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Bundeskanzler - Wie wird man das?

Stand: 16.09.2013

 
Merkel und Steinbrück gemalt von Melina (c) BR/Melina
























Am 22. September 2013 ist es wieder so weit: Der deutsche Bundeskanzler wird gewählt. Der Bundeskanzler ist der Chef der deutschen Regierung und politisch der wichtigste Mann im Staat. Oder die wichtigste Frau - denn seit 2005 haben wir ja eine Bundeskanzlerin: Angela Merkel. Sie bestimmt bei uns derzeit die sogenannten "Richtlinien der Politik", also welche Politik in unserem Staat gemacht wird. Dafür schlägt sie die Minister für die Regierung vor. Sie hat im Verteidigungsfall auch die Befehls- und Kommandogewalt über die Streitkräfte, also die Bundeswehr.

Die Amtszeit des deutschen Bundeskanzlers dauert normalerweise vier Jahre, danach kann er (oder sie) für die nächsten vier Jahre wiedergewählt werden. Und das theoretisch unbegrenzt oft. Gewählt wird der Bundeskanzler von den Abgeordneten des Bundestages, ernannt wird er dann vom Bundespräsidenten.

Auch die Kinder unserer klaro-Klasse aus Moosen haben sich im Herbst 2012 mit dem Thema "Bundeskanzler" beschäftigt - hier kannst du es dir anhören!

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Zwei Kanzlerkandidaten (c) dpa














Die beiden Kandidaten

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist 59 Jahre alt. Bevor sie Kanzlerin wurde, war sie schon viele Jahre lang politisch tätig, seit 1990 Mitglied des Bundestages und seit 1991 Bundesministerin: zuerst für Frauen und Jugend, dann für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Danach war sie unter anderem Generalsekretärin und Vorsitzende der CDU. Studiert hat sie Physik und darin hat sie auch ihren Doktortitel erworben.

Ihr Herausforderer Peer Steinbrück ist 66 Jahre alt. Auch er ist den Großteil seines Lebens politisch tätig gewesen: Mitglied des Bundestages ist er seit 2009. Davor war er Bundesfinanzminister, stellvertretender Vorsitzender der SPD und Minsterpräsident von Nordrhein-Westfalen. Peer Steinbrück hat Volkswirtschaft studiert und ist Diplom-Volkswirt.

Zur Zeit beschäftigt beide unter anderem die Euro-Krise, zu der sie unterschiedliche Meinungen vertreten: Angela Merkel will zwar die verschuldeten europäischen Länder mit Geld unterstützen, die sollen aber gleichzeitig viel sparen und sich schnell wieder selbst helfen. Peer Steinbrück will den verschuldeten Ländern ebenso helfen, er meint aber, man solle ihnen mehr Zeit, mehr Geld und überhaupt mehr Hilfe zugestehen, damit sie wieder auf eigenen Beinen stehen können.

Die bisherigen Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland:

Bundeskanzler von 1949 bis 1974 (c) dpa


Die Bundeskanzler von 1949 bis 1974:
Konrad Adenauer (CDU) 1949-1963
Ludwig Erhard (CDU) 1963-1966
Kurt Georg Kiesinger (CDU) 1966-1969
Willy Brandt (SPD) 1969-1974


Bundeskanzler von 1974 bis 2012 (c) dpa


Die Bundeskanzler von 1974 bis 2012:
Helmut Schmidt (SPD) 1974-1982
Helmut Kohl (CDU) 1982-1998
Gerhard Schröder (SPD) 1998-2005
Angela Merkel (CDU) seit 2005


Und so wird der deutsche Bundeskanzler gewählt:

Über den Bundeskanzler stimmt das deutsche Volk nicht direkt ab, sondern nur indirekt in der Bundestagswahl. Auf dem Stimmzettel dürfen die Wähler maximal zwei Kreuzchen machen: Mit dem ersten (und eigentlich weniger wichtigen) wählen sie einen Kandidaten aus dem eigenen Wahlkreis, der bei genügend Stimmen in den Bundestag einziehen darf. Mit dem zweiten (eigentlich wichtigeren) stimmen sie für eine Partei, also CDU/CSU, SPD, FDP, Grüne und so weiter.

Die Partei mit den meisten Stimmen stellt die meisten Abgeordneten für den Bundestag und damit auch den Bundeskanzler, weil der von ihnen gewählt wird. Diese Art der Wahl wird "personalisierte Verhältniswahl" genannt. Die Wähler können so zumindest zum Teil mitentscheiden, mit welchen Politikern genau die Parteien in den Bundestag einziehen. Und welchen Kanzlerkandidaten die Abgeordneten der Parteien nach der Bundestagswahl wählen werden, das haben sie schon lang vorher festgelegt. So ist heute schon klar: Wer die SPD wählt, wählt indirekt Peer Steinbrück zum Bundeskanzler. Wer sich für die CDU/CSU entscheidet, entscheidet sich damit indirekt auch für Angela Merkel.

Wenn du später einmal Bundeskanzler/in der Bundesrepublik Deutschland werden willst, dann ...

  • ... musst du mindestens 18 Jahre alt, also volljährig sein.
  • ... musst du nicht unbedingt in Deutschland geboren sein, aber die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen.
  • ... ist es theoretisch eigentlich egal, welchen Schulabschluss du hast, welche Ausbildung du machst oder welches Fach du studierst.
  • ... solltest du dich für Politik interessieren und schon möglichst früh auch politisch engagieren.
  • ... könnte ein erster Schritt sein, (der Jugendorganisation) einer Partei beizutreten. Denn die Parteien stellen die Kandidaten zur Wahl auf. Theoretisch könnte zwar auch ein parteiloser Kandidat Kanzler werden, das ist aber sehr unwahrscheinlich.

Simone Wichert

 
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