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Spielwarenmesse Nürnberg - Die größte der Welt

Stand: 10.02.2012

 
Flagge der Spielwarenmesse Nürnberg (c) dpa




















Puppen, Plüschtiere, Bauklötze, Bücher, Brettspiele, Babyspielzeug, Malsachen, Modellautos, Faschingskostüme, Dreiräder, Holzspielzeug, elektrische Eisenbahnen, Springseile, Schreibwaren ...

Über eine Million Spielwaren haben Hersteller aus aller Welt vom 1. bis zum 6. Februar 2012 bei der 63. Nürnberger Spielwarenmesse gezeigt. Mit knapp 80.000 Besuchern aus 119 Ländern und weit mehr als 2.700 Ausstellern ist die Nürnberger Spielwarenmesse die größte der Welt. Aber auch wenn du sehr gerne mal dabei wärst - leider sind nur Fachleute eingeladen wie Hersteller und Händler und auch Reporter, die dann darüber berichten. Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die einfach nur gerne spielen, haben keinen Zutritt.

Denn auf der Spielwarenmesse wird gar nicht gespielt: Die Spielwarenhersteller zeigen dort ihre Produkte und warten dann darauf, dass die Händler sie ordern und in ihren Läden und Kaufhäusern zum Verkauf anbieten. Und vielleicht hast ja auch du bald eines der neuen Spielzeuge in deinem Kinderzimmer.

Auch die Kinder unserer klaro-Klasse aus Lauingen und unser Experte wissen einiges über die Nürnberger Spielwarenmesse und die neuen Spielzeuge.

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Nürnberger Spielwarenmesse (c) dpa





















Die Nürnberger Spielwarenmesse gibt es schon seit 63 Jahren, die erste Spielwarenmesse fand 1950 statt. Damals wurde sie nur von rund 350 Ausstellern und über 4.300 Einkäufern besucht und war noch nicht einmal so groß wie ein halbes Fußballfeld: 3.000 Quadratmeter. Heute ist sie 53 Mal so groß wie damals - ihre Ausstellungsfläche hat inzwischen 160.000 Quadratmeter, 22 Fußballspiele könnten darauf gleichzeitig stattfinden.

Spielwarenmesse in der Spielwarenstadt

In Nürnberg wird schon seit Jahrhunderten Spielzeug hergestellt: Schon im 16. Jahrhundert haben die sogenannten "Dockenmacher" dort bunt bemalte bewegliche Holzpuppen angefertigt. Und weil diee Puppen sehr begehrt waren, haben die Dockenmacher bald auch anderes Holzspielzeug hergestellt, zum Beispiel Steckenpferd und Puppenstube. Ein gutes Jahrhundert später wurde in Nürnberg auch der erste Zinnsoldat hergestellt. Um das Jahr 1850 herum wurde Blechspielzeug beliebt, angefertigt von sogenannten "Metalldrückern". Und wieder einhundert Jahre später gab es die ersten Spielzeuge aus Kunststoff, natürlich wieder von Nürnberger Handwerkern gefertigt.

Spielzeugstadt Nürnberg.
Teddybär -
gemalt von Berkay.
Spielwarenmesse - gemalt von Leon.
 
Da lag es nahe, ab dem Jahr 1950 auch die Spielwarenmesse in der Spielwarenstadt mit dieser langen Tradition abzuhalten. Und das ist bis heute so - wenn sich auch ihr Name und ihr Logo immer wieder ein bisschen geändert haben: Die "Deutsche Spielwarenfachmesse" hieß ab 1958 "Internationale Spielwarenmesse Nürnberg" und seit 1997 nun "Spielwarenmesse International Toy Fair Nürnberg". Ihr erstes Logo war ein Turm als Symbol der Nürnberger Stadtmauer. Seit 1951 "sitzt" dieser Turm auf einem Schaukelpferd - wie du auf dem Bild ganz oben sehen kannst.

Schon gewusst?
Eine Messe ist eine Produktschau. Es gibt sie schon seit dem Mittelalter, wo Händler von nah und fern an einem Ort zusammenkamen, um ihre Waren anzubieten - ähnlich wie ein Jahrmarkt, nur größer und wichtiger. Messen heißen wie der Gottesdienst in der Kirche, weil sie damals oft mit einem sowieso gut besuchten kirchlichen Fest verbunden wurden. Da waren die möglichen Kunden dann schon in der Nähe, den die angebotenen Produkte sollten ja auch gut verkauft werden.
Übrigens: Auch ein "...-Salon" ist eine Messe, so wird diese in der Schweiz genannt - wie zum Beispiel der Genfer Auto-Salon.


Simone Wichert

 
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