<img src="/kinder/pic/navi_html.gif" width="590" height="66" alt="" border="0"usemap="#navi"> <map name="navi"> <area alt="Treffen & Finden" coords="20,10,129,55" href="/kinder/index1.shtml"> <area alt="Spielen & Werkeln" coords="129,9,239,57" href="/kinder/index2.shtml"> <area alt="Musik & Geschichten" coords="241,8,349,57" href="/kinder/index3.shtml"> <area alt="Fragen & Verstehen" coords="351,7,459,57" href="/kinder/index4.shtml"> <area alt="Radio & TV" coords="459,7,571,57" href="/kinder/index5.shtml"> </map>
BR.de
musiklexikon
 

Akkordeon - Die Schweineorgel

Stand: 13.10.2007


Die Tastatur eines Akkordeons (c) Getty Images
Wenn du ein Instrument spielen möchtest, das sich schon nach einer kurzen Übungsphase gut anhört, das sich locker in einen Rucksack stecken lässt und mit dem du – ganz allein – ein kleines Orchester ersetzen kannst, dann ist das Akkordeon DEIN Instrument.

"Schweineorgel" kann man übrigens auch dazu sagen. Es gilt nicht als das vornehmste unter den Instrumenten (aber wer will schon vornehm sein?) und wird schon mal im Stall oder in der Wirtschaft gespielt. Das Gute am Akkordeon ist ja, dass man damit überall und ganz allein Stimmung machen kann. Ein einziger Akkordeonspieler reicht und die Leute fangen an zu tanzen. Daher waren einige Musiker richtig sauer, als das Akkordeon vor ungefähr 170 Jahren erfunden wurde. Sie mussten nämlich um ihren Arbeitsplatz fürchten, Akkordeonspieler waren "in" und - da ein einziger für ein Konzert genügte - auch billig.

Ein wütender Dudelsackspieler rief die Leute vor 100 Jahren auf: "Kommen Sie uns zu Hilfe! Helfen Sei uns, die Akkordeonspieler zu verjagen, die unser Land überrollen. Tod diesen Kästen aus dem Ausland, die vielleicht gut genug sind, um Bären zum Tanzen zu bringen, aber absolut unwürdig, die Beine unserer charmanten Mädchen tanzen zu lassen!"

Heute ist dem Akkordeon aber niemand mehr böse. Dafür klingt es einfach zu schön! Man kann es im Sitzen oder Stehen spielen, je nachdem, ob es ein großes oder kleines Akkordeon ist. Mit der rechten Hand spielt man die Melodie auf der Tastatur (sieht aus wie beim Klavier) und mit der linken Hand spielt man den Bass. Damit ein Ton herauskommt, muss man den Blasebalg in der Mitte ziehen und drücken. Außerdem kann man per Knopfdruck die Klangfarbe ändern, je nachdem, ob man einen französischen Walzer, ein bayerisches "Liadl", einen Tango oder ein klassisches Musikstück spielen will. Wirklich eine geniale Erfindung!

Das Akkordeon hat noch einen weiteren Spitznamen: "Schifferklavier". Denn auch die Seeleute haben gerne Musik an Bord. Und da ein richtiges Klavier unter Deck ganz schön unpraktisch ist, ist das Akkordeon perfekt als Klavier fürs Schiff. Während ein Klavier bei starkem Seegang gerne mal von Backbord nach Steuerbord und wieder zurückrutscht, muss man ein Akkordeon nicht auf dem Boden festschrauben: Man schnallt es sich vor den Bauch und schon geht’s los mit den Seemannsliedern.

Noch ein kleiner Tipp: Akkordeons sind gar nicht so teuer und oft auf Flohmärkten zu finden!

Silke Wolfrum und Thomas Schäfer


 
  Volksmusik: hier darf das Akkordeon nicht fehlen!
  Alle Musiklexikon-Einträge



Hilfe   Kontakt