Audienz beim Papst - Vom König bis zum Kroko
Stand: 20.01.2012
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Krokodil beim Papst? Was soll das denn?
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Barack Obama war schon dort, der thailändische König auch, Boris Becker durfte nicht, aber ein Krokodil. Und die Besatzung der Internationalen Raumstation hatten eine per Live-Schaltung - nämlich eine Audienz beim Papst. Die ist für viele Menschen ein Herzenswunsch. Aber was passiert eigentlich bei einer Audienz und wer darf da hin?
Klappe halten! hieß es für das kleine Krokodil, das der Papst im Januar 2012 bei einer Audienz empfangen hat. Warum eigentlich?
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Ein besonderes "Besüchle"
Eigentlich ist eine Audienz nichts anderes als ein Treffen von mindestens zwei Menschen. Der Unterschied bei einer Audienz ist nur, dass sich hier nicht zwei gute Freunde einfach verabreden, sondern einer fragt oder bittet den anderen um einen Termin.
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Auch so kann eine Audienz aussehen: zu Besuch ein Radfahrer aus dem Zirkus!
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Denn einer der beiden Menschen ist ein bisschen besonders: ein Papst, zum Beispiel, gibt Audienzen oder ein König oder eine Königin. Und da diese Leute so wahnsinnig viel zu tun haben, kann man nicht einfach reinspazieren und mal "Hallo" sagen. Man muss zuvor um eine Audienz bitten.
Welche Audienz hätten's denn gerne?
Beim Papst gibt es drei verschiedene Arten von Audienzen:
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Nicht gerade persönlich, die Generalaudienz des Papstes.
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Generalaudienz Sie findet jeden Mittwoch um 10 Uhr statt. Ein persönlicher Besuch ist sie jedoch nicht. Hier drängeln sich bis zu 10.000 Menschen, die den Papst sehen möchten. Die Generalaudienz findet bei schönem Wetter auf dem Petersplatz statt. Wenn's draußen grauslig ist, gibt es extra eine Audienzhalle, in die tausende von Menschen passen. Zur Generalaudienz kann eigentlich jeder kommen, trotzdem sollte man besser versuchen, vorab ein Ticket zu ergattern.
Gruppenaudienz Auch bei der Gruppenaudienz wird's noch nicht wirklich persönlich. Bis zu 400 Menschen lädt der Papst hier zu sich ein. Das sind oft Pilgergruppen oder Wissenschaftler.
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Wer hat jetzt hier bei wem eine Audienz? Klick die Lupe!
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Privataudienz Mit einer Privataudienz beim Papst kann man schon richtig angeben, das ist nämlich etwas Besonderes, was eigentlich nur Staatsoberhäuptern, Diplomaten, Bischöfen, Wissenschaftlern und manchmal auch Prominenten vorenthalten ist. Die lädt der Papst dann in seine Privatbibliothek oder andere Räume des Apostolischen Palastes ein.
T-Shirt und Jeans?
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Das Karnevalsprinzenpaar kommt natürlich in seinem Kostüm zum Papst!
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Wer dem Papst in einer Privataudienz gegenübertritt, sollte sich schick anziehen. Männer sollten einen Frack oder zumindest einen guten Anzug tragen und Frauen ein dunkles oder gedecktes Kleid. Wenn der Papst den Raum betritt, muss der Besucher aufstehen. Manche "küssen" auch den Fischerring des Papstes (wobei bei diesem "Kuss" die Lippen den Ring nicht berühren sollen). Der Papst spricht viele Sprachen, deshalb kann es sein, dass man mit ihm in der eigenen Sprache plaudern kann. Wenn nicht, gibt es einen Übersetzer.
In einer Viertelstunde ist alles rum Eine normale Audienz beim Papst dauert 15 Minuten. Was dabei gesagt wird, steht vorher schon fest. Der Papst bereitet eine Rede vor und der Besucher auch. Manchmal ist dann aber auch noch Zeit für ein Gespräch.
Kosten tut eine Audienz nichts. Das heißt aber auch, dass man sich keine Audienz kaufen kann. Es hat immer wieder Promis gegeben, die den Papst gerne einmal persönlich getroffen hätten. Wenn der Papst jedoch nicht will, ist da nichts zu machen.
Tina Gentner
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