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Rettungsaktion - Höhlenforscher wird geborgen

Stand: 27.06.2014

 
Johann Westhauser gezeichnet von Nicolas (c) BR/Nicolas
Nicolas hat den verunglückten Höhlenforscher Johann Westhauser gezeichnet.



Die Riesending-Schachthöhle in den Berchtesgadener Alpen ist die tiefste und längste Höhle in Deutschland und auch eine der gefährlichsten.

Am 8. Juni 2014 lösen sich mitten in der Nacht ungefähr 1.000 Meter unter der Erdoberfläche schwere Steine. Von denen wird Höhlenforscher Johann Westhauser an Kopf und Oberkörper getroffen. Er erleidet schwere Kopfverletzungen und schafft es deswegen nicht mehr alleine aus der Höhle, auch nicht mit Hilfe seiner zwei Kollegen. Denn die Riesending-Schachthöhle ist besonders eng, steil und rutschig.

Rettungsaktion in der Höhle (c) BRK/Bergwacht Bayern/dpa
Johann Westhauser liegt gut verpackt auf einer Trage und wird von den Rettern nach oben gezogen.



Am 19. Juni um 11:44 Uhr sieht Johann Westhauser endlich wieder Tageslicht - nach einer tagelangen dramatischen Rettungsaktion durch die Bergwacht Bayern und erst gut 274 Stunden, also fast zwölf Tage nach dem Unglück. Bei der ganzen Aktion waren mehr als siebenhundert Helfer aus fünf Ländern dabei. Johann Westhauser wird nun in einem Krankenhaus behandelt.

Auch die Kinder unserer klaro-Klasse aus München haben sich mit dem verunglückten Höhlenforscher und der dramatischen Rettungsaktion beschäftigt.

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An Seilen geht's Meter für Meter nach oben.
Rund um die Uhr im Einsatz - das Lager bei Nacht.
Auch ein Rettungshubschrauber ist dabei.
 
Die Rettungsaktion

Über siebenhundert Höhlenretter waren aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Kroatien zusammengekommen. Sie hätten es kaum schwerer haben können: Die Trage mit dem verletzten Höhlenforscher war rund einhundert Kilogramm schwer und musste aus über einem Kilometer Tiefe nach oben gebracht werden. Und egal wie der Weg aufwärts aussah, ob die Trage nun geschoben, gezogen oder gehoben werden musste - die Retter mussten vor allem aufpassen, dass Johann Westhauser nicht erschüttert wurde und auf der Trage möglichst ruhig liegen konnte. So wurde er von Biwak zu Biwak transprotiert - das sind Notfallpunkte in Höhlen, wo Höhlenforscher auch länger bleiben können.

Die Retter mussten Lösungen für alle möglichen Situationen finden: Einmal wurde ein Wasserfall abgedeckt, damit Johann Westhauser nicht durchnässt wurde. In einem anderen Höhlenabschnitt musste er 180 Meter nach oben gezogen werden. Da der Weg vom Höhleneingang zum Unfallort rund zwölf Stunden und die Rettung damit mehrere Tage dauerte, mussten auch Wasser, Lebensmittel und Schlafsäcke für alle und außerdem Medikamente für Johann Westhauser in die Höhle geschafft werden.

Beim Rettungseinsatz (c) picture-alliance/dpa
Das letzte Stück: Johann Westhauser wird zum Hubschrauber gebracht.



Mit der Bergung des verletzten Höhlenforschers haben die Höhlenretter rund um die Bergwacht Bayern eine der kompliziertesten und langwierigsten Rettungsaktionen in Europa geschafft.

Höhle wird aufgeräumt und verschlossen

Nun muss die Höhle noch aufgeräumt werden: Es sind viele meterlange Seile und schwere Haken zurückgeblieben.

Johann Westhauser 2009 in der Riesendinghöhle.
Ihr Eingang wird dann mit dicken Stahlgittern dicht gemacht, damit niemand auf die Idee kommt, sich die Höhle auch einmal selbst anzuschauen. Denn das wäre für einen Ungeübten noch gefährlicher als für den erfahrenen Höhlenforscher Johann Westhauser. Einige der Gänge der fast zwanzig Kilometer langen und über 1.100 Meter tiefen Höhle hat der übrigens selbst entdeckt.


Simone Wichert


 
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