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Holzblasinstrumente - Fagott
Manchmal, wenn der Wind pfeift, dann hört sich das ein bisschen an wie eine Melodie. Der Wind macht Musik – nur aus Luft! Wenn wir aus Luft Musik machen wollen, dann ist entweder Pfeifen angesagt oder wir brauchen dazu ein Instrument – ein Blasinstrument. Die Querflöte ist z.B. ein Blasinstrument. Sie ist silbern und hat Klappen, um die Tonhöhe zu verändern. Wenn man mit dem Mund hineinbläst, dann muss man seine Lippen zu einem Oval formen – ganz ähnlich wie beim Pfeifen – damit auch ein Ton raus kommt. Auch die Oboe ist ein Blasinstrument. Sie sieht aber ganz anders aus als eine Flöte. Die Oboe ist aus Holz und mit Klappen aus Metall. Die Klappen sind dazu da, dass man den Ton höher oder tiefer macht. Das kann man auch mit dem Mund. Dafür hat die Oboe ein besonderes Mundstück, ein Doppelrohrblatt.
Alle Blasinstrumente funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Man hat ein Mundstück, in das man reinbläst, und etwas, womit man die Tonhöhe verändern kann, meistens Klappen, Löcher oder Ventile. Das haben alle Blasinstrumente gemeinsam. Auf englisch heißt „Blasinstrument“ übrigens "wind instrument", "Windinstrument", weil’s aus Wind Musik macht.
Zu den Holzblasinstrumenten gehören Flöten, Klarinetten, Oboen und Fagotte. Aber auch die Querflöte und das Saxophon zählen dazu, obwohl die beiden Instrumente aus Metall hergestellt werden. Die Piccoloflöte ist das höchste, das Fagott das tiefste Holzblasinstrument.
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Vor dem Musik machen, heißt es natürlich noch Teile zusammen stecken.
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Also zuerst einmal: es heißt DER Gott, DIE Götterspeise und DAS Fagott (nicht etwa DER Fagott, wie ich immer geglaubt habe, bis ich dieses Text geschrieben habe. Und dieses Fagott ist ein Holzblasinstrument, genauso wie die Blockflöte oder die Oboe. Und eigentlich funktioniert es auch genau wie eine Blockflöte, nur, dass beim Fagott das Rohr mit den Löchern immer breiter wird und viel länger ist als eine Blockflöte, ungefähr neunmal so lang Zwei Meter und sechzig Zentimeter; das ist so lang wie ein Zimmer hoch ist.
Wie allerdings soll man auf diesem langen Rohr spielen? Selbst die längsten Arme des längsten Menschen sind zu kurz, um die Löcher am dicken Ende des Fagotts zuzuhalten. Also hat man die lange Röhre einfach einmal zusammengeklappt. Der Luftstrom geht erst durch ein ganz dünnes Metallrohr um die Kurve, dann durch den ersten Teil der Holzröhre nach unten, durch ein Metallrohr um die Kurve und dann durch den zweiten Teil der Holzröhre wieder nach oben: Und schon ist das Fagott nur noch einen Meter und dreißig Zentimeter lang. Aber immer noch sehr schwer. Deshalb hängt man sich das Fagott um den Hals und spielt es im Sitzen.
Warum baut man denn eine viel zu lange Blockflöte? Wegen der schönen tiefen Töne! Weil das Fagott das längste Holzblasinstrument ist, ist es auch das tiefste. Je länger nämlich der Luftstrom durch eine Röhre fließt, bis er zu einem Loch hinaus kann, desto tiefer ist der Ton, den man auf diesem Loch blasen kann. Und umgekehrt ist es genauso: Die höchsten Töne kann man auf den Löchern blasen, die dem Mund am nächsten sind. Also alles klar: Das Fagott ist so lang, damit die Luft möglichst weit durch die Holzröhre fließen kann, damit man ganz tiefe Töne blasen kann. Wäre da nur noch der eigenartige Name: Fagott. Das kommt von dem italienischen Wort il fagotto, zu deutsch: das Bündel. Das Instrument ist nichts anderes als ein Bündel Holzröhren mit Löchern. Und auch klar, dass es DAS Fagott heißen muss, denn es heißt ja auch DAS Bündel.
Kilian Leypold / Barbara Weiß / Thomas Schäfer
Hör dir an, wie Kilian versucht, Fagott zu spielen...
Und so klingt es bei einem echten Profi, bei Rainer Seidel vom BR-Symphonieorchester.
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