satz mit dem berühmten Tatatataaaa, einen Satz aus einem Streichquartett, ein paar Töne aus Mozarts Zauberflöte, einen Tanz von Stravinskij und von Johann Sebastian Bach einen Ausschnitt aus dem Wohltemperierten Klavier und aus einem Brandenburgischen Konzert.

Hoffen wir mal, dass die außerirdischen Lebewesen überhaupt Ohren haben!


Sylvia Schreiber

 
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