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Filmmusik - Es geht nicht ohne

Stand: 03.01.2014


Balu schleudert Mogli durch die Luft (c) dpa
Ein Hit: Balu und Mogli und ihr Filmsong "Probiers mal mit Gemütlichkeit"
Ein Film ohne Filmmusik ist wie eine Sahnetorte ohne Sahne. Das war immer schon so und ist es auch heute. Was wäre zum Beispiel Balu der Bär ohne sein Lied über die Gemütlichkeit? Oder Pippi Langstrumpf ohne ihren frechen Song? Glaubt ihr, der Dino-Schocker "Jurassic Park" würde auch nur annähernd so Furcht erregend sein ohne die einhämmernden Klänge im Hintergrund?

Filmmusik weckt Gefühle in uns oder verstärkt sie zumindest. Sie lässt uns quirlig oder ruhig, fröhlich oder traurig werden.

Musik erzählt Geschichten

Mit Hut und Stock wurde Charlie Chaplin zum Stummfilm-Star. Klick die Lupe!
Um Gefühle ging es immer schon in der Kinofilmmusik - seit den Anfängen des Films und damit der Filmmusik vor gut 100 Jahren.
Damals hatte sie noch eine Aufgabe: Sie erzählte die eigentliche Geschichte des Films. Denn damals liefen die Filme noch komplett ohne Ton ab, es waren Stummfilme. Technisch war es zu dieser Zeit noch nicht möglich, Töne aufzunehmen – und deshalb wurden bis ungefähr 1930 Stummfilme gezeigt. Still war es aber trotzdem nicht bei einer solchen Filmvorführung. Dafür sorgte die Musik. Meistens begleitete ein Pianist die Handlung des Films live auf seinem Klavier, während vorne der Film dazu ablief. Der Musiker wählte oft bekannte klassische Stücke dazu aus. Manchmal improvisierte der Klavierspieler auch einfach, also er dachte sich in dem Moment der Vorführung irgendwelche Melodien aus, die zu den Bildern passten.

Das Kino-Orchester

Nach und nach wurden eigene Kinosäle gebaut - ganze Orchester mit bis zu 80 Musikern fanden darin Platz. Die Kinoorchester trugen oft Ausschnitte aus beliebten Opern oder Operetten vor. Die Ouvertüre zu "Wilhelm Tell" von Gioacchino Rossini wurde zum Beispiel gerne für Action- und Angriffszenen eingesetzt.

Und oft ertönte auch noch die "Kinoorgel" in den Kinosälen. Sie bestand aus kleinen Pfeifen und vielen Registern. Mit ihr konnte ein einziger Musiker verschiedene Klangeffekte erzeugen und über ihre Pedale sogar Gong, Vibraphon oder kleine Trommeln bedienen.

Der "Soundtrack"

Popcorn (c) Getty Images
Lecker, aber ärgerlich: Wenn jemand mit dem Popcorn knuspert und die Stimmung zerstört.
Selbst als der Tonfilm den Stummfilm ablöste spielte die Musik noch eine wichtige Rolle. Allerdings trugen jetzt nicht mehr die Musiker live ihre Stücke während der Filmvorführung vor. Die Musik wurde - wie die Bilder – vorher auf einen Filmstreifen aufgenommen und vom Projektor abgespielt.

So entstand nach und nach für jeden Film eine Musik, die nur zu dem einen Film passte und gehörte. Und das ist auch heute noch so. Zu jedem großen Kinofilm können wir den Soundtrack, also seine einzigartige Musik, kaufen.

Die Musik ohne Film funktioniert, sie lässt Bilder im Kopf entstehen und weckt Gefühle in uns. Aber was wären die Bilder ganz ohne Musik?

Isabelle Auerbach

 
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