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Nofretete - Wem gehört der Gipskopf?

Stand: 26.11.2012

 
Nofretete Büste (c) dpa
Böse formuliert könnte man sagen: Hier streiten zwei Länder um einen 3.300 Jahre alten Gipsbrocken. Der Gipsbrocken stellt jedoch die ägyptische Königin Nofretete dar und ist weltberühmt. Die Statue, die den Oberkörper der schönen Ägypterin zeigt, steht im Neuen Museum in Berlin. Das ärgert die Ägypter, denn sie hätten Nofretete gerne bei sich im Land.

Sylvia Schoske ist die Leiterin des Ägyptischen Museums in München. Sie erzählt, für was die Büste der Nofretete eigentlich gedacht war.

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Die bunte Königin

Borchardts Grabungstagebuch
Etwa in Kniehöhe vor uns im Schutt wurde ein fleischfarbener Nacken mit aufgemalten Bändern bloß. "Lebensgroße bunte Büste der Königin" wurde angesagt und mit den Händen behutsam weitergearbeitet.

Das schreibt Borchardt am 6. Dezember 1912 in sein Grabungstagebuch.
Ludwig Borchardt schwitzte 1912 in der ägyptischen Wüste. Er war von der ägyptischen Regierung beauftragt worden, Ausgrabungen zu machen. Und er hatte Glück: Er fand den Gipskopf der Nofretete und brachte ihn nach Deutschland. "Meine bunte Königin", nannte Borchardt die Büste.

Als Nofretete das erste Mal in Deutschland ausgestellt wurde, forderten die ägyptischen Politiker, dass die Büste wieder zurück nach Ägypten gebracht werden sollte. Die Deutschen sagten: "Nofretete bleibt bei uns, schließlich haben wir sie wieder gefunden!" Und die Ägypter sagten: "Aber Moment mal, Nofretete war Ägypterin und wurde in Ägypten gefunden, die muss also zu uns." An diesem Streit hat sich bis heute nichts geändert.

Die Schöne, die da kommt

Nofretete hat ein aufregendes Leben gehabt. Klick den roten Pfeil!

Die Fundteilregel

Zahi Hawass (c) dpa
Er will die Nofretete zurück, der Archäologe Zahi Hawass.
Als Nofretete gefunden wurde, gab es eine besondere Regel: die "Fundteilregel". Sie sagt, dass sich Ägypten und das Land, das etwas entdeckt hat, die Fundstücke teilen müssen. Borchardt hatte damals neben dem Gipskopf von Nofretete noch ein Altarbild gefunden. Die Ägypter entschieden sich damals dafür, das Bild zu behalten, und so kam Nofretete nach Deutschland. Jetzt wird aber gemunkelt, dass der Entdecker Borchardt getrickst haben soll. Er habe die Büste damals absichtlich schmutzig gemacht. Ob das stimmt, weiß keiner.

Der Streit geht weiter

Nofretete und Kanzlerin Merkel (c) dpa
Kanzlerin Merkel und Nofretete - zwei mächtige Frauen.
Die schöne und stolze Nofretete würde wahrscheinlich lächeln, wenn sie wüsste, dass heute, über 3.000 Jahre nach ihrem Tod, immer noch gestritten wird, in welchem Land ihr Gipsabbild ausgestellt werden soll. Und egal, wo die Büste stehen wird, wichtig ist, dass die Nofretete heil bleibt und noch viele Menschen vor ihr stehen und ihre Schönheit bewundern können.


Tina Gentner

 
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